{"id":1420,"date":"2014-11-21T01:05:54","date_gmt":"2014-11-21T00:05:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.loick.de\/blog\/?p=1420"},"modified":"2014-11-21T08:57:14","modified_gmt":"2014-11-21T07:57:14","slug":"deutschlandreise-mit-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.loick.de\/blog\/?p=1420","title":{"rendered":"Deutschlandreise mit Internet"},"content":{"rendered":"<p>Am 14. November fing sie an, meine Deutschlandreise mit Internet. Alle Hotels, alle Reiseverbindungen alle Vorabverabredungen online gebucht, die Bahntickets auf Papier ausgedruckt, denn Zugbegleiter*innen sind die einzigen Menschen, die QR-Codes scannen, und das exzessiv. Ausserdem brauche ich auf dem Bahnsteig alle zehn Sekunden die R\u00fcckversicherung, in welchem Wagen ich nochmal sitze und auf welchem Platz. Wagen 12, Platz 29. Zw\u00f6lfneunundzwanzig, zw\u00f6lfneunundzwanzig. Wann kommt der Zug? Nochmal nachgucken, ah, 8:29. Achtuhrneunundzwanzig. Gleis zwei, war doch richtig, oder? Zwei, Gleis zwei. Welcher Wagen nochmal? Daf\u00fcr brauche ich das Papier in diesen digitalen Zeiten.<\/p>\n<p>Als der Zug kommt, steige ich ein und setze mich. Handy im Anschlag. Die <a href=\"http:\/\/open.spotify.com\/user\/1124969387\/playlist\/1pdp5KzVOf3Bip1SU0FEyg\" target=\"_blank\">Jammerplaylist bei Spotify sicherheitshalber offline verf\u00fcgbar gemacht<\/a>, denn das mit dem Internet im Zug, das wei\u00df man ja, ist immer so eine Sache. Es gibt einen Hotspot von T-Online, kostet f\u00fcnf Tacken, soll ich? Ach komm, ist eine lange Fahrt von Bonn nach Berlin, das Abenteuer wartet, soll heute mal nicht drauf ankommen, raus mit der Kohle, rein mit der Welt in mein Handy und damit in meinen Kopf. <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/panorama\/middelhoff-prozess110.html\" target=\"_blank\">Middelhoff<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/manuela-schwesig-auf-der-diversity-konferenz-ich-freue-mich-auf-den-weiteren-kampf\/10977914.html\" target=\"_blank\">Manuela Schwesig<\/a> sind am diesem Tag die Themen, der <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BVB\/status\/533182391888924672\" target=\"_blank\">BVB gr\u00fc\u00dft in die TL<\/a> und wird aus <a href=\"https:\/\/twitter.com\/katrineabatti\/status\/533187630264233984\" target=\"_blank\">Brasilien<\/a>, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/__Sultanov\/status\/533190483015503872\" target=\"_blank\">Saudi Arabien<\/a>, und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MNazzJ\/status\/533190696761430016\" target=\"_blank\">Malaysia<\/a> zur\u00fcckgegr\u00fc\u00dft, und \u00fcberhaupt aus der ganzen Welt. Ich lese was \u00fcber die miese Lage der Twitteraktie und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Pausanias\/status\/533167394253185024\" target=\"_blank\">haue einen schnellen Tweet raus, der mir eigentlich immer noch gef\u00e4llt<\/a>. Die Jammerplaylist kommt bei den White Stripes an und geht \u00fcber zu Jimi Hendrix:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" lang=\"de\"><p>Jammerplaylist #28: Jimi Hendrix, &#8222;Hey Joe&#8220; <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/ohrwurmCharts?src=hash\">#ohrwurmCharts<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Maxim Loick (@Pausanias) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Pausanias\/status\/533215674626478080\">14. November 2014<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" async=\"\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Als ich in Berlin ankomme, bin ich mit <a href=\"https:\/\/twitter.com\/rheinwaerts\" target=\"_blank\">@Rheinwaerts<\/a> lose verabredet. Erstmal ins Hotel, die Sachen abwerfen, dann eine Message an ihn. In der Zwischenzeit Frage von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/horax\" target=\"_blank\">@horax<\/a>, ob wir vor der D64-Mitgliederversammlung schon mal ein Bier in der Tschechischen Bierbar im KaDeWe nehmen sollen. Ich sage hocherfreut zu. Ich warte noch ein wenig, ob\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/rheinwaerts\" target=\"_blank\">@Rheinwaerts<\/a>\u00a0sich noch mal meldet, aber er hat an diesem Tag im Ministerium zu tun, also einen schnellen Burger in irgendeinem Laden gegen den Hunger. Ist nur so mittel, der Burger, macht aber nichts. Ich befrage Allryder, wie ich am besten zum KaDeWe komme und baldowere eine Route aus.