Quia Chayenne – Tim’s Party

Quia Chayenne - Tim's Party
Quia Chayenne – Tim’s Party aufgenommen am 19. und 20. September 1995 in Dr. Hirschs Rockbüro in Borken (Westf).

Die liebe Kommunardin @katharinchen hat, nachdem wir neulich in der Kommune Zwo Null alte Demotapes meiner früheren Schülerband gehört haben, eines dieser Bänder zu wir-digitalisieren-alles.de getragen und mir gestern eine CD und die digitalen Tracks mitgebracht. Hurra! Da will ich doch gleich mal das originale Booklet aus der schwarzen Kiste holen und hier alles verbloggen!

Alle Lieder sind von Quia Chayenne höchstselbst komponiert + betextet. Aufgenommen + abgemischt von Daniel Reekers im Dr. Hirsch-Studio in Borken am 19.+20. Sept. 1995.

Line-up

Mäx - Drums Felix - Lead Vocal, Guitar + Casoo Tobi - Lead Guitar + Vocal Josh - Bass + Vocal Guestmusician: Leo, the Dog; Background Vocal on Jazz-Standard No. 17
Mäx – Drums
Felix – Lead Vocal, Guitar + Casoo
Tobi – Lead Guitar + Vocal
Josh – Bass + Vocal
Guestmusician: Leo, the Dog; Background Vocal on Jazz-Standard No. 17

Unsere Band hieß Quia Chayenne, hier seht Ihr detailgenaue Wiedergaben unserer Antlitze anno 1995. Ich hatte da noch lange Haare und hab noch geraucht.

Die Songs

Lustig, diesen alten Shice wieder zu hören und heute mit Euch teilen zu können. Ich hab mal alles auf Soundcloud hochgeladen. Ich muss sagen, ich schäme mich nicht (auch wenn ich im Jazz-Standard No. 17 an der einen Stelle den Stock statt der Hi-Hats treffe, ein kleiner Fehler, den ich seit 1995 immer genau im Ohr habe, hehehe…)

Fool

Dieser Song handelt von einem Kopf, in dem zwei wohnen und sich gegenseitig als Trottel bezeichnen, wenn ich mich recht erinnere. Wir waren damals sehr stolz auf den zweistimmigen Gesang.

An Erection

Sehr funky, geht heute immer noch direkt ins Blut, dieses Kleinod. Jung wie wir waren sind wir immer rot geworden, wenn wir gesagt haben, dass der Song „An Erection“ heißt. Schöne Einlage von @botnautzki als „everyday I’ve got!“ und von Felix am Kazoo.

Hier sind „Fool“ und „An Erection“ hintereinander weg:

Jazz-Standard No. 17 (Winter Comes)

Mit diesem Song waren wir sogar auf dem regionalen Sampler „Das Borkener Landleben“ vertreten. Mit Special Appearance unseres damaligen Hundes Leo in der Mitte. Der Zusatz „Winter Comes“ ist ein kleiner Witz in Bezug auf den Chanson „Autumn Leaves„. Eine Version davon von Nat King Cole gibt’s bei YouTube.

Axl

Der Songtitel bezieht sich völlig unverfrohren auf Axl Rose. Der Text wurde bei jeder Aufführung des Stücks neu erfunden und nie aufgeschrieben. Einzige Anforderung, die wir an Felix hatten: Lass es wie Englisch klingen.

Hier kommen „Jazz-Standard No. 17 (Winter Comes)“ und „Axl“ hintereinander weg:

Booklet + Artwork

Aber auch das Artwork aus der Feder von Joscha kann sich sehen lassen, ein niedlicher kleiner Comic im Inneren unseres selbstgemalten Booklets:

Comic aus "Tim's Party"
Comic aus „Tim’s Party“

Der Name Quia Chayenne ist übrigens so entstanden:

