Wirkungen

1

Heute vor 11 Jahre wurde Anna Stepanowna Politkowskaja ermordet. Und was ist geblieben? Dass ich unseren Hund Polly so halb im Gedenken an sie „die #Pollykowskaja“ nenne. Naja. Ob das die Wirkung ist, die Anna Stepanowna Politkowskaja erzielen wollte?

2

Vor ein paar Tagen ist der Große Sohn 10 Jahre alt geworden, heute haben wir eine der in Frage kommenden weiterführenden Schulen besucht, weil dort Tag der offenen Tür war. Wie beurteilt man denn eigentlich eine weiterführende Schule? Die sehen doch irgendwie alle gleich aus, oder? Und die sehen so aus wie 1994, als ich Abitur gemacht habe. Da hing heute ein Schild im Pausenhof: „Programmiere Dein eigenes Rennspiel!“ und ich dachte daran, wie der Große Sohn damals im Coder Dojo genau das mit Scratch gemacht hat. Also sind wir mal zu Raum soundso gegangen. Kommen wir da rein, ist Calliope schon da! Das war eine freudige Überraschung, zumal dort gerade jemand von der Schule Calliope rundum erklärt und positiv angepriesen hat. Was für ein schönes Gefühl, an der Entwicklung mitgewirkt zu haben, über das mir unbekannte Menschen so enthusiastisch referieren! Das Ernst Moritz Arndt Gymnasium kommt also schon mal in die engere Auswahl, hehehe… <3

3

Im Jahr 2010 hat Stéphane Hessel seinen Essay „Empört Euch!“ (frz. Originaltitel „Indignez-vous!“) veröffentlicht. Ich habe den Text dann irgendwann im Zug gelesen und laut „Ja!“ durchs Abteil gerufen. Nach der verlorenen Bundestagswahl 2017 empöre ich mich nicht mehr. Nicht, weil es nichts zum  darüber empören mehr gäbe, im Gegenteil!, aber ich kann im Moment einfach nicht mehr. Und ich habe das Gefühl, dass die Schraube zu hohl dreht und ich etwas anderes finden muss, um Wirkung zu erzielen, einen Tempowechsel vielleicht. Manchmal denke ich, dass so viele die SPD shice finden, weil sie solche wie mich shice finden. Die shice schreiben statt scheiße. Immerhin hat mein Lieblings-SPD-Beueler und -MdB Uli Kelber es wieder in den Bundestag geschafft. Und schon kommen aus allen Ecken und Enden gut gemeinte Tipps von Nicht-Sozis, was wir Sozis alles anders machen müssen. Alle Strukturen rasieren zum Beispiel. Das nun wieder ist glaube ich das einzige, was wir nicht tun müssen, wenn ich mir die Geschichte der strukturschwachen Piraten so angucke. Was ich ja gut finde, weil wir damit gute Erfahrungen gemacht haben: SPD++. Konkrete Anträge formulieren und beschließen lassen, von genau den Strukturen, die solchen Beschlüssen Wumms verleihen. Wie damals, als wir auf diese Art und Weise beinahe die VDS beim Parteikonvent gekippt hätten. Irgendwie will ich zurück nach Westerland*). Aber die Zeit ist knapp. Immerhin, vor ein paar Tagen ist der wahrscheinlich dienstälteste Kassierer der SPD bundesweit bei Facebook erschienen und ich freue mich außerordentlich darüber!

*) ins aktive Parteileben der fabelhaften SPD Beuel.

4

In unserem kleinen feministischen Start-up trackle steht das Zertifizierungsaudit nach ISO 13485 unmittelbar bevor. Seit Februar haben die Kolleginnen und ich ziemlich viel daran gearbeitet, dass wir uns danach zertifizierte Medizinprodukteherstellerin nennen dürfen. Wenn wir das geschafft haben werden – bald! – dann muss ich glaube ich mal zehn Minuten auf einer Treppe sitzen und etwas weinen.
Gerade habe ich mit unserem Anwalt die AGBs für unseren Shop abgestimmt. Weil ich selber nur wenig Ahnung von sowas habe, hatte ich ihm einen Text aus so einem Internet-AGB-Generator mit meinen persönlichen Anpassungen als Vorlage geschickt. Die erste Anmerkung von unserem wirklich tollen Anwalt zu „im folgenden Anbieter genannt“ war „oder lieber Anbieterin?“. Generisches Femininum wirkt, echt! Ich habe das am eigenen Leib erfahren, als ich unsere Satzungstexte angepasst habe und seitdem dort wie selbstverständlich die Rede von „Investorinnen“ ist. Sprache wirkt.

5

Ich höre gerade Helge Schneider und bin inspiriert. Wie immer. Was für ein Mann, was für ein Geist!