<\/p>\n<p>Im KaDeWe bin ich zu fr\u00fch, also schlendere ich durch die Luxusabteilungen, mir ist etwas zu warm mit Jacke, Hoodie und T-Shirt drunter. Ich sehe ganz tolle Ittala-Sachen und \u00fcberlege, ob ich was davon kaufen soll und in v\u00f6lliger Umnachtung und unter dem Einfluss des abwegigen Gedankens, dass ich sicher noch mal wieder her komme in den n\u00e4chsten Tagen, kaufe ich nichts. Im sechsten Stock muss ich leider alle G\u00e4nge vollsabbern, weil es dort alle meine prim\u00e4ren Dingse angesprochen werden: Wurst! Fisch! Bier! Porco Iberico! Whisky! Wein! Ich checke, wo genau hier jetzt die Tschechische Bierbar ist und gucke, ob <a href=\"https:\/\/twitter.com\/horax\" target=\"_blank\">@horax<\/a> vielleicht auch schon fr\u00fcher da ist. Ein Taptalk von ihm erreicht mich in diesem Moment, es zeigt ein Foto vom KaDeWe von drau\u00dfen &#8211; er ist also gleich da.<\/p>\n<p>Wir bestellen Biere, er Budvar, ich Pilsener Urquell, und reden gleich mal los. \u00dcber die Post, die uns ja beide gewisserma\u00dfen ern\u00e4hrt und \u00fcber das Tragen von Anz\u00fcgen mit Krawatten. Wir sprechen \u00fcber das Fressen von sauguten Dingen und beweinen, wie <a href=\"https:\/\/twitter.com\/frau_ratte\" target=\"_blank\">@frau_ratte<\/a> als Vegetarierin mit dem Bio-Gr\u00fcnkohl, den ich unzubereitet zu Hause hatte zur\u00fccklassen m\u00fcssen, umgesprungen ist (&#8222;Kein Schweineschmalz! Keine Bregenw\u00fcrste, nicht mal Mettenden! Ach, Bruder im Leid, lass uns trinken!&#8220;).<\/p>\n<p>Wir brechen auf zur Mitgliederversammlung von D64. Dort gibt es noch einmal etwas zu essen und die Kollegin von der FES (wo das ganze stattfindet) stellt Flaschenbiere hin. Ich nehme pflichtbewusst erstmal ein Wasser. Alle sind p\u00fcnktlich, als <a href=\"https:\/\/twitter.com\/eskensaskia\" target=\"_blank\">@EskenSaskia<\/a> den Raum betritt, brandet etwas Jubel auf <a href=\"https:\/\/akdigitalegesellschaft.de\/2014\/mehr-geld-fuer-digitale-bildung-im-bundeshaushalt\/\" target=\"_blank\">ob der zwei Millionen Euro, die sie im Bundeshaushalt f\u00fcr OER verankern konnte<\/a>.\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/nico\" target=\"_blank\">@Nico<\/a> fasst dann schnell die Errungenschaften von 2013 zusammen. Vor meinem inneren Auge steigen die Bilder der Superklausurtagung 2013 auf und ich denke: Wir machen uns. Wir sind mehr. Wir haben mehr Frauen dabei. Unsere Geschlechterquote ist aber immer noch v\u00f6llig in Missbalance. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/valentinakerst\" target=\"_blank\">@valentinakerst<\/a> bezeichnet <a href=\"https:\/\/twitter.com\/horax\" target=\"_blank\">@horax<\/a> und mich, wie wir da so sitzen, ganz hinten am Ende des Tisches, als &#8222;Alterspr\u00e4sidenten&#8220;, weil wir es uns ein wenig zu bequem gemacht haben, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/rheinwaerts\" target=\"_blank\">@Rheinwaerts<\/a> kommt direkt aus dem Ministerium dazu und tr\u00e4gt noch eine Krawatte.