Blogparade „Wir stehen zusammen – #WithRefugees“

Der fabelhafte Peter Ruhenstroth-Bauer hat in seiner Funktion als Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe zu einer kleinen Blogparade aufgerufen – und weil ich zum einen Peter toll finde und weil zweitens die deutsche Blogosphäre imho mal ein deutliches Zeichen setzen sollte, wer hier eigentlich die Mehrheitsmeinung vertritt, beteilige ich mich sehr gern daran.

Hier die Fragen und meine Antworten darauf:

Wie hat sich die Willkommenskultur in Deutschland deiner Meinung nach verändert?

Als im Sommer und Herbst 2015 u. a. wegen des Krieges in Syrien sehr viele Geflüchtete nach Europa und vor allem auch nach Deutschland kamen, war ich richtig ergriffen ob der Hilfsbereitschaft, die unzählige Freiwillige und Ehrenamtliche an den Tag gelegt haben. Die „Trains of Hope“ liefen in vielen deutschen Großstädten ein und tausende Geflüchtete wurden dort mit offenen Armen, Spenden und direkter Hilfe begrüßt. Angela Merkel hat mit ihrem Satz „Wir schaffen das“ ein sehr wichtiges Zeichen gesetzt, nämlich dass wir nicht nur verpflichtet sind, Menschen in Not zu helfen, sondern dass wir auch das Selbstvertrauen haben sollten, dass wir das auch können. Tausende Freiwillige haben das eindrucksvoll bestätigt. Heute, zwei Jahre später, ist zumindest in den Medien der Ton ein anderer. Konservative erzählen uns was über „sichere Herkunftsländer“, in die Geflüchtete abgeschoben werden sollen, auch wenn dort Menschen nach wie vor Terror, Krieg und Gewalt ausgesetzt sind.

Dabei habe ich das starke Gefühl, dass bei denen, die bis heute freiwillig helfen, sich an der ursprünglichen Haltung eigentlich gar nichts geändert hat. Ich glaube, dass die, die 2015 nachts zu den Bahnhöfen geströmt sind, das heute wieder tun würden. Ich glaube, dass die, die bis heute täglich freiwillig und ehrenamtlich Hilfe leisten, immer noch genauso zahlreich sind – aber nicht so laut. Warum auch, wenn ich täglich wie selbstverständlich meine gute Arbeit abliefere, dann ist das eigentlich keinen schreienden Medienbericht wert. Wäre es aber eigentlich doch.

Was Angela Merkel bei ihrem eigentlich guten Satz „Wir schaffen das“ vergessen hat: einen Halbsatz, der mit „indem wir“ anfängt. Einer entschlosseneren Kanzlerin wäre so ein Halbsatz leicht gefallen.

Was können du und andere Blogger unternehmen, um die öffentliche Meinung gegenüber Flüchtlingen positiv zu beeinflussen?

Wir sollten dem, was vielen selbstverständlich erscheint, mehr Raum geben – im Internet, in den klassischen Medien, in den Schulen, im Bus morgens, in den Büros und in den Kneipen. Wir sollten nicht von Flüchtlingswellen sprechen, sondern uns Mühe geben, die persönlichen Schicksale zu erkennen und von diesen zu erzählen. Wir sollten uns Mühe geben, das Framing zu verändern, in dem über Geflüchtete gesprochen wird. Wir sollten uns klar machen, dass Flüchtlingshilfe ein wesentlicher Faktor gegen Radikalisierung ist – und genau das sollte in allen o. g. Kanälen von den Blogs über die Schulen bis in die Kneipen ein allgemeiner Tenor werden. Blogger*innen spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle, prägen sie doch maßgeblich Diskurse, die online geführt werden, indem auf ihre Artikel in Diskussionen in den verschiedenen Timelines einfach verlinkt werden kann.

Hast du eine Idee, was Menschen, die sich (online) für Flüchtlinge engagieren möchten, noch tun können?

Tut Euch zusammen. Bei Facebook gibt es die fabelhafte Idee #ichbinhier – dort tun sich Menschen zusammen, die in Online-Diskussionen Widerstand leisten gegen Hetze und an den Haaren herbeigezogenen Kommentaren. Dort findet man konkrete Hilfe, wie man sich dem Hass entgegenstellt.

Und das ist symptomatisch dafür, was man tun kann: Sich gegenseitig stärken, sich virtuell unterhaken, der Sprache der Hetze eine andere Sprache entgegensetzen, die „Frames“ zu verschieben. Durch die Verwendung von Namen statt von Zahlen – und vor allem durch das klare Bekenntnis: Ich stehe hier und bei mir treffen Geflüchtete und deren Helfer*innen auf ein offenes Ohr.

Hattest du schon persönliche Begegnungen mit Flüchtlingen? Erzähle uns doch von Deiner Begegnung.