6

Es war immer leichter mit den wirkungsvollen Gedanken, als ich leichter war im Kopf – getriebener bin ich geworden, schwieriger ist es geworden, weil ich so viele Dinge**) tun muss, die ich nicht einfach so kann, sondern mir beim Tun aneignen muss. Ich hoffe, die Kinder merken nichts und lachen immer noch über meine Witze. Und ich hoffe, dass ich bald wieder leichter werde im Kopf. Aber durch das weniger leicht sein im Kopf, so hoffe ich des weiteren, entfalten meine Taten vielleicht eine andere Wirkung – nicht so piratig (#scnr).

**) Zertifizierung nach ISO 13485 zum Beispiel, ächtz!

7

Zehn Jahre ist der Große Sohn nun alt, der Kleine Sohn sieben. Was für tolle Menschen sie sind! Jeden Tag bin ich stolz auf diese beiden. Hab ich das eigentlich je verbloggt, dass meine Kinder das einzige sind, wo ich das Wort „stolz“ verwenden mag? Weil es erstens unmittelbar etwas mit mir und meinem Handeln zu tun hat und weil es zweitens ein Bereich ist, wo „stolz sein“ mattert, weil es meinen Kindern hilft, wenn ich stolz auf sie bin? Glaube ich jedenfalls. Ich möchte sie jeden Tag bewundern***). Sie stellen jetzt so Fragen wie „Wie sieht es in Syrien aus?“ und „Wie sah es in Syrien vor dem Krieg aus?“ Sie fragen sich, warum jeder Mensch sterben muss. Wenn der Kleine Sohn mit „Papa, weißt Du was?“ eröffnet, dann sage ich oft: „Ja klar, eigentlich fast alles.“ Und dann sagt s: „Du weißt überhaupt nicht alles!“ und ich sage: „Ja klar doch, frag mich was!“ und s stellt dann so Fragen wie die da oben. Und ich sage dann: „Das weiß ich tatsächlich nicht.“ Ich weiß auch nicht, ob das so gut ist, wie ich das mache, aber ich bemühe mich, die Kinder im rechten Moment anzulügen, ihnen im rechten Moment die Wahrheit zu sagen und im rechten Moment einfach ratlos zu sein.

***) Außer jetzt bei: „Putz dir die Zähne!“; „Du musst eine Jacke anziehen, es regnet!“; „Probier wenigstens bevor du BÄH! schreist!“; „Jeder Mensch muss duschen!“; „JEDER SHICE MENSCH MUSS SICH MORGENS UND ABENDS DIE ZÄHNE PUTZEN UND WIR KÖNNTEN HIER LÄNGST FERTIG SEIN, WENN DU EINFACH DEINE SHICE ZAHNBÜRSTE NÄHMEST UND DIR DIE ZÄHNE PUTZTEST!“

8

Dieser ganze Post ist nichts als reines Fishing for Compliments, was einigermaßen uncool ist. Naja. Aber die meisten Sachen muss ich glaube ich so machen. Sekt?

Entscheidend ist auf’m Platz

Von Christallkeks – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0

Machen wir uns nichts vor, die Faschos von der AfD werden am Sonntag in den Bundestag einziehen – und dort werden sie dann herumstänkern und versuchen, Unglaubliches und Monstrositäten zur Normalität werden zu lassen. Und wer wird sich denen im Parlament entgegenstellen?

Angela Merkel? Die sich nicht mal in ein zweites TV-Duell traut? Die Hoschis von CDU/CSU, die schon im Vorfeld weite Teile der Sprache jener Faschos zu übernehmen? Die auf europäischer Ebene überhaupt kein Problem darin sehen, mit Victor Orban und anderen rechten Säcken gemütlich in einer Fraktion zu sitzen? Die nach der Wahl von Donald Trump erstmal abwarten. Und bis heute erstmal abwarten.

Die FPD, denen eh alles egal ist, Hauptsache ihre zahlungskräftige Klientel wird in Ruhe gelassen? Die auch vorsorglich schon mal von ihrer Schaufensterpuppe so einen Unsinn vormodeln lassen wie „es gibt kein Recht, sich seinen Standort auf der Welt selbst auszusuchen“?

Die Linke, die sich lieber an der SPD abarbeitet, weil ihnen der Nagellack von Martin Schulz nicht gefällt? Die sich in theoretischer Superschlauness üben, aber in ihrem ganzen Leben noch nichts zählbares umgesetzt haben?