\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/nico\" target=\"_blank\">@Nico<\/a>\u00a0verliest die Kandidat*innen f\u00fcr den neuen Vorstand und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/holadiho\" target=\"_blank\">@holadiho<\/a> schickt uns via Twitter die Aufforderung, ihm eine Flasche Bier durchzureichen. Am Ende ist <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kettenritzel_cc\" target=\"_blank\">@kettenritzel_cc<\/a> froh, dass er den Job des Kassierers an <a href=\"https:\/\/twitter.com\/lutzmache\" target=\"_blank\">@lutzmache<\/a> losgeworden ist und ich meine, ich h\u00e4tte einen verhaltenen Besenr\u00fchrtanz von ihm gesehen &#8211; aber ich kann mich auch t\u00e4uschen. Nach einer kleinen Anpassung der <a href=\"http:\/\/d-64.org\/verein\/beitragsordnung\/\" target=\"_blank\">Beitragsordnung von D64<\/a>\u00a0 und der <a href=\"http:\/\/d-64.org\/d64-stellt-die-weichen-fuer-2015\/\" target=\"_blank\">Wahl unseres neuen Vorstands<\/a> gehen wir r\u00fcber in eine Tacobar, um wegen des gro\u00dfen Hungers etwas zu essen und ein paar Biere zu trinken. Wir lernen uns da alle besser kennen, es herrscht\u00a0eine angenehme Stimmung. Wir sprechen da schon \u00fcber digitale Themen, \u00fcber Bildung, \u00fcber Smartwatches und d\u00fcrfen alle mal die coolen Dinger von\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/lutzmache\" target=\"_blank\">@lutzmache<\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/domlen\" target=\"_blank\">@domlen<\/a> (oder war&#8217;s die Uhr von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/schoemi\" target=\"_blank\">@schoemi<\/a>?!) anlegen. Mit\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/rheinwaerts\" target=\"_blank\">@Rheinwaerts<\/a>\u00a0bin ich mir einig, dass man nicht f\u00fcr das bis heute nicht enteignete Schmierblatt schreiben darf und wir finden, dass wir vielleicht besser Kontakt zum WDR kn\u00fcpfen\u00a0sollten, damit dieser in Kooperation mit D64 sowas wie den 7. Sinn digital dreht und abends vor der Tagesschau bundesweit ausstrahlt. Und wir fragen uns, ob es eigentlich so netzpolitische Vereine auch anderswo in Europa gibt oder nur in Deutschland und ob wir uns nicht mit denen mal zusammentun k\u00f6nnten. Ich mache Bekanntschaft mit\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/eskensaskia\" target=\"_blank\">@EskenSaskia<\/a>\u00a0und wir beide freuen uns, dass wir uns mal in Echt treffen und ich f\u00fchle mich ein wenig gebauchpinselt, dass sie mich aus der TL kennt. Sie sagt mir, dass sie gern, wenn es dazu k\u00e4me, in einer Arbeitsgruppe &#8222;Bildung&#8220; mitmachen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, als die Runde sich aufl\u00f6st, fahren\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/rheinwaerts\" target=\"_blank\">@Rheinwaerts<\/a>\u00a0und ich mit dem Taxi in unser Hotel und klemmen uns auf einen Scheidebecher nochmal an die Hotelbar. Da wird&#8217;s bei mir nun zugegebenerma\u00dfen etwas nebul\u00f6s mit der Erinnerung, aber ganz fest habe ich mir gemerkt, dass wir uns f\u00fcr den n\u00e4chsten Morgen um 9:30 in der Lobby verabredet haben, um p\u00fcnktlich um 10:00 Uhr bei der Superklausurtagung da zu sein.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 10:00 Uhr sind wir da. Organisiert hat das ganze\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/kettenritzel_cc\" target=\"_blank\">@kettenritzel_cc<\/a>, der auch seine beiden Kinder dabei hat und ich denke: Wie sch\u00f6n! Hier sind nicht nur so bekloppte Digital-Nerds, sondern so bekloppte Digitial-Nerds mit Kindern. Die Superklausurtagung beginnt und ich sitze neben <a href=\"https:\/\/twitter.com\/leonidobusch\" target=\"_blank\">@leonidobusch<\/a>, den ich sowieso schon immer v\u00f6llig super fand, der mir aber auch st\u00e4ndig Freundlichkeiten entgegenbringt, die mich jeden seiner Beitr\u00e4ge im Netz mit allen mir zur Verf\u00fcgung stehenden Accounts retweeten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wir reden \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von D64 zur SPD. Bei der Frage, wer denn zus\u00e4tzlich noch SPD-Mitglied ist, zeigen fast alle auf. Wir reden dar\u00fcber, dass wir aber keinesfalls als SPD-Gliederung verstanden werden wollen. Wir wollen aber durchaus, dass wir als Verein wahrgenommen werden, der sozialdemokratische Werte vertritt. Wir wollen klar haben, dass wir finanziell und organisatorisch v\u00f6llig unabh\u00e4ngig sind, sowohl von der SPD als auch von irgendwelchen Wirtschaftsunternehmen. Unser neues Vorstandsmitglied <a href=\"https:\/\/twitter.com\/reichels\" target=\"_blank\">@ReichelS<\/a> haut mal schnell den Spruch raus, dass es viel mehr so ist, dass die SPD den politischen Arm von D64 darstellt. Heiterkeit im Plenum. Aber wir stellen fest, dass es schon ganz gut und richtig ist, dass wir eine gesunde Distanz zur SPD haben und uns immer rausnehmen werden, diese zu kritisieren, wenn das n\u00f6tig ist (genauso wie ich mir rausnehme, diese zu loben, wenn das n\u00f6tig ist).