In der Schule saßen Felix und ich in Deutsch nebeneinander und waren auf der Suche nach einem Namen für unsere Band. Wir fingen an, abwechselnd einzelene Buchstaben aneinander zu reihen. Weil ich es Felix besonders schwer machen wollte, fing ich mit einem Q an und er musste, ob er wollte oder nicht, mit u weitermachen. Ich setzte ein i und Felix ein a. Quia stand da und wir wussten nicht weiter. Uns wurde klar, dass wir ein zweites Wort brauchen würden. Ich wollte ja eigentlich „Düsenjäger“, also im ganzen dann „Quia Düsenjäger“, aber das wollten die anderen nicht. Felix schlug Chayenne vor. Später haben wir das mit @botnautzki und Joscha abgestimmt und dann ist es dabei geblieben.

Später durften wir auf dem Borkener Musik-Festival „Borken intim“ auftreten und plötzlich stand dieser seltsame Name auf allen Wänden in der Stadt. Das hat sich sehr gut angefühlt.

Da fällt mir ein, wir hatten ja noch ein Demotape, das hießt „Leonard Sun Driver“ (was abgekürzt LSD ergibt, knickknack! Mann, wir waren auch echt ziemlich jung noch damals!). Zum Jazz-Standard No. 17 (Winter Comes) haben wir auch mal ein Video in Rostock gedreht, das war auch lustig. Ich spiele darin einen Busfahrer, der mit einem Schaf flirtet. Ich muss mal nachforschen, ob das nicht noch einer irgendwo liegen hat, damit wir das auch zu wir-digitalisieren-alles.de bringen können.

 

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Tinkering Workshop in der Arnold-von-Wied-Schule Bonn

Heute morgen war es soweit, ich habe einen weiteren Tinkering-Workshop mit Grundschüler*innen durchgeführt. Was wir da so generell machen, hat @holadiho ja schon mal vor längerer Zeit verbloggt, wir haben auch die Materialsets von Tinkersoup verwendet.

Stromquelle mit Krokodilsklemmen
Stromquelle mit Krokodilsklemmen

Eine kleine Erweiterung hatte ich noch vorbereitet: Ich hatte Holzklammern mit Kupferklebeband als Batteriehalter präpariert und diese dann mit Kabeln mit Krokodilsklemmen ausgestattet – damit konnten wir unsere Stromquellen sehr flexibel an die verschiedenen Arbeitsblätter anschließen, ohne die Kunstwerke auf den Blättern zu beschädigen. Ein kleiner Nachteil war aber: Alle Kinder wollten diese Stromquellen mit nach Hause nehmen, damit sie dort weiterbasteln konnten. Allerdings haben wir die wieder einsammeln müssen, weil ein weiterer Workshop an der Arnold-von-Wied-Schule stattfinden wird, der diese Stromquellen noch einmal verwenden soll.

Ganz wichtig ist: Der ganze Workshop war von Frau Engels, der Lehrerin der 1a, mit der ich den Kurs veranstaltet habe, exzellent vorbereitet. Wir hatten für jedes Kind eine eigene kleine Tüte mit Materialien (das Teilebuffet, wie wir es in Köln ausprobiert hatten, fand ich im Ablauf etwas chaotisch). Ich fand diese klare Zuteilung sehr hilfreich, weil die Kinder nicht so viel herumlaufen mussten und ihre Teile gleich am Platz hatten. Ausserdem muss ich mich beim Förderverein der Arnold-von-Wied-Schule herzlichst bedanken, weil er die gesamten Kosten für die Materialien übernommen hat – auch das ist ein kleines Manko: Knapp zehn Euro pro Set ist für einen flächendeckenden Einsatz an Schulen u. U. etwas teuer (ohne, dass ich jetzt wüsste, wie man das billiger machen könnte).

So, jetzt aber genug theoretisches Blabla, hier sind die sensationellen Ergebnisse des Wokshops, enjoy!