Es waren Sozis, die 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt haben, es sind Sozis, die auch heute von Anfang an unmissverständlich gegen rechte und nationalistische Tendenzen eintreten. Das Video, in dem Martin Schulz zeigt, wie man mit rechten Hetzern umgehen muss, habt Ihr ja sicher alle zur Genüge gesehen, hier ist es trotzdem noch einmal:

Ich möchte einen Kanzler mit Haltung, der bereit ist zu handeln. Entscheidend ist auf’m Platz – also im Bundestag. Und erstens hat die SPD in der zurückliegenden Legislatur schon geliefert wie keine andere Partei, hat zweitens den Laden durch besonnenes Handeln zusammengehalten und wird drittens die einzige sein, die weiß, wie mit den Faschos umzugehen sein wird. Ich möchte, dass Sozis mit genug Stimmen im Parlament vertreten sind, dass sie sich nicht in Lebensgefahr begeben müssen, wenn sie gegen ein Ermächtigungsgesetz stimmen, sondern einfach die Mehrheit bilden und solchen Ansinnen eine klare Abfuhr erteilen.

Alarmistisch? Finde ich nicht. Jetzt geht’s noch, dass wir das mit den verfassungsmäßig vorgesehenen Instrumenten hinkriegen. Jetzt. Ab Sonntag geht’s los, diese stärker verteidigen zu müssen denn je seit 1945.

Über die gute alte Zeit abgeschweift

Sitze in der Küche, lasse „Nirvana – MTV Unplugged In New York“ laufen und meine Gedanken laufen mit. 1994 erschien das Album, in dem Jahr hab ich Abitur gemacht. Als Kind hab ich immer gedacht, dass alles aus der Zeit meiner Eltern und Großeltern in schwarzweiß stattgefunden haben muss, weil es nur Filme und Fotos in schwarzweiß gab. Wahrscheinlich denken meine Kinder, dass zu meiner Zeit alles in diesen übersteuerten Farben von VHS-Videocassetten stattgefunden hat.

„Was treibt Dich an?“ sollte ich vor ein paar Tagen beantworten für ein Video, das die gute Sarah vom Digitalhub Bonn gedreht hat. Ich weiß nicht mehr, was ich da gesagt habe, aber wie ich vorhin mit der Pollykowskaja über den Radweg gehe, denke ich: Ein guter Mensch sein zu wollen, das treibt mich an.

1994, Abitur gemacht, das bedeutet, dass wir in Deutsch in der Schule also noch vor 1994 „Der gute Mensch von Sezuan“ gelesen haben müssen. Ein Stück, das mich zumindest meiner Erinnerung nach nicht überzeugt. Kann natürlich sein, dass ich das alles immer falsch gelesen und falsch interpretiert habe, HEY!, ich war, als wir das gelesen haben, ein Teenager, also nur teilweise bei Sinnen (zumindest meiner Erinnerung nach – vielleicht trügt sie mich und ich war ein reflektierter und besonnener Junge? Mal meine Mutter fragen, bei Gelegenheit…). Seit wir „Der gute Mensch von Sezuan“ gelesen und sogar einmal in einer Aufführung in irgendeinem Theater (ich glaube Bochum?!) gesehen haben, bin ich mit dem Stück nicht einverstanden, denn Shen-Te scheitert (immer musste in allem, was wir in Deutsch gelesen haben, am Ende jemand mit was auch immer er/sie vorhatte, scheitern. Und „letztlich daran zerbrechen“, oh Mann!) in ihrem Versuch, ein guter Mensch sein zu wollen. Sie wird durch die Realität und die Menschen um sie herum korrumpiert und kann ihr Gutsein nicht aufrecht erhalten (Stimmt das überhaupt? Ich schreib hier mal voll aus meinem Gedächtnis, vielleicht stimmt das alles gar nicht?) Und wie ich gerade mit der Pollykowskaja über den Radweg gegangen bin, denke ich: Was für ein Quatsch, Shen-Te scheitern zu lassen. Ihr nicht die Fähigkeit verliehen zu haben, die Menschen in ihrem Menschsein erkennen zu lassen und ihr keine Mechanismen gegeben zu haben, sich darauf einstellen zu können. Das ist doch holzschnittartiger Quatsch, nur damit sie am Ende scheitert und letztlich daran zerbricht (zerbricht sie überhaupt am Ende? Keine Ahnung, ich lese den Wikipedia-Artikel vielleicht später nochmal nach).

Jedenfalls denke ich: Ich will weiter ein guter Mensch sein, das treibt mich an. Und manchmal sind meine Kinder so fröhlich und lustig und mir so lieb, dass ich, wenn ich mir zugestehen kann, dass sie vielleicht etwas von mir mitbekommen haben, annehmen kann, an einzelnen Stellen etwas richtig gemacht zu haben und deswegen zumindest ein teilweise guter Mensch zu sein (ächtz, was für ein Satz!), dann macht mich das tiefglücklich. Und dann fühle ich mich so stark, dass ich glaube, dass ich an Shen-Tes Stelle nicht scheitern und am Ende daran zerbrechen müsste.

