{"id":1859,"date":"2016-12-02T21:51:43","date_gmt":"2016-12-02T20:51:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.loick.de\/blog\/?p=1859"},"modified":"2016-12-02T21:51:43","modified_gmt":"2016-12-02T20:51:43","slug":"drei-ebenen-die-welt-zu-verbessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.loick.de\/blog\/?p=1859","title":{"rendered":"Drei Ebenen die Welt zu verbessern"},"content":{"rendered":"<p>Eine der sch\u00f6nsten und f\u00fcr mich motivierendsten Twitter-Bios hat der h\u00f6chstanst\u00e4ndige und beste <a href=\"https:\/\/twitter.com\/horax\">@horax<\/a>\u00a0geschrieben:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;das leben ist kurz | die welt ist ver\u00e4nderbar!&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Was f\u00fcr ein Satz! Den hat er, wenn ich das richtig erinnere, seit mindestens 2010 da stehen. 2010 wurde der Kleine Sohn geboren, ich kannte noch niemanden bei Twitter und war auch noch nicht in der SPD. Auf der Erwerbst\u00e4tigkeit habe ich mich aber mit Kolleg*innen gestritten \u00fcber die Sozis (die ich da schon toll fand). In diesen Diskussionen wurde ich als Phantast abgetan, ein blau\u00e4ugiges M\u00e4uschen, das in seiner Naivit\u00e4t allen Ernstes an das Gute im Menschen glaubt und die Welt verbessern will. Ich, dieser ziemlich unbedeutende IT-Berater &#8211; f\u00fcr wen h\u00e4ltst Du Dich, dass Du die Welt glaubst retten zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Seitdem gucke ich auf meine H\u00e4nde, von denen ich zum Gl\u00fcck zwei habe, gucke auf meine F\u00fc\u00dfe, von denen ich zum Gl\u00fcck auch zwei habe. Ich\u00a0freue mich \u00fcber mein Gehirn, das einige Dinge gut, andere schlecht verarbeiten kann, das manchmal gute Ideen hat und manchmal nicht so gute. Ich benutze meinen Mund durchg\u00e4ngig zum Sprechen*). Ich gucke auf meine M\u00f6glichkeiten: H\u00e4nde, F\u00fc\u00dfe, Hirn und Sprache. Das steht mir zur Verf\u00fcgung, um die Welt zu verbessern.<\/p>\n<p>Als ich die ersten paar Tweets abgesetzt hatte und eines Tages dieser mir unbekannte, aber deswegen nicht weniger bewunderte <a href=\"https:\/\/twitter.com\/horax\">@horax <\/a>anfing, mir zu folgen mit seiner o. g. Bio, da dachte ich: Es macht einen Unterschied. Einer will h\u00f6ren, was ich sage. Ist erstmal nur einer, aber einer will&#8217;s h\u00f6ren. Meine nicht minder verehrte Frau Mama hat uns Kindern mal gesagt: In der Menge steht immer ein*e Kenner*in. In meiner bescheidenen Wahrnehmung besa\u00df ich genug Chuzpe, in <a href=\"https:\/\/twitter.com\/horax\">@horax<\/a> einen Kenner zu sehen &#8211; und hey! Der geh\u00f6rte zu den coolen Typen von nugg.ad, die immer so coole Parties mit <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%23guwosh&amp;src=typd\">#guwosh<\/a> Hashtag gefeiert haben, das war also nicht irgendeiner!<\/p>\n<p>Oh, was habe ich gelernt seitdem! Dieses Twitter hat mich mit Menschen zusammengebracht, von denen ich so viel gelernt habe! In Sachen Kommunikation, in Sachen Haltung, aber vor allem Fakten, Tatsachen, Erkenntnisse &#8211; Dinge, f\u00fcr die man sich fr\u00fcher in Kellern mit dicken B\u00fcchern einschlie\u00dfen musste, die so viel Lesezeit beansprucht haben, dass man mangels zwischenmenschlicher Interaktion\u00a0zum Soziopathen werden musste. Und dann stimmte das am Ende doch wieder nur so ein bisschen. Bei Twitter