<\/p>\n<p>Wir bilden Gruppen, um Themen zu bearbeiten.\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/kettenritzel_cc\" target=\"_blank\">@kettenritzel_cc<\/a>\u00a0ger\u00e4t ob seiner Kinder, die so langsam etwas gelangweilt sind und sich selbst Besch\u00e4ftigung suchen, ein wenig ins Schwitzen. Ich bin ganz hingerissen davon, dass sich niemand (ausser\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/kettenritzel_cc\" target=\"_blank\">@kettenritzel_cc<\/a>) davon aus der Ruhe bringen l\u00e4sst und denke: Heja D64, mein Verein! Wir reden \u00fcber interne organisatorische Dinge, Mitgliederbetreuung, Neumitgliedergewinnung und sowas und ruckedizuckedi ist Mittagspause. Wir gehen zu McDonald&#8217;s am Checkpoint Charlie und ich denke bei dem gro\u00dfen Touristenaufkommen dort, wie geil das ist, dass hier heute ein M\u00e4ckes ist und dieser Checkpoint nur noch eine Touristenattraktion. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/nico\" target=\"_blank\">@Nico <\/a>fragt mich ironisch, ob ich mich nicht mit diesen Grenzerstatisten fotografieren lassen will und kurz bin ich versucht, das wirklich zu tun, um <a href=\"https:\/\/twitter.com\/frau_ratte\" target=\"_blank\">@frau_ratte<\/a> und den Kindern zu Hause ein sch\u00f6nes Taptalk schicken zu k\u00f6nnen. Aber dann ist mir das ein wenig zu unhip und das h\u00e4tte auch nicht zu dem supercoolen Tonfall, den ich in dem Moment angeschlagen hatte, gepasst.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen teilen wir uns abermals in Arbeitsgruppen auf, ich begebe mich in die Gruppe &#8222;Bildung&#8220;, die ich selbst (neben anderen) vorgeschlagen habe. Wir machen ein Brainstorming. Wir finden ganz viele Aspekte und Themen und was alles so falsch l\u00e4uft. Und\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/leonidobusch\" target=\"_blank\">@leonidobusch<\/a>\u00a0d\u00e4ngel\u00e4ngt und von den ausgetretenen Pfaden und ich denke daran, dass\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/eskensaskia\" target=\"_blank\">@EskenSaskia<\/a>\u00a0gerne in einer festen Arbeitsgruppe &#8222;Bildung&#8220; mitmachen will. Am Ende haben wir vier wesentliche Bl\u00f6cke da stehen, die wir in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten ausarbeiten wollen. Ich sage in der Gruppe, dass ich gern h\u00e4tte, wenn wir uns noch heute als Arbeitsgruppe offiziell konstituieren.<\/p>\n<p>Wir kommen wieder alle zusammen und jede Gruppe berichtet, was sie so erarbeitet hat. Ich pr\u00e4sentiere uns. Ich lege Wert darauf, dass wir neben den vielen Aspekten und besprochenen Diskussionsfeldern uns vor allem auch darauf geeinigt haben, dass wir uns mit pers\u00f6nlicher Unterschrift darauf committen, eine echte und institutionalisierte AG Bildung zu gr\u00fcnden. Ich schlage mich als Leiter vor und ich habe den Eindruck, dass alle ganz froh sind, dass ich das tue. Nicht, weil ich so ein Superbildungchecker w\u00e4re, sondern nur weil sich \u00fcberhaupt jemand dazu bereit erkl\u00e4rt, sich den Hut aufzusetzen (um mal etwas Beraterdeutsch einflie\u00dfen zu lassen).\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/valentinakerst\" target=\"_blank\">@valentinakerst<\/a>\u00a0notiert: Leiter D64 Bildung: Maxim Loick. Ich bin froh und freue mich seit dieser Sekunde dar\u00fcber, bis heute! Ich kabelte die Neuigkeit gleich nach Bonn an <a href=\"https:\/\/twitter.com\/frau_ratte\" target=\"_blank\">@frau_ratte<\/a> und per E-Mail bat ich Kommunardin\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/katharinchen\" target=\"_blank\">@katharinchen<\/a> um Unterst\u00fctzung in ihrer Funktion als Lehrerin. Sie sagte mir alles in ihrer Macht stehende zu.