Das hier sieht ein bisschen nach Walpurgisnacht oder so aus.
Das hier sieht ein bisschen nach Walpurgisnacht oder so aus.
2015-06-10 09.34.50
Bild mit Kuh und Pulizei.
Das Auge des Roboters leuchtet gelb.
Das Auge des Roboters leuchtet gelb.
Ein leuchtender Baum.
Ein leuchtender Baum.
Ein stark leuchtender Stern in einem Garten.
Ein stark leuchtender Stern in einem Garten.
Eine von hinten grün beleuchtete Tanne.
Eine von hinten grün beleuchtete Tanne.
Ein Delfin mit leuchtendem Auge.
Ein Delfin mit leuchtendem Auge.
So sieht so ein Arbeitsplatz in dem Tinkering-Workshop aus.
So sieht so ein Arbeitsplatz in dem Tinkering-Workshop aus.
Ein maritimes Motiv mit Leuchtturm.
Ein maritimes Motiv mit Leuchtturm.
Gut zu sehen: Kupferbandführung und Stromquelle mit Krokodilsklemmen.
Gut zu sehen: Kupferbandführung und Stromquelle mit Krokodilsklemmen.
Ein weiterer Leuchtturm
Ein weiterer Leuchtturm

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Humano Menetekel und die Wasser von Schelde

Hier sitze ich und sehe zu, wie die Followerzahlen fallen. Ich nippe nicht am Bier, ich trinke es, kräftige Züge, kühl und voller Tatendrang. Die Jammerplaylist läuft, Musik, Musik! Ich habe das Hydrauliköl und die trockenen Stoppelfelder der Kindertage in der Nase, Zeiten, zu denen man oft mit der flachen Hand an die Seiten des Fernsehers schlug, weil der Empfang schlecht war und danach besser wurde. Ich bin Humano Menetekel und ich kann eine Kuh mit der Hand melken. Ich kann einen Acker pflügen. Ich kann einen Acker walzen und eggen. Ich kann einen Massey-Ferguson 135 mit einem großen Schraubenschlüssel starten und einen Kuhstall entmisten. Ich habe Muskeln wie Klingeldrähte, aber ich bin vom Land, ich kann ein marmoriertes Stück von einem zu mageren unterscheiden, ich kann das Internet benutzen. Ich kann weinen, weil etwas traurig ist, ich kann ein kleines bisschen Französisch und ich habe am meisten Probleme mit dem shice finden. Ich kann Siebenjährige mit hunderjährigen Witzen zum Lachen bringen, sie haben danach angefangen, diese Witze zu üben, um sie ihren siebenjährigen Freund*innen erzählen zu können. Ich kann mir Softwares ausdenken, aber am besten kann ich gut finden, lecker finden, am schlechtesten kann ich shice finden. Ich kann den Kindern erklären, wie ein Haus, eine Straße, ein Auto, ein Schüff gemacht werden, ich kann Kindern Einschlaflieder singen, ich kann „is nich so schlimm“ sagen und ich kann die Menschen gut leiden.

Ich sitze und schaue der fallenden Followerzahl zu und höre der Musik zu und stelle mir mich selbst als Paco von Paco und die Darmzotten vor, wie ich verschwitzt so tue, als würde ich „Mein Körper“ und „Einzelhandel verrecke!“ nicht spielen wollen, und es dann doch tue und wie das Publikum ausrastet, als es die ersten Tunes vernimmt.

Ich kann das alles. Ich bin Humano Menetekel und lebe von der Hand in den Mund. Ich bin Humano Menetekel und poste das jetzt.

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Coder Dojo Materialien

Da ich gerade erst die Domain www.coderdojobn.org gesichert, da aber noch nichts am laufen habe, veröffentliche ich unsere Materialien vorab erstmal hier.

Wer uns bei der Promotion unterstützen möchte, kann sich hier unseren Flyer runterladen, ihn ausdrucken, einmal durchschneiden und in Bonn verteilen: flyer_coderDojo001

Wer beim Dojo mitmachen möchte, kann sich hier unsere Teilnahmebedingungen schon mal runterladen, ausdrucken und ausfüllen und zum Dojo mitbringen: Teilnahmebedingungen Coder Dojo Bonn

Ich bin auf Eure Ideen gespannt!