Und so jammert Kurt Cobain nun gerade weiter und macht mich etwas melancholisch. Das ist ein schönes Gefühl. So ein wohliges die gute alte Zeit Gefühl. Und schon gerate ich in Harnisch! Die gute alte Zeit! Früher war alles besser, Wählscheibentelefone und Mixed-Cassetten, was für eine Shice! „Damals wusste man sich noch zu verabreden, da hatten wir keine Handys“, so eine Shice, Mann! Ich hab ständig nachmittags um 15:00 Uhr in Borken auf dem Marktplatz gestanden, gebacken in der Sonne und mein Freund, mit dem ich verabredet war, kam nicht, weil der verkackte Bus von Raesfeld nach Borken ausgefallen war. Ich wusste nicht: Kommt der nicht, weil der vielleicht doch keinen Bock hatte, zusammen mit mir die CDs bei Musik Senft durchzublättern oder weil was passiert ist? Muss ich mich über ihn ärgern oder muss ich ihm eher noch den Rücken stärken, weil ihm vom löchrigen ÖPNV im Westmünsterland übel mitgespielt wurde? Das war kacke und bestimmt keine gute alte Zeit. Heute sage ich Spotify: Spiel Nirvana unplugged, spielt Spotify das. Ich muss nicht erst die Cassette zurückspulen UND DAS WAR KEINE ZEIT IN DER ICH ZU MIR SELBST GEFUNDEN HABE, das Zurückspulen war nichts als VERTANE ZEIT, FUCK!

Es gibt ja ein Kinderbuch von Paul Maar, „Die Opodeldoks“, das eigentlich gar nicht weiter der Rede wert wäre, wenn da nicht der Opadeldok wäre, der immer „Früher war alles schlechter!“ sagt. Als Kind war mir klar, dass das nur eine sprachliche Spielerei sein konnte, eben eine einfache Umkehrung des allgegenwärtigen „Früher war alles besser“. Erst in letzter Zeit, und ich bin ja nun weit über vierzig, ist mir aufgefallen, was für ein saucooler Hippie so ein Opa wäre, der ernsthaft „Früher war alles schlechter!“ zu seinem Mantra gemacht hat. Was für ein starker Charakter das wohl wäre.

Da fallen mir auch gerade die Vorwürfe ein, die uns als aktueller Elterngeneration gerade gemacht werden: Wir fahren unsere Kinder überall mit dem Auto hin, wir lassen sie an Zockgeräten zocken und Smartphones bereits im Alter von zwei Jahren benutzen, wir singen sie in den Schlaf, während wir gleichzeitig Twitter lesen. Mache ich übrigens tatsächlich. Ihr glaubt gar nicht, wie gut man ein Lied kennen muss, um es fehlerfrei singen zu können, während man andere Texte konsumiert, das kann ich nur mit „Heja BVB“, „Annes Schlaflied“ und „Der Mond ist aufgegangen“. Das alles machen wir™mit unseren Kindern. Als ich anfing, in Bonn zu studieren, das muss so 1995 oder 1996 gewesen sein, hingen hier überall Plakate in der Stadt, auf denen stand: „Mehr Zeit für Kinder!“. Heute müssen wir uns permanent den Vorwurf gefallen lassen, wir seien Helikoptereltern. Unsere Kinder hätten nicht mehr den Aktionsradius von 95km, wie Kinder ihn noch um 1899 herum hatten. Wir müssen uns gefallen lassen, dass wir unsere Kinder nicht einfach von Autos überfahren lassen. Wir müssen uns gefallen lassen, dass unsere Kinder mit Sachen spielen, die entstehen konnten, weil unsere Eltern nicht alle drei Jahre die Welt in Schutt und Asche gebombt haben, sondern eine ununterbrochene Entwicklung über 70 Jahre ermöglicht haben, wirtschaftlich wie sozial wie technologisch. Meine Söhne müssen nicht mit Patronenhülsen in Kratern spielen, wir können ihnen Zelda kaufen. Das finde ich gut.

Und doch: Meine Gefühle sind echt, wenn ich Nirvana unplugged höre. Es macht ein gutes Gefühl, weil die Erinnerung daran, wie ich mich gefühlt habe, als ich Nirvana unplugged zum ersten Mal gehört habe, sehr präsent ist. Es fühlte sich damals gut an, es fühlt sich heute gut an. Enno Park hat neulich auch was dazu gebloggt: Wie die alten Idole so langsam wegbrechen, weil man einsehen muss, dass früher irgendwie doch alles schlechter war. Aber unsere Gefühle waren echt. Meine Gefühle sind echt, wenn ich das Stroh und den Sommer auf dem Hof meiner Eltern rieche – und schlagartig wird mir klar: Es waren nicht das Stroh, nicht die Sonne, das Wetter oder das Gras unter meinen Füßen, es waren nicht die Dieselabgase des Treckers meines Vaters oder das Geräusch der Mähdrescher oder Maishäcksler. Es waren meine Eltern, diese guten Menschen, die mich bestaunt haben.