<\/p>\n<p>Um 18:00 Uhr war\u00a0die Superklausurtagung zu Ende. Ich hatte mich vorher per DM mit <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kommandomutti\" target=\"_blank\">@kommandomutti<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/moellus\" target=\"_blank\">@moellus<\/a> verabredet, denn ich wollte den beiden und ihren Kindern ganz dringend meine Aufwartung machen.\u00a0Sie empfingen mich auf&#8217;s allerherzlichste und wir schmierten uns zum Abendbrot herrliche Stullen mit Salami und\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/moellus\" target=\"_blank\">@moellus<\/a>\u00a0riet seinem Sohn, er solle viel davon essen, so gute Wurst g\u00e4be es nur bei Westbesuch. Ich durfte mit\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/moellus\" target=\"_blank\">@moellus<\/a>\u00a0sein erstes Bier seit seinem Unfall trinken und danach mit ihnen allen zusammen Schlag den Raab gucken. Mit\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/kommandomutti\" target=\"_blank\">@kommandomutti<\/a>\u00a0geriet ich gleich wieder ins Politische \u00fcber Kinderbetreuungspl\u00e4tze und das Selbstverst\u00e4ndnis von Westfrauen als gute Mutter. Im Nachhinein dachte ich, das war vielleicht etwas bl\u00f6d, denn immerhin hatte\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/moellus\" target=\"_blank\">@moellus<\/a>\u00a0einen ziemlich schweren Unfall gehabt und ich frage nicht nach seinem Wohlbefinden, sondern nach sowas. Mir war aber durch den Kopf gegangen, dass die beiden vielleicht gar keine Lust haben, immer nur \u00fcber den Unfall zu reden, der ja im Moment, so meine Annahme, auch so schon ziemlich viel Platz in ihrem Leben einnimmt. Darum laberte ich irgendwas politisches und irgendwas anderes daher, ich hoffe, dass die beiden mir das nachsehen. Ich w\u00fcrde sowas gern richtig machen, aber wei\u00df nicht so genau, was da richtig ist. Jedenfalls geh\u00f6ren\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/moellus\" target=\"_blank\">@moellus<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/kommandomutti\" target=\"_blank\">@kommandomutti<\/a>\u00a0seit Anbeginn meiner Twitterzeit zu meiner liebsten Twitteria und obschon ich sie eigentlich nur aus der TL kenne sind sie irgendwie ganz wichtig f\u00fcr mich geworden und ich habe viele Sprachelemente von ihnen in meinen aktiven Wortschatz \u00fcbernommen. Ich m\u00f6chte gerne f\u00fcr sie da sein, aber ich kann\u00a0trotzdem nur das Internet f\u00fcr sie sein, aber das zumindest\u00a0soll warm und gut sein.<\/p>\n<p>Am Ende dieses Tages sa\u00df ich wieder mit\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/rheinwaerts\" target=\"_blank\">@Rheinwaerts<\/a>\u00a0in der Hotelbar und wir lie\u00dfen den Tag Revue passieren, w\u00e4hrend einer der Klitschkos einen anderen Boxer vertrimmt hat. Es wurde sehr sp\u00e4t und am Sonntag morgen ging es mir nicht sehr gut.<\/p>\n<p>Ich hatte, na klar, viel zu viel Alkohol getrunken, aber auch seit Tagen nicht an zu Hause gedacht. Ich hatte <a href=\"https:\/\/twitter.com\/frau_ratte\" target=\"_blank\">@frau_ratte<\/a> mit den Kindern zur\u00fcckgelassen, mich wichtig gemacht und nur an mich gedacht, viel zu viel Alkohol getrunken und keine Vorstellung davon, wie es wohl zu Hause ausgesehen haben mag. Ich kam mir ein wenig selbsts\u00fcchtig vor und hoffte, dass ich wenigstens genug zu erz\u00e4hlen haben w\u00fcrde, wenn ich nach Hause kam. Aber es lag ja noch die Freiburg-Reise vor mir und dieser idle Sonntag in Berlin war ein Luxus, den ich mir einfach herausgenommen hatte. H\u00e4tte ich vielleicht doch zwischendurch zur\u00fcck nach Bonn fahren sollen? Ich z\u00f6gerte den Anruf nach Hause ein wenig hinaus, ich wollte, dass meine Stimme wenigstens ein bisschen normal kl\u00e4nge, aber es war nicht viel zu machen.