lernte ich, was Privilegien bedeuten und welche Pflichten mir als Privilegiertem obliegen, ich lernte, was f\u00fcr unterschiedliche Menschen es gibt, wie super die sein k\u00f6nnen und wie gleich sie am Ende irgendwie alle in ihren Bed\u00fcrfnissen sind und wie unterschiedlich in ihren Antrieben und Ressourcen &#8211; wie unterschiedlich privilegiert. Ich lernte, welche Rolle Emotion und Irrationales spielen und wie irrational gerade die handeln, die sich besonders auf reine Fakten berufen &#8211; die eiskalten Entscheider*innen sind mir schon immer besonders lieb gewesen in ihrer verfickt offensichtlichen Unvollkommenheit. Ich danke Twitter auf Knien f\u00fcr die unfassbare Leistung, zumindest f\u00fcr ein paar Jahre Hierarchien \u00fcberwunden zu haben, f\u00fcr eine Emanzipation, f\u00fcr eine Sprache gesorgt zu haben, die g\u00e4nzlich frei von inneren H\u00fcrden, Verhaltenskodizes und selbstoktruierter Scheinkorrektheit ist. Man schreibt hier \u00fcber Sachen mit K\u00e4se \u00fcberbacken. Man schreibt hier \u00fcber #flausch, Rausch und furchtbar menschliche Sachen. Welch eine Leistung! Die geilsten der Geilen geben hier zu: Hab heute keinen Bock, weil ich gestern gesoffen hab. Was ich da h\u00f6re! Was ich da lerne, immer noch, jeden Tag!<\/p>\n<p>Und ich kann die Welt verbessern! Einer sucht eine Wohnung in London, ich retweete das nur, zehn Minten sp\u00e4ter hat der wirklich eine Wohnung und bedankt sich bei mir f\u00fcr den Retweet. Das war aber einfach!<\/p>\n<p>Ich schreibe was politisches rein. Keine Reaktion. Ich blogge was und twittere das. Drei Favs &#8211; HAA! WELT verBESSERT! Bei gleich DREIEN!<\/p>\n<p>Aber ich wollte ja eigentlich was ganz anderes schreiben: Wie verbessere ich denn jetzt die Welt? Auf welchen Ebenen? Wo setzt man da an? \u00dcber die Jahre scheinen sich drei etabliert zu haben, auf denen ich es immer wieder versuche: Wirtschaftlich (also auf Erwerbst\u00e4tigkeit, da verbringt man ja schon ziemlich viel Zeit), pers\u00f6nlich (also in der Familie und vor allem als Vater\/Mutter) und selbstverst\u00e4ndlich schlicht parteipolitisch.<\/p>\n<p>Ich reporte mal denen, die mich wahrscheinlich immer noch f\u00fcr ein blau\u00e4ugiges M\u00e4uschen halten.<\/p>\n<h1>Pers\u00f6nlich<\/h1>\n<p>Als Kind auf einem Bauernhof im s\u00fcdlichen Westm\u00fcnsterland aufgewachsen kann ich nicht gerade sagen, dass ich per se progressiven Positionen zugeneigt gewesen w\u00e4re. Im Gegenteil, als Jugendlicher habe ich meiner Erinnerung nach ziemlich stramme Besitzstandswahrungsmeinungen vertreten, Ver\u00e4nderung war gef\u00e4hrlich, denn ich hatte eine sehr sehr gl\u00fcckliche und beh\u00fctete Kindheit, an der etwas zu \u00e4ndern eigentlich nur Verschlechterung bedeuten konnte. Interessanterweise hat unsere Mutter uns Werte, Empathien, eine fr\u00f6hliche Offenheit und nicht zuletzt einen geh\u00f6rigen Schuss Feminismus mitgegeben. Und es ist mein ausdr\u00fcckliches Privileg, dass ich durch den Hof, durch meine fest zusammenhaltende Familie und die Abgekl\u00e4rtheit meiner Eltern und Geschwister ziemlich immun bin gegen irrationale \u00c4ngste. Selbst in den schwersten Phasen der Existenzangst (2009 lief meine Firma echt schei\u00dfe!) hatte ich die F\u00e4higkeit, mich mit dem Gedanken \u00fcber Wasser zu halten: &#8222;Wenn wir hier mit einem kleinen Kind mitten Europa verhungern m\u00fcssen, wird es einen Skandal geben! Aber von sowas\u00a0liest man nicht so oft in der Zeitung, also scheint es wohl in den meisten F\u00e4llen doch irgendwie ganz gut auszugehen.