Meine Kinder berichten, dass in ihren Klassen auch geflüchtete Kinder auftauchen und dass diese Kinder es nicht leicht haben. Dass sie manchmal aggressiv sind – und sogar mein sechsjähriger Sohn versteht, dass solche Aggressionen Gründe haben müssen.

Wir haben, unsere Kinder, @frau_ratte und ich, einer Geflüchtetenunterkunft in Bonn mal 200kg Spielsand im Baumarkt gekauft. Die Kinder haben ihr abgelegtes Sandspielzeug dazugelegt. Als wir später am Abend ein Foto in der TL sehen konnten, auf dem die Kinder der Geflüchteten mit unseren Sandautos und Schippen gespielt haben, hat das glaube ich in meinen Kindern etwas sehr schönes ausgelöst. Das Gefühl, geholfen zu haben, ist etwas sehr schönes und eindrucksvolles, das sollten wir viel mehr kultivieren.

So, und wenn Du selbst vielleicht auch noch eine Kleinigkeit tun möchtest, dann

a) schreib auch einfach eine Blogpost und
b) unterzeichne wenigstens die Petition der UNO Flüchtlingshilfe.

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Ohne Kompass kostet Menschenleben

Es wurde Zeit. Es ist zum Heulen, aber es wurde Zeit für ein neues Bild. Der tote kleine Aylan hat mir vor Monaten die Tränen in die Augen getrieben, er hätte, wie er da mit dem Gesicht nach unten, tot am Strand lag, mein Kind sein können. Dieses Bild hat mich kalt erwischt, vor nur wenigen Wochen.

Es wurde Zeit, heute dieses Bild von dem toten Baby auf dem Arm des Rettungsmannes. Und wieder heule ich Rotz und Wasser, aber diesmal ist es anders. Ich bin sauer. Wie haben wir als EU versagt! Wie hat die Bundesregierung versagt! Dieses Mal ist bei mir so viel Wut dabei. „Wir schaffen das“ hat nicht gereicht, es hat Europa nicht gezeigt, wie wir das schaffen und es hat zu viel Raum gelassen für jene, die am ganz rechten Rand fischen. Mir kommt in den Sinn, was der viel gescholtene Gerhard Schröder gesagt hat: „Ich hätte gesagt: Wir können das schaffen, wenn wir bereit sind, Voraussetzungen dafür hinzubekommen.

Und ich denke: Auch das wäre noch viel zu wenig gewesen. Wir hätten ganz entschlossen handeln müssen, sofort. Wir hätten sagen müssen: Wir schaffen das, es handelt sich um eine europäische Notsituation, die nur mit vollem Einsatz bewältigt werden kann. Wir müssen allen Flüchtenden helfen, nicht nur einigen, sondern allen, sofort. Jede verfügbare Kraft muss zur Hilfe eingesetzt werden, die vielen freiwilligen Helfer*innen hätten nicht bestaunt, sondern sofort unterstützt werden müssen. Der ganzen rechtsnationalistischen Shice hätte man mit dauerhaften breiten Hilfsprogrammen das Wasser abgraben müssen, Einsatz der Bundeswehr von mir aus, um alle, wirklich alle Flüchtenden sofort zu retten und zu versorgen. Man hätte den europäischen Notstand ausrufen sollen oder sowas.

Vielleicht hätten Gerhard Schröder oder Helmut Schmidt besser gehandelt als Angela Merkel. Was fehlt, ist Entschlossenheit. Frau Merkel ist doch angeblich die mächtigste Frau der Welt. Wozu eigentlich?

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Wer traut sich noch zu den Nichtwähler*innen?

Eigentlich fühle ich mich zu schwach, um über die Wahlergebnisse in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zu bloggen. Wie schön, dass wenigstens noch eine überzeugende Politikerin wie Malu Dreyer es schafft, die Wähler*innen doch noch zu erreichen. Wie bitter aber sind die Ergebnisse in den beiden anderen Ländern. Andererseits: Unsere Kandidaten dort kenne nicht mal ich als Sozi so richtig: Nils Schmid in Baden-Württemberg und Katrin Budde in Sachsen-Anhalt, ok?

Bei Malu Dreyer wusste ich das, weil sie bei D64 im Beirat ist und ich sie auf der re:publica kennenlernen durfte – was für eine fantastische Person! Und wie schön, dass diese fantastische Politikerin sich gegen die Weinkönigin durchsetzen konnte, das rettet mein Vertrauen in die Menschheit.