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Rettung der Popkultur, Vorschlag 1

Nach der diesjährigen Echo-Verleihung, die ich nicht gesehen habe, habe ich zwei wunderbare Rants lesen dürfen, die völlig zu recht fordern, dass unsere einheimische Rebellionskultur am Abgrund steht und dringend neuer Musik bedarf. Der erste Rant, den ich gelesen habe, stammt vom großen alten Mann des guten Geschmacks, @HuckHaas, der zweite*), nicht minder großartige Ausbruch von keinem geringeren als @nilzenburger.

Und sie haben beide Recht. Wir müssen was tun. Aber was kann ich knapp 40jähriger nun aktiv dazu beitragen? Das einzige, was ich tun kann, ist mein altes Konzeptalbumkonzept „Sorry that I lied to you, but it was for your own safety“ von 2008 (da war ich ja noch erheblich jünger und vielleicht noch nicht so ganz das Establishment), noch einmal hervorzuholen, und die Kreativen in diesem Internet dazu auffordern: Macht was draus. Vielleicht stellt @nilzenburger das Personal (Songwriter und Band!) zusammen und @HuckHaas macht die Gestaltung. Oder wir vergessen die ganze Sache einfach und hören Helene Fischer.

Konzept-Summary:

Andreas und Anita Weber führen eine glückliche, sehr durchschnittliche Ehe, bis Anita eines Tages auffällt, dass etwas in ihrem Leben nicht stimmt. Was sie nicht weiß: Sie ist die erste islamische Weltherrscherin von Allahs Gnaden, aber weil die islamische Welt noch nicht so weit ist, bringt sie diese Tatsache in Gefahr. Ihr Ehe mit Andreas Weber ist eine vom Geheimdienst vorgespielte Scheinwelt, um sie vor islamistischen Eiferern zu schützen.

Als sie zu ahnen beginnt, dass ihr Leben nicht das ist, was es vorgibt zu sein, gerät das ganze Konstrukt des Geheimdienstes ins Wanken. Erschwerend kommt dazu, dass sich der angebliche Andreas wirklich in Anita verliebt hat. Der Geheimdienst schickt seinen Top-Agenten Katamanga, um die Sache wieder gerade zu rücken, aber Anita, die nur die halbe Wahrheit herausbekommen hat, flieht. Durch einen Zufall erfährt sie, wer Andreas wirklich ist. Durch ihre Flucht ist aber auch ihre Tarnung gegenüber den islamistischen Eiferern aufgeflogen, so dass sie in großer Gefahr schwebt. Erst in höchster Gefahr und letzter Sekunde, als Anita und Andreas (alias Carsten Schneider) kurz vor der Ermordung durch die Isalmisten stehen, findet Katamaga, der Top-Agent, die beiden und rettet sie in letzter Sekunde. Die beiden können fliehen (und Katamanga übertritt ein einziges Mal seine geheimdienstlichen Pflichten, als er ihnen durch Wegschauen zur Flucht verhilft). Erst nach der gelungenen Flucht erfährt Anita die ganze Wahrheit von Andreas und die beiden verschwinden auf Nimmerwiedersehen im Sonnenuntergang von Mecklenburg-Vorpommern.

 

Tracklist:

  1. The Webers
  2. No Streit, no Streit, no Streit Again!
  3. Katamanga
  4. Western Islam Wears a Business Suit
  5. The Escape of a Woman
  6. His Name is not Andreas
  7. Extremist Pressure
  8. Katamanga is Back
  9. Reunion in Tears
  10. Sorry that I lied to you, but it was for Your own Safety

 

Details zu den einzelnen Tracks:

The Webers: Es soll eine langweilige Bürgerlichkeit ausgedrückt werden, Einförmigkeit des Alltags. Wichtig: Es muss so geschiegelt daher kommen, dass es zu schön um wahr zu sein ist. Alle Ziele, die die Webers sich setzen, werden in etwas zu kurzer Zeit erreicht. Immer scheint die Sonne, Langeweile auf hohem Niveau.