&#8220; Ein anderer Aspekt meiner Privilegiertheit ist, dass meine Eltern gefeiert haben wie die Kesselflicker, aber am n\u00e4chsten Tag wurden die K\u00fche um sechs Uhr morgens gemolken (mein Vater) und die Kinder der ersten Klasse ab viertel vor acht unterrichtet (meine Mutter). Befindlichkeiten haben wir als Familie insgesamt lieber als Partygag verstanden als uns davon treiben zu lassen. &#8222;Au\u00dfen weich und innen hart&#8220; fanden meine Schwester Julia und ich im Alter von 16\/18 Jahren in Umkehrung der M\u00e4nnlichkeitsideale von Hollywoodfilmen\u00a0lustig, meinten das aber ganz tief drinnen irgendwie ernst. Das Jammern ist uns als Kulturtechnik nie vermittelt worden.<\/p>\n<p>Auf der pers\u00f6nlichen Ebene w\u00fcnsche mir nichts sehnlicher, als meinen Kindern solche F\u00e4higkeiten verleihen zu k\u00f6nnen, wie\u00a0meine Familie sie mir verliehen hat. Wenn meine Kinder einfach nie Angst haben, weil sie sich immer auf uns (@frau_ratte und mich) verlassen k\u00f6nnen, wenn sie sich ihrer selbst immer sicher genug sein k\u00f6nnen, um gefahrlos sich selbst zu vergessen und ihren Geist auf Sachverhalte zu richten verm\u00f6gen, die nicht unmittelbar sie selbst betreffen, dann werden wir auf pers\u00f6nlicher Ebene die Welt verbessert haben. Vielleicht tragen diese tollen Kinder das dann weiter.<\/p>\n<h1>Wirtschaftlich \/ auf Arbeit<\/h1>\n<p>Im Jahr 2008 oder so war es, nachdem der Gro\u00dfe Sohn ein paar Monate alt war und mich das ganze Unge\u00fcbtMitKindDingsi v\u00f6llig \u00fcberfordert hat, fing ich an, v\u00f6llig unprofessionell auf der Arbeit davon zu erz\u00e4hlen, wie die letzte Nacht war, wie unsicher ich war, was ich alles nicht kann. Lange vor dem Kontrollverlust, den Social Media uns allen bescheren sollte, war ich bereit daf\u00fcr. Ich habe einfach alles erz\u00e4hlt.\u00a0Aufgrund unmittelbarer Erfolgserlebnisse an dieser Stelle war eigentlich da schon klar, dass ich ein wehrloses Opfer Social Medias werden w\u00fcrde. Die Kolleg*innen wussten, warum ich schei\u00dfe aussah mit Ringen unter den Augen. Sie haben mir vielleicht manche D\u00fcnnh\u00e4utigkeit nachgesehen, die ohne Hintergrundwissen als ungeh\u00f6rig h\u00e4tte gelten m\u00fcssen. In jenen Tagen habe ich vor mich hinformuliert: &#8222;Aufgrund der wenigen mir zur Verf\u00fcgung stehenden Informationen \u00fcber Dich muss ich Dich leider schei\u00dfe finden.&#8220; Offenheit, ein bisschen Vertrauen und das Fallenlassen \u00fcberkommenen Scheinprofessionalit\u00e4tsgehabes vermitteln\u00a0denen um mich herum ein Bild von mir, das sie mich verstehen statt bl\u00f6d finden macht.<\/p>\n<p>Um materiell handlungsf\u00e4hig zu bleiben, muss ja ein Studienabbrecher wie ich ziemlich viel Zeit in die Erwerbst\u00e4tigkeit investieren. Als Konsequenz verbringt man viele Stunden mit Menschen, die man\u00a0sich nicht unbedingt ausgesucht h\u00e4tte, ohne dass das hei\u00dfen muss, dass diese Menschen deswegen bl\u00f6d w\u00e4ren. Aber Erwerbst\u00e4tigkeit ist, von der Sinnstiftung und ihrer selbstbewusstseinschaffenden Kraft einmal abgesehen, vor allem auch ein nat\u00fcrliches Durchbrechen der pers\u00f6nlichen Filterbubble. Ich habe dort in einer Weise Einfluss auf