Die/der Kandidat*in ist das A & O, will mir scheinen. Bei Peer Steinbrück 2013 hatten wir ein großartiges Programm, von dem ich mir gewünscht hätte, dass meine Filterbubble das damals genauso rauf- und runterzitiert hätte wie dieser Tage das der AfD. Aber man hat Peer dieses Programm nicht abgenommen. Zu viel Gestolper, zu viele Altlasten aus Zeiten der Deregulierung der Märkte, zu dünnhäutige Auftritte (dabei waren auch ein paar richtig starke dabei, aber Schwamm drüber…)

Bei Malu Dreyer passt alles, sehr gute Politik gemacht, sehr gute in Aussicht gestellt, das ganze mit Haltung und Rückgrat vertreten, dabei fröhlich geblieben. Wenn so jemand nicht gewonnen hätte, dann wäre es das wirklich gewesen mit der Demokratie. Allein, allzu viele von solchen Leuten kannste Dir auch nicht einfach backen.

Noch ein Wort zu den vielen Zitaten aus den diversen AfD-Wahlprogrammen in den letzten Tagen: Die sollten ja die Ekelhaftigkeit dieser Ansammlung von Demokratiefeind*innen entlarven, aber ich glaube, wir haben damit das Gegenteil dessen bewirkt, was wir erreichen wollten. Diese rechten Hetzer*innen haben das ja nun mal ganz offen in ihr Programm geschrieben, weil sie damit auf Stimmenfang gehen wollten. Und wir haben ihnen den riesigen Gefallen getan, das in epischer Breite publik zu machen. Viel zu wenig haben wir verbreitet, wofür die anderen Parteien stehen. Die haben auch seitenweise Programme geschrieben, die sind aber nicht für umme von uns geteilt worden. Das würde ich mir wünschen. Ich bin davon überzeugt, dass die Parteien ihren Job nämlich gar nicht so schlecht machen, wenn es darum geht, Positionen zu erarbeiten. Aber es interessiert sich niemand so recht dafür, wenn die Positionen ganz ok oder gut sind. Damit holste keinen Extraklick auf dein Blog.

Nicht falsch verstehen, ich finde es wichtig, dass alle wissen, was rechte Hetzer*innen da nun fordern, damit man sie darauf festnageln kann. Aber wir hätten das vielleicht besser in Beziehung setzen müssen zu den Positionen, die die anderen Parteien vertreten.

Und noch etwas: Wer bin eigentlich ich und wer hört mir zu? Jemand, der jeden Pfennig zweimal umdrehen muss, soll mir zuhören, der ich immer so fröhlich mit meinem Apple MacBook Pro für 1500,00 Euro nach Berlin reise und zurück? Mir, der ich Zeit und Ressourcen habe, ein Coder Dojo nebenbei zu veranstalten? Mir, der ich gerade ein Start-up gründe? Ich bin von denen, die sich abgehängt fühlen, so weit weg wie nur irgendwas, genau wie so viele andere Sozis, die zwar alle super sind und immer ganz viel recht haben und vieles richtig durchschauen – die aber auch allesamt als arriviert wahrgenommen werden. Diese coolen Mathias Richels, Nico Lummas und sagenwirmal Sebastian Reichels. Ich bin wirklich Fan von jedem einzelnen der aufgezählten, aber ich fürchte, dass die, die wir als Sozis einsammeln sollten, regelrecht Angst vor uns haben: Immer einen lockeren Spruch drauf, auf alles eine Antwort, jeden Gedanken schon zweimal gehabt, von drei Seiten beleuchtet und mit fester Meinung im besten Sinne ausgestattet. Ich glaube, was so ein*e sich als abgehängt Empfindende*r braucht, ist mehr Gemeinsamkeit.

Gerade hat Armin Nassehi einen Artikel darüber geschrieben, dass die Sozis diejenigen sein müssen, die alle unter einen Hut bringen. Wir Sozis müssen den rechten Parolen stimmige und glaubwürdige demokratische Konzepte entgegensetzen. Auch wenn Sigmar Gabriel wieder einmal den Ton nicht richtig getroffen hat und den Zeitpunkt eher blöd getroffen hat: Er hat natürlich recht damit, dass Investitionen in Wohnungsbau und Bildung getätigt werden müssen und dass diese natürlich gleichermaßen bereits hier lebenden wie neu ankommenden zugute kommen müssen. Bei den NRW Jusos hat das neulich Frederick Cordes ganz hübsch beschrieben, ich musste erst ein wenig lachen, aber am Ende bin ich doch etwas nachdenklich geworden, denn dieser Text bringt das Dilemma ganz gut auf den Punkt: Wo wir eine gute Idee umsetzen, reißen wir mit dem Hintern drei andere wieder ein.