\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/frau_ratte\" target=\"_blank\">@frau_ratte<\/a>\u00a0h\u00f6rte wahrscheinlich gleich, wie mein Abend zuvor geendet war, aber sie gab sich M\u00fche, sich das nicht anmerken zu lassen, was ich aber gleich wieder merkte und allein daf\u00fcr h\u00e4tte ich zur\u00fcck nach Bonn fahren wollen. Dieser Sonntag, der so vertan war, machte mir zu schaffen. Ich hatte keine Lust auf Brandenburger Tor und Berliner Postkarten-Sehensw\u00fcrdigkeiten und ich hatte einen Kater.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck gibt&#8217;s <a href=\"https:\/\/twitter.com\/klappstulli\" target=\"_blank\">@klappstulli<\/a> und ihre aus 100% gro\u00dfartigen Menschen zusammengesetzte Familie, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/horax\" target=\"_blank\">@horax<\/a> hatte mir schon am Freitag berichtet, um was f\u00fcr eine tolle Person es sich bei\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/klappstulli\" target=\"_blank\">@klappstulli<\/a>\u00a0handelt. So schrieb ich sie per DM an und tats\u00e4chlich konnte ich sie und ihre Familie besuchen. Und wie wunderbar wurde ich empfangen, mit Tee und Keksen, und ich versprach gleich beim Betreten ihrer Wohnung, mich nicht in Politik zu verlieren. Die Kinder spielten und wir tranken Tee und ich durfte dem kleinsten Kind immer die selbstgebackenen Kekse reichen. Wir tauschten unsere TL-Bekanntschaften aus und dann redeten wir doch ein wenig \u00fcber Politik und machten Pl\u00e4ne f\u00fcr Twitteria-Treffen im Rheinland und in Berlin und an j\u00e4hrlich wechselnden Orten.\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/klappstulli\" target=\"_blank\">@klappstulli<\/a>\u00a0machte uns, also den Kommunarden in Bonn,\u00a0Komplimente \u00fcber die KommuneZwoNull und ich erfuhr, dass <a href=\"https:\/\/twitter.com\/moellus\" target=\"_blank\">@moellus<\/a> sie zum Twittern gebracht hatte und die Namen ihrer Kinder. Wir redeten \u00fcber <a href=\"https:\/\/twitter.com\/rudelbildung\" target=\"_blank\">@rudelbildung<\/a>\u00a0\u00a0und <a href=\"http:\/\/www.puppenlustig.de\/\" target=\"_blank\">ihr Blog<\/a> und am Ende fuhr ich mit geweitetem Herzen ins Hotel zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dort angekommen musste ich mich mal langsam auf meinen Termin in Freiburg vorbereiten. Ich sollte dort auf einem Podium zum Thema &#8222;Digitale Realit\u00e4ten an unseren Schulen&#8220; diskutieren. Der Moderator hatte mich vorher per E-Mail kontaktiert und um ein paar Positionen gebeten. Ich hatte ihm ein paar Zeilen geschrieben und versprochen, ihn sp\u00e4ter noch mal anzurufen. Im Hotel angelangt, tat ich das nun und sprach fast eine Stunde mit ihm. Er fragte mich Dinge und ich antwortete ausschweifend. Dass ich die angstgetriebene Diskussion in der Schule-Digital-Debatte f\u00fcr sch\u00e4dlich halte. Dass ich der Meinung bin, dass das Internet wegen seiner gro\u00dfen Errungenschaften wie Kollaboration, Kopieren und Ver\u00e4ndern und Empowerment so erfolgreich geworden ist. Dass die Gefahren nicht zu leugnen seien, aber dass sie einen erheblich zu gro\u00dfen Anteil im Diskurs einn\u00e4hmen. Dass ich gern auf die positiven Aspekte eingehen w\u00fcrde, dass ich glaube, dass meine Kinder enorm vom Internet profitieren werden und dass wir politische Ver\u00e4nderung daf\u00fcr brauchen. Ich kabelte abermals nach Bonn und sprach mit\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/frau_ratte\" target=\"_blank\">@frau_ratte<\/a>\u00a0dar\u00fcber und sie gab mir viele hilfreiche Hinweise und den Rat, das klassische Lehrpersonal nicht zu \u00fcberfordern.