Wie viele Geschichten muss man lesen, wo im vermeintlichen Idyll bukolischer Sommer die verstümmelten Seelen misshandelter Kinder große Schriftsteller hervorgebracht haben! Ich habe zwischendurch immer mal wieder überlegt, ob ich meinen Eltern den Vorwurf machen könne, wegen meiner fabelhaften Kindheit nie das Rüstzeug zu einem ernsten Schriftsteller erhalten zu haben. Was natürlich Quatsch ist. Wegen meiner fabelhaften Kindheit habe ich Fähigkeiten, die viel besser sind, zum Beispiel einen nahezu unzerstörbaren Willen, ein guter Mensch sein zu wollen. Einen an Stumpfsinn und Blödheit grenzenden Optimismus, einen Emotionshaushalt, der so viele Überschüsse produziert, dass ich reichlich davon abgeben kann, sogar dann, wenn das Geld knapp wird. Meine Eltern haben einen aus mir gemacht, der glaubt, es besser als Shen-Te zu können.

Klingt jetzt nicht gerade bescheiden. Mist. Aber vielleicht bin ich ja einer der Hoschis, die dem einen oder der anderen von Euch was abgeben können? Was ich übrig habe, das könnt Ihr haben! Wäre doch schade, wenn ich diese zwanzig Meter langen Arme nur um mich selbst schlänge! (Wo sind Deine Selbstzweifel?) Heute habe ich von einer Studie gehört, dass Teilen glücklich macht. Ich glaube, das stimmt. Und wenn vielleicht in dreißig Jahren eines meiner Kinder sowas ähnliches bloggt, dann führe ich einen Besenrührtanz um meinen Rollator auf.

Ziele und Zielgruppen bitte nicht vermischen

Gestern und heute geht dieser Tweet hier durch meine TL:

Ich habe mich bisher eher zurückgehalten, was schlaue Analysen zu den G20-Krawallen angeht, weil ich davon wahrscheinlich zu wenig Ahnung habe. Was mir aber heute, nach einem kurzen Tweetwechsel mit @jselzer, durch den Kopf ging ist dieses: Die Kriminalität, die von rechtsgerichteten Straftäter*innen ausgeht lässt sich nicht 1:1 mit der Kriminalität vergleichen, die von einem schwarzen Block und Konsorten ausgeht. Zum einen sind die Motive der Täter*innen extrem unterschiedlich und vor allem die Ziele ihrer Angriffe. Und daraus resultieren auch die extrem unterschiedlichen Reaktionen darauf.

Nach allem, was mir so weit bekannt ist, richten sich die nennen wir sie mal sogenannten linken Krawallos gegen eine wenig definierte Melange aus „System“, „Symbolen“ und „Establishment“. Damit fallen ziemlich viele Menschen potenziell ins Visier, was eine ungleich größere Verunsicherung in breiteren Teilen der Bevölkerung nach sich zieht. Gleichzeitig liegt es meiner Wahrnehmung nach diesen linken Krawallos eher fern, Menschen zu töten, auch wenn z. T. schwere Verletzungen billigend in Kauf genommen werden.

Wenn man sich nun rechte Anschläge ansieht, dann richten die sich gegen eine sehr viel spezifischere Gruppe von Menschen, zu denen der Großteil der Bevölkerung sich nicht rechnet: Asylbewerber*innen, Flüchtlinge, hier und da vllt. Politiker*innen von SPD/Grünen/Die Linke. Gleichwohl scheint mir hier eine Tötungsabsicht in vielen Fällen durchaus gegeben.

Die Intention rechter Gewalttäter*innen ist imho sehr viel radikaler und gefährlicher, sie wird aber als weniger bedrohlich empfunden, weil sie sich gegen eine vergleichsweise kleine Gruppe von Menschen richtet, die zudem kein Sprachrohr im allgemeinen Diskurs hat.

Davon aber ganz abgesehen fühlt es sich schmutzig an, Sätze von Jens Spahn zu verbreiten, ich möchte dafür bereits jetzt schon mal um Entschuldigung bitten. Ich äußere mich dazu aber ausnahmsweise trotzdem, denn dieses Zitat ist ein Beleg für die Denke jenes Herrn: Der nimmt Neonazis mit so einem Satz ja fast schon in Schutz – denn im Umkehrschluss heißt das ja, dass Neonazis in der Wahrnehmung von Jens Spahn anscheinend ganz ordentlich randalieren, oawah!?

Schlagzeugnotiz

Wie ich neulich mit der #Pollykowskaja über den Rheindeich gehe und dabei die Schnauze voll habe von der Jammerplaylist und deswegen Primus – Frizzle Fry mal wieder einlege, fällt mir auf, dass ich Tim „Herb“ Alexander für einen der besten Drummer halten muss. Und natürlich John Bonham, klaro. Die Drahtseiligkeit meiner Nerven pflege ich ja dadurch zu belegen, dass ich „Stairway to Heaven“ ausmachen kann, obwohl Mr. Bonham gerade auf seine knusprige Snare gewechselt ist. Das schafft nicht jede*r.