Aber will ich im aktuellen politischen Klima eigentlich irgendwas gemeinsam haben mit solchen, die der AfD ihre Stimme geben oder auch nur im Verdacht stehen, das zu tun? Die Fronten sind bereits derart verhärtet, dass kaum noch gesprochen werden kann, Etiketten sind geklebt und können nicht so einfach wieder abgezogen werden, vielleicht über Jahre behutsam wieder abgeknibbelt. Wie finden wir eine Sprache, in der wir glaubhaft und authentisch darüber sprechen können? Ob man mit einer Blume mal jemanden besucht, der/die sich zu Hause verkrochen hat und sagt: „Hier ist eine Blume, die schenke ich Dir. Erzähl mir.“ Und sich erstmal den ganzen Sermon anhören, mit allen Ressentiments und Ungeheuerlichkeiten. Und sagen: „Ich höre Dich.“ Und dann: „Komm mit. Wir gehen hin zu den Geflüchteten. So wie ich Dir zugehört habe, so hören wir jetzt den Geflüchteten zu. Lass uns vielleicht eine Blume mitnehmen.“ Ob das klappen kann? Ob sich jemand findet, der sich das traut und wirklich probiert? Und der das nochmal probiert, wenn es nicht klappt? Der die Ruhe bewahren kann und dabei nicht aussieht wie ein Fähnchen im Wind? Der es schafft, zu sagen „ich höre dich“, ohne zu sagen „ich verachte dich“? Der es schafft, die Äußerungen von der Person zu trennen und den Mut hat, den Versuch zu wagen, diese Person nicht aufzugeben und ihr andere Positionen zu vermitteln? Der die Muße hat, das behutsam zu tun? (Ich klinge schon wie so ein Geistlicher, herrje!)

Ich gehe davon aus, dass ich mich auf einige heftige Kommentare gefasst machen kann, weil wahrscheinlich einige diesen Text als „AfD-Wähler-Verstehen“ deuten werden, und somit als Relativierung der ungeheuren Forderungen dieser Hetzer*innen.

Aber ich bin ganz im Gegenteil der Überzeugung, dass wir gerade den Hetzer*innen die vielen Nichtwähler*innen eben nicht überlassen dürfen, dass gerade wir Sozis zu den Nichtwähler*innen hingehen müssen. Ich weiß ganz sicher, dass wir hervorragende Ideen haben, denen sie viel lieber folgen würden als der plumpen Ausgrenzung und den brutalen Forderungen der AfD. Ich bin sogar sicher, dass sie unsere bestehenden Positionen bereits voll unterstützen würden, aber es kümmert sich niemand um sie, es spricht niemand ihre Sprache und es will sich niemand eine Blöße geben.

Wer soll das tun?

 

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Hier stehe ich, werft!

Soeben melden die Agenturen und Medien, dass der rechtsradikale Front National in Frankreich bei den Regionalwahlen stärkste Kraft werden wird. Und in Deutschland reden die Unionsparteien und sogar Teile meiner Partei den rechten das Wort.

Als ich 2013 Wahlkampf gemacht habe für Peer Steinbrück, habe ich für eine Wahlkampfaktion aus dem Fraktionsbüro im Alten Rathaus ein paar SPD-Banner mit dem Auto abgeholt. Damals dachte ich: „Was für ein Glück, ich kann heute Banner mit Logos einer sozialdemokratischen Partei ohne Angst in meinem Auto mit mir führen.“ Es gab auch Zeiten, da hätte ich das heimlich tun müssen und es gab nicht wenige Sozialdemokrat*innen, die in jener Zeit für ihre Überzeugungen in den Knast gewandert, wenn nicht gar ermordet worden sind.

Wir haben die Wahl 2013 krachend verloren, unser Kandidat war nicht glaubwürdig, aber unser Programm war großartig. Da stehen bis heute Dinge drin, für die ich mich am Infostand gern habe beschimpfen lassen, denn ich halte sie bis heute für richtig. Gewonnen haben damals CDU und CSU mit rund 42%, ohne ein Programm, ohne einen Kompass, einzig mit einer Kanzlerin, die alle lieben, weil sie niemandem wehtut.

Nach der Niederlage dachte ich: „Shice. Wenn das, was ich im Wahlkampf so vertreten und prognostiziert habe, wirklich eintritt, wird’s böse enden mit Europa.“ Ich habe das zur Seite gewischt, so schlimm wird’s schon nicht werden, dachte ich, „Du bist nur mies drauf wegen der verlorenen Wahl“, hab ich zu mir selbst gesagt. Und alle um mich rum haben gefeixt: Die blöde blöde SPD, wer hat uns verraten? Was machst Du bei denen? Europapolitik hat doch mit einer Bundestagswahl nichts zu tun, hieß es, als ich mit unseren Positionen zu Eurobonds, europäischer Steuergerechtigkeit und der europäischen Jungendarbeitslosigkeit das eine oder andere Menetekel an die Wand gemalt habe.

„Wird schon nicht so kommen“, hab ich mich nach der Niederlage beruhigt. Vielleicht kriegt die Merkel das ja doch hin, immerhin geht’s uns doch gut in Deutschland und vielleicht habe ich ja den einen oder anderen Zusammenhang herbeidiskutiert, den es so gar nicht gibt. Vielleicht habe ich Faktoren ausser acht gelassen, die alles ein wenig abmildern. Vielleicht hat Frau Merkel ja doch nicht nur leere Schachteln im Schaufenster stehen, vielleicht ist da ja doch irgendwo was dahinter und et hätt noch immer joot jejange.