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen checkte ich aus dem Berliner Hotel aus und lief zum Bahnhof. Allryder hatte mir gesagt, dass ich zu Fu\u00df schnell dort sein w\u00fcrde. Erst als ich in den Zug einstieg, die ausgedruckte Fahrkarte mit Sitzplatzreservierung st\u00e4ndig zu Rate ziehend, bemerkte ich, dass die Bundeszentrale f\u00fcr Politische Bildung, die das Panel in Freiburg organisiert hatte, sich nicht lumpen lie\u00df und erster Klasse f\u00fcr mich gebucht hatte. Aber der Zug hatte kein WLAN, so dass ich auf die Versorgung von O2 \u00fcber die Luft angewiesen war. Es ging so gerade eben mit der Datenverbindung. Hatte ich auf der Hinfahrt nach Berlin noch frei von der Leber weg getwittert und gelesen und mich des Internets gefreut, war ich nun ganz eingesch\u00fcchtert von meiner neuen Aufgabe als Bildungsnussi von D64 und der zu erwartenden Diskussion in Freiburg. Immer wieder w\u00e4lzte ich meine Argumente hin und her und versuchte mir, den <a href=\"https:\/\/www.bananenblau.de\/video\/digital-genial\/Machen-Smartphones-dumm\/antje-bostelmann-8-fragen-06.mp4\" target=\"_blank\">Namen von Antje Bostelmann<\/a> zu merken. Ich legte mir Pl\u00e4ne zurecht und wie das mit der Wagen. und Sitzplatznummer vergass ich jede Sekunde, was ich zuvor noch gedacht hatte. Der Zug schnurrte durch Nebel, der von oben von der Sonne beschienen wurde und es sah ganz wunderbar aus, aber ich guckte nicht so richtig raus, sondern baute mir Eselsbr\u00fccken von Bosseln \u00fcber Bosteln zu Bostelmann, damit ich mich auf sie w\u00fcrde berufen k\u00f6nnen am Abend, wenn die Kulturpessimisten auch mich einst\u00fcrzen w\u00fcrden. Hinter Frankfurt blieb der Zug stehen, es g\u00e4be ein Weichenproblem. Ich guckte auf mein ausgedrucktes Ticket. Keine Zugbindung. Ich guckte in mein allwissendes Smartphone, n\u00e4chste Verbindung von Mannheim nach Freiburg einfach eine Stunde sp\u00e4ter. Ich vertiefte mich wieder in Argumentationsketten und Eselsbr\u00fccken.<\/p>\n<p>In Freiburg angekommen, lief ich zum Hotel, das man f\u00fcr mich reserviert hatte. Ein kurzer Weg. Frau Reuter vom Veranstalter rief mich kurz nach halb f\u00fcnf an, ob alles ok sei, ob ich um f\u00fcnf da sein w\u00fcrde und so weiter und so. Ich sagte alles ok.<\/p>\n<p>Um f\u00fcnf war ich am Veranstaltungsort. Ich traf die anderen Podiumsteilnehmer und wir fingen schon mal ein bisschen an mit der Diskussion, so als \u00dcbung. Meinrad, der Moderator kam und er machte ein paar verbale Lockerungs\u00fcbungen mit uns. Frau Reuter teilte uns dann mit, dass nur wenige Besucher*innen gekommen waren, daher stellten wir St\u00fchle zu uns auf die B\u00fchne, so dass alle Besucher*innen mit uns auf dem Podium sa\u00dfen. Wir wollten eine angenehme Atmosph\u00e4re und alle gleich behandeln. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hibenni\" target=\"_blank\">@HiBenni<\/a>, der Sch\u00fcler*innenvertreter auf dem Podium, war ziemlich\u00a0jung, aber sehr versiert und reflektiert, ein guter Typ. Ich hatte gleich den Impuls, ihn zu fragen, ob er nicht Interesse h\u00e4tte, bei D64 mitzumachen und uns in der Bildungsgruppe aus Sch\u00fcler*innensicht zu unterst\u00fctzen. Mal gucken, vielleicht hat er ja Lust.<\/p>\n<p>Die Debatte\u00a0verlief wie bef\u00fcrchtet: Bedenken,\u00a0Cybermobbing und Kinder, die nicht mehr r\u00fcckw\u00e4rts laufen k\u00f6nnen waren diskussionsbestimmend. Ein Ruf nach der Politik wurde als &#8222;zu einfacher Ausweg&#8220; angesehen, man traute mir wohl nicht zu, dass ich nicht mit\u00a0dem Ruf nach der Politik zu stoppen, sondern ernsthaft die Politik in die Pflicht zu nehmen gedachte. Dass ich mich zu organisieren gedachte. Es wurde auf die Eltern verwiesen, die ihre Kinder mit Smartphones ruhig stellen, damit sie sich nicht um sie zu k\u00fcmmern brauchen. Mein Einwand, dass wir doch hier \u00fcber die Schule und deswegen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Schule diskutierten, wurde als zu einfach beiseite geschoben. Meine Positivbeispiele wurden als Einzelf\u00e4lle abgetan, weil meine Kinder halt gerade Gl\u00fcck h\u00e4tten, dass sie engagierte Eltern haben. Mein Einwand, dass aber doch genau das das Gebot der Gerechtigkeit sei, dass die Bildungseinrichtungen, seien es KiTas, Kinderg\u00e4rten oder Schulen, genau dort einspringen m\u00fcssten, wo minderprivilegierte Kinder abgeh\u00e4ngt werden, wurde beiseite gewischt, denn schlie\u00dflich verabredeten sich Sch\u00fcler*innen in geschlossenen WhatsApp-Gruppen, um sich gegenseitig zu mobben, ob ich davon schon mal geh\u00f6rt habe. Der Sch\u00fcler*innenvertreter wandte v\u00f6llig zu recht ein, das sei doch ein uraltes Ph\u00e4nomen, fr\u00fcher habe man die armen W\u00fcrstchen halt hinter der Hausmeistergarage verpr\u00fcgelt, heute mobbe man sie in WhatsApp-Gruppen, das sei doch eine p\u00e4dagogische Herausforderung jenseits jeglicher technischer Entwicklung. &#8222;Ja, aber was soll ein Lehrer denn da machen?