Aber zurück zu Mr. Alexander: Wie präzise, powervoll und verspielt! Daneben kommt mir alles andere entweder plump und lahm oder verhampelt und zisselig vor. Immer wenn ich denke, dass einem Song bei einem Livekonzert etwas fehlt, so ist mir bei meinem Gang mit der #Pollykowskaja aufgefallen, dann diese Tightness, Geschwindigkeit und Kreativität. Ganz geil. Aber wahrscheinlich nur für mich selbst interessant, ist ja aber auch mein Blog hier.

Im richtigen Moment voll konzentriert

Jetzt hat @martinschulz mal schnell reagiert und erwirkt, dass diese Woche noch über die Ehe für alle abgestimmt werden soll und aus allen Rohren röhrt es wieder: „Wer hat uns verraten?“ und „Hättet Ihr doch längst machen müssen!“ oder „Verlogenes Wahlkampfgeheul!“

#seufz

Die Sozis sind eine Koalition mit der CDU eingegangen, damals, 2013, ich war dabei. Es war klar, dass es viele fette und unappetitliche Kröten zu schlucken geben würde, weil die Union damals halt ein dicke Mehrheit bei den Wahlen erzielt hat. Dennoch glaube ich, dass es besser war, sich an dieser Regierung zu beteiligen, denn einige wirklich hervorragende Sachen haben die SPD-Minister*innen geliefert, den Mindestlohn vorneweg. PKW-Maut mussten wir fressen. Und die Abstimmungen über die Ehe für alle mussten wir fressen. „Aber es gab doch immer eine Mehrheit dafür!“ – aber zum Preis eines massiven Koalitionskrachs, der mitten in so einer Legislatur nun nicht nur unschön, sondern erheblich schädlich für die Stabilität einer Demokratie ist. Wer möchte bitte ernsthaft italienische Verhältnisse? Ich finde im Gegenteil, dass die SPD sich in diesen Situationen sogar äußerst verantwortungsvoll verhalten hat, indem sie sich wissentlich dem Gespött, der Häme und der Wut ausgesetzt hat. Regierungsarbeit, zumal mit denen von der Union, ist nun mal nicht gerade einfach.

Heute, in der letzten Sitzungswoche der ablaufenden Legislatur, ist die Situation eine andere – die Regierungskoalition Merkel III ist gelaufen. Die Chance, die Ehe für alle doch noch auf die Straße zu bringen ist da und Martin Schulz und die SPD haben sie ergriffen, im genau richtigen Moment. So setzt man Forderungen um, im richtigen Moment und nicht auf Teufel komm raus mit dem Kopf durch die Wand.

Wenig erstaunlich, dass ausgerechnet ehemalige Pirat*innen, statt sich über diesen Sieg eines breiten gesellschaftlichen Konsenses zu freuen, lieber weiter in SPD-Schelte ergehen, schon eher erstaunlich diesmal mit dem Argument, die SPD habe zu wenig Machtwillen (wo uns ja eingangs der großen Koalition Machtgeilheit unterstellt wurde). Wohin ein „ich, alles, sofort“ im politischen Umfeld führt, haben die Piraten ja eindrucksvoll demonstriert.

Das ist ein guter Tag heute für alle, die lange für die Ehe für alle gekämpft haben und es ist gut, dass wir mit der SPD jemanden an der richtigen Stelle haben, das im richtigen Moment auf die Straße zu bringen.

Und wenn ihr bis September vielleicht weniger aus Gewohnheit auf der SPD herumhackt*) und stattdessen die wahren Blockierer*innen aus der Union als solche benennt, und wenn ihr im September weniger CDU und dafür mehr SPD wählt, dann müssen wir vielleicht nicht immer bis zur letzten Sitzungswoche warten.

*) NetzDG, VDS und Staatstrojaner, da habt Ihr recht (zumindest weitgehend). Aber auch da wird es leichter, die Position der Betonköpfe in der SPD zu überstimmen, wenn weniger Union ist.

Blogparade „Wir stehen zusammen – #WithRefugees“

Der fabelhafte Peter Ruhenstroth-Bauer hat in seiner Funktion als Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe zu einer kleinen Blogparade aufgerufen – und weil ich zum einen Peter toll finde und weil zweitens die deutsche Blogosphäre imho mal ein deutliches Zeichen setzen sollte, wer hier eigentlich die Mehrheitsmeinung vertritt, beteilige ich mich sehr gern daran.

Hier die Fragen und meine Antworten darauf:

Wie hat sich die Willkommenskultur in Deutschland deiner Meinung nach verändert?