Und heute? Die Union hat in der europäischen Solidargemeinschaft alles zerdeppert, was zu zerdeppern war. Für eine schwarze Null. Solidarität, dieser weicheste aller weichen Faktoren, wurde von selbsternannten eiskalten Entscheidern mit hart berechneten Euro-Summen beiseite geschoben.

Dann kamen die Flüchtlinge. Ich unterstütze voll den Kurs von Angela Merkel, aber leider tut ihre Partei das nicht. Seehofer und de Maizère liefern den Rechten täglich neues Futter, einziger Lichtblick ist die ehrenamtlich engagierte Zivilbevölkerung, die das leistet, was der Staat zu leisten verpflichtet wäre. Meine Partei zwischen den Stühlen: Einerseits macht sie als einzige Fraktion ihre Arbeit (und in weiten Teilen gar nicht mal schlecht!), andererseits eiert sie in der Außenwahrnehmung herum wie eh und je. Die europäischen Partner gucken auf das zerdepperte Geschirr und fragen: Deutschland? Die wollen uns vorschreiben, wie wir mit Flüchtlingen umzugehen haben? Mit dem vielen Geld, das wir dank ihrer Austeritätspolitik in Massen auf dem Heuboden liegen haben?

Und das linke politische Lager? Wo immer es etwas zu bekritteln gibt, wird die Schuld bei der SPD gesucht, mein Lieblingsargument: Die CDU tut wenigstens nicht so, als wolle sie etwas gutes, die wählen wir sehenden Auges mit 42% (inzwischen nur noch 36%), weil wir ganz offensiv ins Gesicht gesagt bekommen wollen, dass die fremdenfeindlich, homophob und im Schädel erstarrt sind. Die SPD hingegen müht sich ab, verrenkt und ringt mit sich und muss am Ende doch Kompromisse eingehen, für die wir Linken mit unserem 100%-Anspruch nur Verachtung übrig haben. Ach, eine alte Debatte, die mich ermüdet.

Und jetzt stehen die Rechten davor, Mehrheiten, also richtige Mehrheiten!, zu erlangen, wie die Exitpolls aus Frankreich heute Abend zeigen. Und statt dass das linke Lager geschlossen zusammensteht, wird gezetert: Verräterpartei, Verräterpartei! Tretet aus der SPD aus! Wählt die nicht! Schwächt sie wo ihr nur könnt!

Es will nicht in meinen Kopf, wie man nicht erkennen kann, dass man mit 25% der 2013 erlangten Stimmen gerade nicht 100% seiner Positionen durchsetzen kann. Es will nicht in meinen Kopf, wie man nicht erkennen kann, dass man am Ast sägt, auf dem man sitzt, wenn man ausgerechnet der SPD vorwirft, fremdenfeindlich, homophob oder gar kriegstreiberisch zu sein. Es will nicht in meinen Kopf, wie man nicht begreifen kann, dass die Kompromisse, die man mit 25% erzielt, natürlich nicht genau die Haltung wiedergeben, die man hat. Es will nicht in meinen Kopf, wie man sich hinstellen kann und gleich alles zur Hölle fahren lassen will, nur weil man nicht 100% seiner Haltung bekommt. Es will nicht in meinen Kopf, wie man sich genüsslich zurücklehnen kann, auf die dummen dummen Sozis schimpft und bestenfalls ein wenig über sie lacht, wie sie sich da abmühen, winden und zerlegen und am Ende doch wieder nur mit einem mäßigen oder miesen Kompromiss dastehen. Und es will nicht in meinen Kopf, wie man sich noch darüber freut, dass man ja von Anfang an recht gehabt hat: Wer hat uns verraten? Siehste!

Nun stehen die Rechten vor den Toren Roms. Wenn ich 2017 die Banner aus dem Keller des Alten Rathauses hole, wird es mir, wenn es gut läuft, etwas unangenehm sein. Wenn es schlecht läuft, werde ich das höchst stolz aber heimlich tun müssen.