&#8220;<\/p>\n<p>Es war die Rede von Z\u00fcgen, die sich in voller Fahrt bef\u00e4nden, auf die das Lehrpersonal nicht mehr aufspringen k\u00f6nne und ich wand ein, man solle ganz am Anfang, in der KiTa, selber den Zug anfahren und dabei die Kontrolle behalten, aber das lie\u00df man nicht gelten, denn in der KiTa w\u00fcrde man die Kinder gleichsam anfixen mit der Verderbnis Internet und man habe ja keine Handhabe.<\/p>\n<p>Ich wollte gerade &#8222;Empowerment der Minderprivilegierten!&#8220; rufen, da war die Zeit um. Auf einem Beistelltisch lag das Machwerk von Manfred Spitzer. Wir hatten wieder die ganze Zeit \u00fcber Hirnforscher und das Verderben gesprochen. Ich war einigerma\u00dfen frustriert und wollte die Diskussion nicht aufh\u00f6ren und fl\u00fcsterte in die gelichteten Reihen etwas von &#8222;Vernetzung, es ist die Vernetzung, die uns empowert&#8220;, da mussten wir an die Theke gehen. Ich trank ein Bier und traf <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DejanFreiburg\" target=\"_blank\">@DejanFreiburg<\/a>. Er ist Lehrer. Und er sagte mir gute Sachen und best\u00e4rkte mich. Er\u00a0hatte zugeh\u00f6rt und sagte, dass er die Dinge \u00e4hnlich sehe wie ich.<\/p>\n<p>Der Veranstalter hatte uns, die wir als Podiumsteilnehmer eingeladen waren, auch noch zu einem Theaterst\u00fcck eingeladen, das unmittelbar nach unserer Diskussion stattfand. Ein tolles St\u00fcck, es hie\u00df &#8222;Past and Present&#8220;, glaube ich. Wenn Ihr in Freiburg seid, seht Euch das an, es hat mich sehr beeindruckt, sowohl intellektuell als auch emotional. Es ging um einen Filmemacher aus Bangladesch, der einen Dokumentarfilm \u00fcber sich und seine \u00fcber den Globus verteilte Familie macht. \u00dcber Distanz und N\u00e4he, \u00fcber Kameras und Gespr\u00e4che, \u00fcber Konflikte zwischen den Generationen und die Horizonte der Menschen.<\/p>\n<p>Nach dem St\u00fcck ging ich etwas essen und kabelte nach Bonn. Ich hatte nicht einmal Geschenke f\u00fcr die Kinder gekauft, weder in Berlin noch in Freiburg. Dieses Brauhaus, in dem ich a\u00df, verschenkte Lebkuchenherzen. Ich bat um drei, der Mann hinter der Theke gab mir f\u00fcnf. Ich ging ins Hotel um zu schlafen. Im Smartphone sah ich, dass noch eine Terminempfehlung in den D64-Ticker sollte, die ich kurzerhand einf\u00fcgte. Ich wollte nach Hause.<\/p>\n<p>Um 9:57 oder so stieg ich in den ICE nach Bonn. Ich wollte nach Hause. In Bonn\/Siegburg stieg ich in die Linie 66. Als ich \u00fcber dem Rhein war, war ich ziemlich erledigt. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/frau_ratte\" target=\"_blank\">@frau_ratte<\/a> war auf der Arbeit, ich holte den Hund und das Auto bei ihr ab. Dann fuhr ich zum Kindergarten, den Kleinen Sohn abzuholen. Dann holte ich den Gro\u00dfen Sohn aus der OGS ab, er hatte einen Freund dabei und sie spielten den ganzen Tag Lego. Abends brachte ich die S\u00f6hne ins Bett und habe ihnen Lieder gesungen und der Gro\u00dfe Sohn hat gefragt: &#8222;Papa, was hei\u00dft Gute Nacht auf Franz\u00f6sisch?&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14. November fing sie an, meine Deutschlandreise mit Internet. Alle Hotels, alle Reiseverbindungen alle Vorabverabredungen online gebucht, die Bahntickets auf Papier ausgedruckt, denn Zugbegleiter*innen sind die einzigen Menschen, die QR-Codes scannen, und das exzessiv. 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