No Streit, no Streit, no Streit again!: Hier fällt Anita auf, dass alles zu glatt läuft. Hier brauchen wir wieder ein sehr glattes Stück, das dreimal durch von Anita vom Zaun gebrichenen Streits aufgeschüttelt wird. Den ersten Streit bricht sie vom Zaun wegen einer lächerlichen Kleinigkeit, aber Andreas schafft es ganz leicht, alles wieder in die glatten Bahnen zurück zu lenken und das langweilige Leben geht ein wenig weiter. Anita fällt auf, wie leicht das ganze wieder zum Guten gefunden hat, und beginnt zu zweifeln. Den zweiten Streit bricht sie aus dem Nichts vom Zaun, um zu prüfen, ob sie und ihr Mann fähig sind, einen echten Streit zu haben. Als Andreas wieder zu gut reagiert, wird ihr klar, dass etwas nicht stimmt. Sie weiß aber noch nicht, was das ist. Der dritte Streit ist dann echt, als Anita Andreas mit ihren Zweifeln konfrontiert und ihm Fragen stellt, die er nicht beantworten kann.

Katamanga: Aufgeschreckt durch den dritte, den echten Streit, informiert Andreas seinen Kontaktmann beim Geheimdienst, dass Anita anfängt, etwas zu ahnen. Erst an dieser Stelle erfährt auch der Zuhörer, dass Andreas für die Geheimdienst arbeitet. Um die Sache wieder ins Reine zu bringen, schickt der Geheimdienst seinen Top-Agenten Katamanga, einen Hundertprozenter, einer, der nicht nur jede Dienstvorschrift kennt, sondern auch weiß, warum es sie gibt. Eiskalt, tödlich, wo es sein muss, aber hundert Prozent unauffällig. Optisch der Typ Landsteuerberater, unter dessen kleinkariertem Zweireiher eine tödliche Waffe versteckt ist (nämlich sein Körper). Katamanga braucht eine kleine Hookline, an der der Zuhörer ihn erkennen kann.

Western Islam wears a Business Suit: Um dem Zuhörer nun die Hintergründe zu vermitteln, wird der Fokus aufgezogen. Es gibt eine Weltherrscherin von Allahs Gnaden, aber die islamistischen Eiferer würden sie niemals akzeptieren, daher gibt es in der islamischen Welt viele Strömungen. Eine ist der westliche Islam, der eine Säkularisierung zum Ziel hat und eine weibliche Weltherrscherin akzeptieren würde. Der Zuhörer ahnt: Anita ist diese Wetherrscherin.

The Escape of a Woman: Als Katamanga auf den Plan tritt und Anita bemerkt, dass sein Sparkassenoutfit einen unnäturlich trainierten Stahlkörper verbirgt und als sie ein Telefongespräch von Andreas mit dem Geheimdienst belauscht (aber nur Teile dieses Gesprächs versteht), bekommt sie Angst und reißt aus. In wilder Panik flieht sie aus allem, was sie kennt und begibt sich in totale Unsicherheit. Kopfloser, schmutziger Sound ist hier gefragt.

His name is not Andreas: In einer Absteige in Billerbeck kommt Anita zur Ruhe. Aber auch hier hat sie der Geheimdienst schon aufgespürt. Um sie zu beruhigen, entschließt sich der Geheimdienst, ihr einen Teil der Wahrheit und die wahre Identität von Andreas zu offenbaren. Sein wirklicher Name ist Carsten Schneider. In einem rührenden Telefongespräch zwischen Anita und Carsten wird klar: Carsten hat sich wirklich in Anita verliebt, aber die Zeit ist zu knapp, um alle Fragen zu beantworten.

Extremist Pressure: Weil Anita durch ihre Flucht unwissentlich ihre Tarnung aufgehoben hat, haben die islamistischen Extremisten auch Wind davon bekommen, wer Anita wirklich ist. Sie machen Anita in Billerbeck ausfindig, Carsten kann sie gerade noch aus höchster Gefahr retten. Aber keine Zeit zu verschnaufen, die Extremisten sind ihnen immer dicht auf den Fersen. Schließlich flüchten sich die beiden in eine Fabrikhalle, wo es zum Showdown kommt: zweihundert schwer bewaffnete Extremisten gegen Carsten und Anita!