Und 2021? Werde ich dann dafür abgeführt, wenn mein Kofferraum kontrolliert wird? Ich übertreibe vielleicht, aber ich fühle mich heute, als wären wir ungefähr bei Sekunde 20 in diesem deprimierenden Video hier:

Epilog

Wie oft habe ich mich gefragt: Wenn ich in Zeiten der NSDAP gelebt hätte, wäre ich ein Mitläufer geworden? Hätte ich den shice geglaubt und ihn toleriert? Hätte ich das aus Eigeninteresse vielleicht gar unterstützt? Ich hatte Geschichtsunterricht in der Schule, ich kenne in groben Zügen, was damals gelaufen ist. Mit dem Wissen kann ich zumindest für heute entscheiden: Wenn sich das wiederholt, wenn von mir aus  80% der Bundesbürger*innen die AfD oder einen ähnlichen Drecksverein wählen sollten, mein Standpunkt bleibt klar: Niemals werde ich solche Ansichten teilen oder tolerieren, und solange es irgend geht, werde ich mich für die Positionen in die Brust werfen, die mich zur SPD gebracht haben: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Ich bin entschlossen.

tl;dr

Wer ganz einfache Lösungen haben will: Die SPD gehört gestärkt, weil sie die wichtigste Kraft gegen rechts ist. Helft uns!

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Die Wildecker Herzbuben, Helene Fischer, die Flippers: Reach out, touch faith!

Man soll ja nicht für die Bild-Zeitung schreiben, sie nicht lesen, sie nicht kaufen und ihr auch keine Klicks gönnen. Das stimmt ja immer noch. Ich habe mich mit @Nico darüber hin und wieder etwas gestritten, weil er ja trotzdem für sie schreibt. Sein Argument: Dort erreiche ich die, für die unsere Standpunkte neu sind. Über Twitter/FB/Blogs und so weiter und so weiter erreichen wir nur die, die sowieso schon wissen, was wir wollen. Immer noch ein Dilemma.

Heute ging ich mit der Pollykowskaja (also unserem Hund) ein wenig spazieren, während in Köln 10.000 anständige Demokrat*innen einigen versprengten Rechtsauslegern die Stirn geboten haben. Ich war ein bisschen stolz auf das Rheinland, wieder mal war die Zivilgesellschaft in zehnfacher Stärke den Rassist*innen und Brunnenvergifter*innen entgegengetreten.

Dennoch, kaum macht die Kanzlerin mal was mit Haltung, Rückgrat und was richtig, schmelzen die 42% der Union plötzlich ab. 36% Unterstützung für die CDU. Ich halte das keineswegs für ein gutes Signal, das bedeutet doch eher: Wenn die Union auf einen Kurs einschwenkt, der dem der SPD entspricht, gehen sogar Angela Merkel die Unterstützer*innen von der Fahne. Das beängstigt mich. Das bedeutet, dass die breite Masse da draußen erheblich weiter rechts steht als uns (oder mir zumindest) lieb ist.

Wie ich nun also mit der Pollykowskaja so gehe, denke ich: Die Wildecker Herzbuben. Helene Fischer. Die Flippers. Und wer in diesen Musikantenscheunen derzeit sonst noch gerade der hice shice ist. Die! Die müssten mal ein klares Bekenntnis „Refugees welcome“ abgeben. Die müssten mal mit ein paar Fakten ein Statement abgeben. Hat da jemand von Euch Verbindungen hin? Kann das mal wer anleiern? Die Bildzeitung ist, wie wir inzwischen wieder feststellen müssen, eine gar zu unzuverlässige Partnerin. Sind hier Gatekeeper*innen unter meinen Leser*innen? Leiert doch mal was an, bitte!

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Merkelgate

Jetzt ist es passiert. Jetzt hat Angela Merkel es tatsächlich geschafft, Haltung und Rückgrat zu beweisen und ich finde das richtig richtig gut. Und meine Parteiführung? „Begrenzung der Flüchtlingsströme“ fordern Steinmeier und Gabriel.

Die spinnen doch! Wie soll das aussehen? An der Grenze abweisen, so wie Ungarn das macht? Es ist schlicht unmöglich diese Flüchtlingsströme zu deckeln. Die SPD Führung sollte meiner Meinung nach mit Parteien- und Fraktionsgezänk und Taktierereien aufhören und das tun, wonach sich alle sehnen: Stellt Euch wie ein Mann hinter die Kanzlerin, krempelt die Ärmel hoch und arbeitet. Legt Pläne vor, wie wir 2 Millionen, 5 Millionen oder 15 Millionen Flüchtlinge aufnehmen können. Lasst das nicht die Zivilgesellschaft alleine leisten. Unmut entsteht, wenn wir die alleine lassen, die sich gerade beide Beine ausreißen. Unmut entsteht, wenn man versucht für die eigene Partei irgendeinen vermeintlichen Vorteil in Wahlumfragen herauszuschlagen statt sich der Herausforderungen entschlossen zu stellen. Die Menschen merken, liebe Genoss*innen, wenn wir hier zeigen, wofür die SPD steht, gerade auch dann, wenn man der politischen Gegnerin an der Stelle unter die Arme greift, an der wir längst hätten Haltung zeigen müssen. Und selbst wenn im Erfolgsfalle Frau Merkel alle Meriten dafür einfahren sollte, es geht jetzt darum, das notwendige und richtige zu tun. Ihr seid bereits gewählt, kommt euren Pflichten nach – dann werdet Ihr 2017 auch nochmal gewählt, und ich bin sicher, sogar noch ein paar mehr von Euch als zuletzt.