Als im Sommer und Herbst 2015 u. a. wegen des Krieges in Syrien sehr viele Geflüchtete nach Europa und vor allem auch nach Deutschland kamen, war ich richtig ergriffen ob der Hilfsbereitschaft, die unzählige Freiwillige und Ehrenamtliche an den Tag gelegt haben. Die „Trains of Hope“ liefen in vielen deutschen Großstädten ein und tausende Geflüchtete wurden dort mit offenen Armen, Spenden und direkter Hilfe begrüßt. Angela Merkel hat mit ihrem Satz „Wir schaffen das“ ein sehr wichtiges Zeichen gesetzt, nämlich dass wir nicht nur verpflichtet sind, Menschen in Not zu helfen, sondern dass wir auch das Selbstvertrauen haben sollten, dass wir das auch können. Tausende Freiwillige haben das eindrucksvoll bestätigt. Heute, zwei Jahre später, ist zumindest in den Medien der Ton ein anderer. Konservative erzählen uns was über „sichere Herkunftsländer“, in die Geflüchtete abgeschoben werden sollen, auch wenn dort Menschen nach wie vor Terror, Krieg und Gewalt ausgesetzt sind.

Dabei habe ich das starke Gefühl, dass bei denen, die bis heute freiwillig helfen, sich an der ursprünglichen Haltung eigentlich gar nichts geändert hat. Ich glaube, dass die, die 2015 nachts zu den Bahnhöfen geströmt sind, das heute wieder tun würden. Ich glaube, dass die, die bis heute täglich freiwillig und ehrenamtlich Hilfe leisten, immer noch genauso zahlreich sind – aber nicht so laut. Warum auch, wenn ich täglich wie selbstverständlich meine gute Arbeit abliefere, dann ist das eigentlich keinen schreienden Medienbericht wert. Wäre es aber eigentlich doch.

Was Angela Merkel bei ihrem eigentlich guten Satz „Wir schaffen das“ vergessen hat: einen Halbsatz, der mit „indem wir“ anfängt. Einer entschlosseneren Kanzlerin wäre so ein Halbsatz leicht gefallen.

Was können du und andere Blogger unternehmen, um die öffentliche Meinung gegenüber Flüchtlingen positiv zu beeinflussen?

Wir sollten dem, was vielen selbstverständlich erscheint, mehr Raum geben – im Internet, in den klassischen Medien, in den Schulen, im Bus morgens, in den Büros und in den Kneipen. Wir sollten nicht von Flüchtlingswellen sprechen, sondern uns Mühe geben, die persönlichen Schicksale zu erkennen und von diesen zu erzählen. Wir sollten uns Mühe geben, das Framing zu verändern, in dem über Geflüchtete gesprochen wird. Wir sollten uns klar machen, dass Flüchtlingshilfe ein wesentlicher Faktor gegen Radikalisierung ist – und genau das sollte in allen o. g. Kanälen von den Blogs über die Schulen bis in die Kneipen ein allgemeiner Tenor werden. Blogger*innen spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle, prägen sie doch maßgeblich Diskurse, die online geführt werden, indem auf ihre Artikel in Diskussionen in den verschiedenen Timelines einfach verlinkt werden kann.

Hast du eine Idee, was Menschen, die sich (online) für Flüchtlinge engagieren möchten, noch tun können?

Tut Euch zusammen. Bei Facebook gibt es die fabelhafte Idee #ichbinhier – dort tun sich Menschen zusammen, die in Online-Diskussionen Widerstand leisten gegen Hetze und an den Haaren herbeigezogenen Kommentaren. Dort findet man konkrete Hilfe, wie man sich dem Hass entgegenstellt.

Und das ist symptomatisch dafür, was man tun kann: Sich gegenseitig stärken, sich virtuell unterhaken, der Sprache der Hetze eine andere Sprache entgegensetzen, die „Frames“ zu verschieben. Durch die Verwendung von Namen statt von Zahlen – und vor allem durch das klare Bekenntnis: Ich stehe hier und bei mir treffen Geflüchtete und deren Helfer*innen auf ein offenes Ohr.

Hattest du schon persönliche Begegnungen mit Flüchtlingen? Erzähle uns doch von Deiner Begegnung.

Meine Kinder berichten, dass in ihren Klassen auch geflüchtete Kinder auftauchen und dass diese Kinder es nicht leicht haben. Dass sie manchmal aggressiv sind – und sogar mein sechsjähriger Sohn versteht, dass solche Aggressionen Gründe haben müssen.

Wir haben, unsere Kinder, @frau_ratte und ich, einer Geflüchtetenunterkunft in Bonn mal 200kg Spielsand im Baumarkt gekauft. Die Kinder haben ihr abgelegtes Sandspielzeug dazugelegt. Als wir später am Abend ein Foto in der TL sehen konnten, auf dem die Kinder der Geflüchteten mit unseren Sandautos und Schippen gespielt haben, hat das glaube ich in meinen Kindern etwas sehr schönes ausgelöst. Das Gefühl, geholfen zu haben, ist etwas sehr schönes und eindrucksvolles, das sollten wir viel mehr kultivieren.