Katamaga is back: Gerade, als sich alle zweihundert Extremisten als Selbstmordattentäter entpuppt haben und gerade ihre Bomben zünden wollen, tritt Katamanga ein zweites Mal persönlich auf den Plan und schafft es, die Extremisten für eine Minute zu gemäßigten islamischen Gläubigen zu machen. Diese Miunte reicht Carsten und Anita, um endlich zu fliehen. Katamanga weiß, dass er Anita eigentlich nicht gehen lassen darf, aber weil ihm auch klar ist, dass die Erste islamische Weltherrscherin noch nicht eingesetzt werden kann, nimmt er in Kauf, dass die beiden jetzt auf Nimmerwiedersehen verschwinden werden. Es ist das einzige Mal, dass er eine Dienstvorschrift ignoriert.

Reunion in tears: Als Carsten und Anita nun endlich in Sicherheit sind, erzählt Carsten Anita endlich auch den zweiten Teil der Wahrheit, und dass er sie trotz allem liebt, auch wenn seine Liebe anfangs nur Teil seines Auftrags war. Anita bittet ihn, ihr etwas Zeit zu geben.

Sorry that I lied to you, but it was for your own safety: In einem herzzerreißenden Brief bittet Carsten Anita um Entschuldigung und bietet ihr an, mit ihm zusammen für immer unterzutauchen, um ein langweiliges bürgerliches Leben fern aller Geheimdienste, Extremisten und Katamangas zu führen. Anita willigt ein und sie gehen in den Sonnenuntergang von Mecklenburg-Vorpommern. Ab da leben sie als fremdenfeindliche Ossis in Bad Doberan, weil das am unauffälligsten ist. Ganz zum Schluss wird dem Zuhörer klar: Alle fremdenfeindlichen Ossis sind in Wirklichkeit getarnte Ex-Geheimdienstler mit einer etwas zu dick aufgetragenen Tarnung.

 

*) Und wie ich gerade eisern recherchiert habe, hat der @nilzenburger seinen Beitrag zu erst geschrieben, aber ich habe den von @HuckHaas zuerst gelesen, aber das ist nichts als eine Randnotiz.

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Herzliste, schneller erster Wurf

Ich will 2014 folgendes machen:

  • was mit den Kindern machen/herstellen/einsingen und ins Internet stellen, damit sie Spaß am mitmachen kriegen
  • @frau_ratte ans bloggen kriegen (für @stedtenhopp1A habe ich ja soeben einen Redaktionsaccount für jammern-auf-hohem-niveau eingerichtet, hehehe…)
  • mit @holadiho noch viel mehr zum Thema Kinder/Schüler*innen und Internet machen
  • viele schlaue Frauen mit D64 in Verbindung bringen, vor allem könnten wir @frau_ratte, @stedtenhopp1A und @katharinchen gebrauchen
  • @sigmargabriel scheint ja nun gar nicht mehr zu twittern, schade. Aber das Ziel, ein #spülerAusräumenToDeath von ihm zu bekommen, wird mein ewiger Antrieb bleiben
  • irgendwas mit Musik machen, am liebsten mit @botnautzki, aber vielleicht auch mit @hansW_metzger?
  • ganz viele Menschen in den OV Beuel kriegen und mit denen unseren monatlichen Stammtisch zu einer festen politischen Diskussionsrunde in Beuel machen
  • mehr mit diesen Internetleuten machen, um vor allem zu versuchen, dem Digital Divide entgegenzuwirken. Dazu müssen wir Offline-Dingsis veranstalten. SPD Beuel und D64, helft!

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Blätterteich

Geblättert hab ich den Teich
mit feinem Laube so weich,
damit die Tiere darin
etwas warmes haben.