Es gibt für Menschenrechte keine Obergrenzen, sie gelten universell. Die einzige Möglichkeit die Flüchtlingsströme zu kappen, ist Frieden herzustellen und in den betroffenen Gebieten ein halbwegs annehmbares Leben zu ermöglichen. Das wird selbstverständlich nicht in einem halben Jahr gelingen, wenn überhaupt. Daher müssen wir uns endlich darauf einstellen, dass die Ströme auf absehbare Zeit nicht abreißen werden. Es heißt doch immer, die Deutschen wären so gut im organisieren? Dann mal los, kea!

Wo sind die staatlichen Programme, die Helfer*innen hauptamtlich bezahlen? Warum muss so viel immer noch von Freiwilligen geleistet werden? Wie hilft der Staat diesen Freiwilligen? Und vor allem: Warum zum Henker sind alle Behörden derart überfordert, warum hat man das nicht kommen sehen? Die Krise in Syrien dauert bereits Jahre an, die Flüchtlingslager in Jordanien und in der Türkei sind seit Monaten überfüllt und haben die Ausmaße von ganzen Städten – und der Innenminister ist allen Ernstes überrascht, dass die bis hier her kommen? Was für ein Glück, dass Angela Merkel zum einen Haltung zeigt und zum anderen handelt – und diesem Innnenminister das Flüchtlingsthema entzogen hat.

Und wir von der SPD sollten uns unserer Überzeugungen erinnern und alles dafür tun, der Kanzlerin gegen ihre eigenen hetzenden Parteifreunde den Rücken zu stärken. Wenn schon GroKo, dann ist exakt jetzt der Zeitpunkt, dass alle an einem Strang ziehen; und – selten genug! – diesmal sollten wir mit vereinten Kräften in die Richtung ziehen, die Angela Merkel vorgibt, es ist eine sozialdemokratische Richtung. Schlimm genug, dass eine Konservative da vorweg geht.

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Die Anständigen sind in der Überzahl

Danke, Ihr tausende, die Ihr an den Bahnhöfen steht und die Flüchtlinge willkommen heißt! Die Social Media Kanäle sehen heute ganz anders aus als noch vor zwei Wochen, wo die braunen und rechten allen Platz eingenommen haben. Jetzt lese ich in überwältigender Masse von den Anständigen.

Sieh her, Welt! Die Anständigen sind nicht laut, sie sind aber in der überwältigenden Überzahl.

Update:
Die Welt guckt bereits. Die New York Times berichtet. Die Washington Post auch.

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Die Nupsis der Raufasertapete im Meetingraum bilden bei längerem Hinsehen den Großen Wagen

Was das Bild des toten Kindes am Strand von Bodrum mit mir macht. Heute morgen habe ich es zum ersten Mal gesehen und es lässt meine Tränen kullern und kullern.

Auf der Arbeit habe ich heute viele Workshops gemacht und das getan, wofür ich bezahlt werde, ich habe mich in Konzepte und Prozesse versenkt und zwischendurch habe ich das Bild vor Augen und wieder drohen die Tränen zu kullern vor all den Kolleg*innen, schnell sage ich was zu Kundenserviceabläufen, um das Bild wegzukriegen und nicht blöd dazustehen vor den Damen und Herren in den Businessoutfits, man weint hier nicht.

Nur meiner Frau gegenüber habe ich heute morgen zugelassen, dass es mich heulen macht. In meiner TL lese ich, dass es anderen auch so geht wie mir, dass sie still vor sich hin weinen. Ich habe keine Ahnung, wie viel Schuld mich trifft am Schicksal dieses Kindes. Es sieht aus wie mein Kind, mit dem Gesicht im Wasser. Ich lese vorwurfsvolle Artikel, dass ich ja wohl nicht weinen würde, wenn das Kind nicht so europäisch aussähe. Ich würde nicht weinen, obwohl täglich tausende andere Kinder genauso ums Leben kommen, ertrinken, ersticken, von überfüllten Seelenverkäufern über Bord ins Meer geworfen werden.

Dieses Bild tut so weh, man kann es nicht ungesehen machen, es verfolgt eine*n. Eine Reaktion vieler in meiner TL ist: „Wer mir das rein retweetet, den blocke ich!“ Ich finde wichtig, dass ich es gesehen habe und dass es mit mir macht, was es macht. Ich blocke niemanden.

Call me an Unmensch, aber ich weine über dieses Kind, weil es aussieht wie meins. Es ist nicht entstellt, es stellt eine Verbindung her zwischen dem Leid und meinem geschützten und privilegierten Leben. Es bringt das Leid in mein Leben in Schwarzrheindorf und zwar mit einer Wucht, dass ich mich in Meetingräumen zwischendurch zur Wand drehen muss. Es ist, wie @mathiasrichel sagt, Europas Ground Zero.