Menschen (und werde von denen beeinflusst), die nicht meinem Gusto entsprechen m\u00fcssen &#8211; was \u00a0als eine gro\u00dfe Chance gesehen werden muss. Mein Handeln und Sprechen hat bei denen\u00a0eine ungleich wichtigere Bedeutung, weil hier ich hier Menschen erreiche, die nicht per se meiner Selbst entsprechen. Wenn ich auf der Erwerbst\u00e4tigkeit pl\u00f6tzlich alle Anforderungsdokumente im generischen Femininum verfasse, dann konfrontiere ich Menschen damit, die im Zweifel noch nie etwas davon geh\u00f6rt haben. Und ich diskutiere nicht mit denen, sondern ich juble es ihnen unter. Ich schaffe hier das kraftvollste Moment, das man f\u00fcr die Verbesserung der Welt \u00fcberhaupt schaffen kann: Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Wer Fragen dazu hat, kriegt sie beantwortet. Aber die meisten fragen nicht, sondern \u00fcbernehmen einfach aus Selbstverst\u00e4ndlichkeit den Sprachgebrauch**). Es entsteht eine kraftvolle Ver\u00e4nderung, die mich staunen macht.<\/p>\n<p>Nun habe ich seit den Anf\u00e4ngen meiner Erwerbst\u00e4tigkeit, in der ich als externer Berater in Konzernen herumlaufe, noch zwei neue Firmen mitgegr\u00fcndet. Die eine ist das Start-up (wink! wink! trackle.de! kauft, Leute, kauft!), das ich mit @frau_ratte am Laufen habe, die andere ist Calliope. Als ordentlicher Progressiver, wenngleich nicht geborener, sondern gelernter Linker, s. o., stelle ich mir die Frage: Was sind Deine Prinzipen wert, wenn Du pl\u00f6tzlich selbst in der Position des Arbeitgebers bist? Bist Du noch f\u00fcr den Mindestlohn, wenn sich herausstellen sollte, dass Dein Businesscase nicht mehr funktioniert, wenn Du Deine Leute bezahlen musst? Werde ich der Gier widerstehen? Die Frage, wie ich handeln werde, wenn es meiner Firma, meiner Existenz, der Existenz meiner Kinder an den Kragen geht, muss trotz der Erfahrungen aus dem Jahre 2009 (s.o.) weiter offen bleiben. Aber bis dato bin ich guter Dinge, dass ich meine Haltung werde halten k\u00f6nnen. Im Gegenteil habe ich gro\u00dfen Bock, auf wirtschaftlicher Ebene nachweisen zu k\u00f6nnen, dass man einen Laden betreiben kann, der mich, meine Familie und alle, die mit uns in dem Laden arbeiten, erf\u00fcllt, ern\u00e4hrt und vielleicht sogar ein St\u00fcckchen gl\u00fccklich macht. Das hat mit Geld zu tun, ganz klar. Das hat aber auch mit guter Zeit zu tun, die man verbringt. Das hat mit Sinnstiftung zu tun.<\/p>\n<p>Wenn ich mal auf das Thema &#8222;Verbesserung der Welt&#8220; zur\u00fcckkommen darf: Ganz viele gro\u00dfe Gr\u00fcnder*innen haben als ihre Triebfeder genau das angegeben: Verbesserung der Welt. Ich dachte immer by default, man m\u00fcsse sich parteipolitisch einsetzen, um die Welt zu verbessern, aber das Schaffen von Fakten, M\u00f6glichkeiten und schlicht Kraft, die\u00a0mit einer erfolgreichen Gr\u00fcndung eines Wirtschaftsunternehmens einhergehen, sind starke\u00a0Faktoren, die daf\u00fcr sprechen, die Welt durch Wirtschaftskraft zu verbessern.