Sie legen ihre müden Köpfe darauf
Und schieben ihre Flossen darunter
Sie seufzen dankbar
Und ich bin in ihren Träumen mitunter.

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Fingerabdrücke im Web

Fingerprint
Wir befinden uns im Bereich der Kunst, daher ein Symbolbild, das einen stilisierten Fingerabdruck darstellt. Habe ich aus Urheberrechtsgründen selbst mit Kuli gezeichnet.

Gerade hat der geschätzte Genosse und Gelehrte Henning Tillmann seine Studie zum „Browser Fingerprinting“ fertiggestellt und veröffentlicht. Davon mal abgesehen, dass ich diese Studie sehr interessant finde und dass wir das Thema Datenschutz derzeit nicht einmal ansatzweise zu überblicken in der Lage sein können (was bedeutet, dass wir daran noch Jahrzehnte weiterarbeiten müssen mit Lösungen und Zielen, zu denen wir jetzt noch nicht einmal die Fragestellung kennen), lässt mich das Wort „Fingerabdruck“ gerade kurz stutzen.

Ein Fingerabdruck im stofflichen Umfeld ist eine minimale Hinterlassenschaft von (keine Ahnung was genau, ich sag mal) Talg. Ich muss dabei gerade an die Grabbeltische in großen Kaufhäusern zum Sommer/Winterschlussverkauf denken. Die Ware, die dort nach einer Woche SSV/WSV noch herumliegt, trägt eindeutig Spuren der vielen Finger, die sie abgetastet und bewertet haben. Bei Webseiten ist das nicht so.

Kann nicht mal jemand mit Design und Webentwicklungskills ein kleines Kunstprojekt aufsetzen und die vielen digitalen Fingerprints auf Webseiten/Onlineshops/wasauchimmer irgendwie sichtbar machen? Ein SPON Artikel, der abgegriffen aussieht? Ein heftig befummeltes Produkt bei Amazon? Das alles auf der Basis der Entitäten der vielen Browser-Fingerprints, die eine Webseite angefasst haben? Können wir das nur oberflächlich sterile Internet verstofflichen?

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Plot Resterampe, #021

hydraIQDie Kommissare stehen vor einem Rätsel, der einzige Anhaltspunkt ist eine Shampooflasche, auf der vom sogenannten Hydra IQ die Rede ist. Fassungslos verweigern die Kriminalisten jegliche weitere Dusche, denn ihnen ist selbstverständlich bekannt, dass die Hydra ein eher unangenehmes Wesen gewesen sein soll, so soll sie unter dem Namen „Lernäische Schlange“ Viehherden gerissen und Felder verwüstet haben. Als sie beim Hersteller unter dem Siegel der Verschwiegenheit erfahren, dass dieser erpresst wird, machen sie sich auf die Suche nach dem Täter. Über Zufälle, Knobeleien und kriminalistischen Scharfsinn kommen sie dem Täter schließlich auf die Spur, einem wildgewordenen Bildungsbürger, der den Seifenhersteller unter dem Pseudonym Ovid of Ysdy, Vith and Shuft zwingt, seine Produkte mit dem Hydra IQ zu vermarkten, eine Idee seines kranken Gehirns, nach der er subtil auf die Umweltverschmutzung durch die Produkte des Seifenherstellers aufmerksam machen will. Weil Ovid of Ysdy, Vith and Shuft die Firma in der Hand hat, zwingt er sie zu immer neuen völlig durchgeknallten Produktideen, so muss die Firma nicht nur Diamantenstaub in ein Shampoo mischen, sondern auch eine Maßeinheit für die Strahligkeit von Teints erfinden.

Schließlich stellen die Kommissare den Täter, als dieser gerade in seinem alten Kinderzimmer am Flügel sitzt und eine Fantasie im Stile von  Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow spielt. Da er ganz in sein Spiel versunken ist, haben die Polizisten mit ihm leichtes Spiel. Als der Täter bereits im Gefängnis sitzt, murmelt er, inzwischen völlig zum Kind zurückentwickelt, einen Fluch über die Gesellschaft.

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