Während ich sitze und heule, streifen die Analytiker im Netz umher und bewerten mit ihrer Fachkenntnis, wer Schuld trägt, Assad oder die EU oder beide und wir alle sowieso, weil wir die gewählt haben, die diese Gesetze gemacht haben. Sie analysieren Texte und Äußerungen. Sie werfen der Politik Bigotterie vor und zitieren Reports von Bundesministerien und statistische Auswertungen und kennen die wahren Schuldigen und mit ihrem messerscharfen Verstand ziehen sie messerscharfe Schlüsse sagen: „Siehst du! Sowas kommt von sowas!“, und ich sitze und weine unhörbar, als meine Kinder ganz ganz zufrieden in meinen Armen einschlafen. Ich habe ihnen „Der Mond ist aufgegangen“ und „Die Blümelein, sie schlafen“ gesungen.

Ich habe kein Rezept und ich habe keine Antwort. Ich bin nicht sauer auf irgendwen, nicht aufgebracht, ich weiß nicht, wen ich verurteilen muss und wenn ich sage, ich bin traurig, dann ist das richtig, aber irgendwie auch nicht richtig, denn ich bin glücklich, wie meine Kinder da schlafen, mit den Gesichtern nach oben, in ihren Betten und nicht im Wasser.

Ich weiß nicht, was zu tun ist, aber es muss irgendwas mit helfen und ändern und Verantwortung übernehmen sein. Es muss was mit teilen zu tun haben. Es muss was mit abgeben zu tun haben, mit Anteilnahme, mit eintreten und einer altmodischen Aufrichtigkeit, die wir allenthalben belächeln, wenn wir unsere messerscharfen Schlüsse ziehen.

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Timeout

Heute brennen in Deutschland Flüchtlingsunterkünfte und ich kann es nicht mehr hören, es ist ekelhaft. Ich sitze in der Küche und höre die Jammerplaylist und dabei stolpere ich über Freundeskreis, „Esperanto“. Da singen sie:

Esperanto, eloquente definition
Ein schnellerlernter Lingo zur Verständigung der Nation’n
Basiert auf romanisch, deutsch, jiddisch, slawisch,
Kein Sprachimperialismus oder Privileg des Bildungsadels

Das war, wie ich einige Zeilen weiter oben lese, im Jahr 1999. Wann fing das an, dass die jungen Leute™ plötzlich ohne schlechtes Gewissen so’n Shice wie Böhse Onkelz oder Frei Wild gehört haben? Ging das echt mit der WM 2006 los? Waren wir™ wirklich die bessere Generation out of control als die heute? Wann ging das schief, dass Rebellion plötzlich rechts wurde? Bin ich mit Schuld daran?

Jetzt sitze ich hier und höre alte Musik, weil ich den Hass für einen Moment nicht mehr ertrage. Die Kinder schlafen. Heute hat der Große Sohn gesagt: „Papa, Du wolltest uns doch noch das Bild im Internet zeigen, wie die Flüchtlingskinder mit unseren Spielsachen spielen.“ Ich zeigte es ihnen. „Oh, wie schön! Guck mal, s, da ist unser altes Flugzeug! Gut, dass wir das gemacht haben, Papa!“

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Kein Ding

Helfen ist ganz einfach:

  • Fragt bei Eurer örtlichen Flüchtlingshilfe nach, was gebraucht wird
  • geht in den Supermarkt und kauft eine Hand voll davon oder holt was aus dem Keller
  • bringt es dorthin, wo die Flüchtlingshilfe es entgegennehmen kann
  • Erzählt das anderen

Das mit dem Erzählen wird, so ist mein Gefühl, oft nicht gemacht. „Kein Ding, diese Hilfe, nicht wert, dass ich das erzähle, denn das ist doch selbstverständlich“, denken viele vielleicht. Ich hatte auch diesen Impuls. Sachen abgeben und gut is.

Aber ich habe mich überwunden und trotzdem darüber geschrieben, denn ich habe eine Erfahrung gemacht: Helfen ist tatsächlich kein Ding. Es ist einfach. Es ist so einfach, dass man allen sagen muss, wie einfach es ist. Es ist kein Ding, zu helfen und es ist kein Ding, bei Twitter, Facebook und bei Freund*innen und Bekannten zu sagen: Hab ich gemacht, war kein Ding. Kannst Du auch machen. Und vielleicht sagt dann der oder die nächste: „Stimmt, ist ja kein Ding. Ich geh mal eben auf die Internetseite vom örtlichen DRK.“

Viele haben vielleicht Manschetten, darüber zu sprechen, wenn sie geholfen haben, aber Ihr sollt ja auch gerade keine Heldengeschichten erzählen. Ihr sollt dokumentieren, was es ist: Kein Ding.

 

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