<\/p>\n<h1>Parteipolitisch<\/h1>\n<p>Aber nat\u00fcrlich muss man sich parteipolitisch engagieren und einbringen! Alle Ideen, die ich im pers\u00f6nlichen oder wirtschaftlichen Bereich entwickle, jede Ver\u00e4nderung bedarf der breiten Anerkennung und schlie\u00dflich einer\u00a0Gesetzeskraft entwickelnden Legitimierung. Und das geht nur \u00fcber die seit 1949 etablierten und bew\u00e4hrten Mechanismen. Es ist Teil meiner Verantwortung als Mensch, der eine gl\u00fcckliche Kindheit erleben durfte, die Verbesserungen, die ich f\u00fcr mich und die mir unmittelbar Verbundenen erreicht habe, allen mit weniger gl\u00fccklichen Biographien ebenfalls zu erm\u00f6glichen, und zwar einklagbar! Warum, ist das etwa Selbstlosigkeit, mein speziell edles Gem\u00fct? Keineswegs. Ein Leben f\u00fcr mich selbst und ein Leben f\u00fcr meine Kinder in einer Gesellschaft, der es leicht f\u00e4llt, freundlich, offen und belastbar zu sein, ist nur m\u00f6glich, wenn wir eine breite Zufriedenheit herstellen. Parteidemokratisch erzielte Ergebnisse sind das sicherste und belastbarste, was wir erreichen k\u00f6nnen (wohlwissend, wie fragil selbst\u00a0diese sind!). Auch\u00a0wenn Ihr nicht am Infostand stehen m\u00f6gt, um Euch f\u00fcr Peer Steinbr\u00fcck beschimpfen zu lassen, solltet Ihr dennoch die demokratischen Parteien (am besten nat\u00fcrlich die SPD!) st\u00fctzen, indem Ihr eintretet, und sei es nur, um zu signalisieren, dass es zu Despotie, Tyrannei oder Ochlokratie eine erprobte und nachgewiesenerma\u00dfen erfolgreiche Alternative gibt. Es ist sehr sehr wichtig, dass man sich \u00e4u\u00dfert, aber es ist mindestens genauso wichtig, dass man sich bekennt und einsteht. Es gibt keinen Grund, Angst zu haben, f\u00fcr Verfehlungen Sigmar Gabriels verantwortlich gemacht zu werden. Viel gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr, dass man sich unverstanden f\u00fchlt, wenn man sich nicht in einem verbindlichen Rahmen artikuliert. Viel gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr, dass man zu jemandem wird, der\/die postfaktisch mit komischen Pegida-\u00c4rschen mitrennt, wenn man sich seines politischen Fundaments unsicher ist. Parteipolitisches Engagement ist t\u00e4gliche Auseinandersetzung und t\u00e4gliche \u00dcberpr\u00fcfung der eigenen Haltung, was zumindest mich erstens ziemlich informiert h\u00e4lt und mir zweitens f\u00fcr die beiden oben genannten Bereiche eine Menge Widerstandsf\u00e4higkeit verleiht.<\/p>\n<p>Die Welt ist ver\u00e4nderbar. Lasst uns die \u00c4rmel aufkrempeln und auf allen Ebenen mit beiden H\u00e4nden tief hineingreifen ins Leben, es ist so wunderbar, wenn man etwas Freundlichkeit, etwas Witz und eine ambitionierte Mission zusammen nimmt. Es gibt nur dann etwas zu verlieren, wenn wir nichts tun, hingegen gibt es nur etwas zu gewinnen, wenn wir auch nur den kleinsten Finger r\u00fchren. In der Bio von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/horax\">@horax<\/a> steht, was geht, in meiner, f\u00fcr wen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>*) Ich nehme das mal als Generaldingsi f\u00fcr Sprechen, Bloggen, Twittern, mich \u00e4u\u00dfern, kapierse, ne?<\/p>\n<p>**) Jemand auf Arbeit\u00a0hat mal gefragt, was denn mit den m\u00e4nnlichen Zustellern sei, wenn wir immer von Zustellerinnen spr\u00e4chen. Es war mir ein besonderer Genuss, den Satz &#8222;M\u00e4nnliche Kolleginnen sind selbstverst\u00e4ndlich immer mitgemeint.&#8220; fallen zu lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der sch\u00f6nsten und f\u00fcr mich motivierendsten Twitter-Bios hat der h\u00f6chstanst\u00e4ndige und beste @horax\u00a0geschrieben: &#8222;das leben ist kurz | die welt ist ver\u00e4nderbar!&#8220; Was f\u00fcr ein Satz! 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