So, und wenn Du selbst vielleicht auch noch eine Kleinigkeit tun möchtest, dann

a) schreib auch einfach eine Blogpost und
b) unterzeichne wenigstens die Petition der UNO Flüchtlingshilfe.

Kinder in die Natur jagen

Ich bin ja Fan von Pokémon Go, weil ich damit die Kinder immer wieder rausgescheucht kriege und weil es schön ist, ihnen dabei zuzusehen, wie sie immer noch Spaß daran haben.

Neulich wollte ich mit den Kindern zu meiner Mutter aufs Land (nach #Rhade) fahren, viel Natur wenig Spielekonsole (nur der öde Fernseher und DVDs, was das elektronische Unterhaltungsprogramm angeht) – sie wollten nicht mit oder zumindest ihre Wii-U mitnehmen.

Ich habe ihnen mein altes Taschenmesser gegeben und ihnen gesagt: „In Rhade könnt Ihr Zelda in Echt nachspielen. Schneidet Euch ein paar Zweige und Stecken aus dem Gebüsch und erkundet die Wildnis am Bach!“ – Erstaunlicherweise hat das ohne Umschweife sofort gewirkt. In Rhade angekommen, sind sie wirklich gleich mit dem Taschenmesser verschwunden.

Und hier ist der Grund für diesen Blogpost: Mit Calliope bin ich gerade dabei eine Art Selfmade-Pokémon Go basierend auf Zelda für Rhade zu schnitzen, und das soll so gehen:

  • wir nehmen eine Calliope als Shiekah-Stein, die die Kinder in der Hand halten
  • wir nehmen mehrere andere Calliopes als verschiedene Charaktere aus Zelda und verteilen sie in der Botanik im Rhade, zum Beispiel einen Bogblin oder einen Schrein oder sonstwas (hier ist dann die Expertise der Kinder nochmal gefragt).
  • Die Charakter-Calliopes werden mit einer für jeden Charakter individuellen Konfiguration bestückt, bestehend aus
    • Name (String)
    • Gesinnung („b“ für „böse“ oder alles andere für „nicht böse“)
    • Interaktionspunkte 1 (zufälliger Wert zwischen 0 und 99)
    • Interaktionspunkte 2 (zufälliger Wert zwischen 0 und 99)
    • Interaktionspunkte 3 (zufälliger Wert zwischen 0 und 99)
    • Text
  • Die Charakter Calliopes senden ihre Konfoguration permanent via Bluetooth in die Welt.
  • Wenn die Kinder mit der Shiekah-Calliope in die Reichweite einer Charakter-Calliope kommen, empfängt die Shiekah die Konfiguration und reagiert darauf.
    • Es wird immer der Name auf der Shiekah angezeigt
    • Es wird angezeigt, ob die Charakter-Calliope böse oder nicht böse ist
      • wenn sie böse ist, müssen die Kinder die Shiekah schütteln und damit einen Wert erschütteln, der höher ist als die Interaktionspunkte 1 der bösen Calliope. Das ganze drei mal. Die Auswertung soll „Best-of-Three“ erfolgen, aber da bin ich noch nicht…
      • wenn die Charakter-Calliope nicht böse ist, kann sie ihre Interaktionspunkte an die Shiekah-Calliope übertragen, so dass die Kinder mit der Shiekah dardurch stärker werden (aber da bin ich auch noch nicht).
    • Ziel ist, dass wir schnell und ohne große Aufwände viele Charakter-Calliopes programmieren können (z. B. auch interessant für Schulklassen, die gerade einen unserer Klassensätze erhalten haben).
    • Diese zahlreichen Charakter-Calliopes kann man an lauen Sommertagen in Parks, in der Wildnis oder in der Stadt verstecken und die Kinder dann mit der Shiekah-Calliope ins Abenteuer schicken.

Ich habe heute Abend mal damit angefangen, wie so ein Bogblin wohl aussehen könnte und eine erste rudimentäre Shiekah programmiert, hier ist der Zwischenstand meiner Codes:

Shiekah-Code:

let text = ""
let bw03 = 0
let bw02 = 0
let bw01 = 0
let parserCount = 0
let gesFound = ""
let nameFound = ""
let length = 0
radio.onDataPacketReceived(({receivedString}) => {
 music.playTone(Note.C, music.beat(BeatFraction.Whole))
 length = receivedString.length
 for (let index = 0; index <= length; index++) {
 if (receivedString.charAt(index).compare(",") == 0) {
 parserStops[parserCount] = index
 parserCount += 1
 }
 }
 nameFound = receivedString.substr(0, parserStops[0])
 gesFound = receivedString.substr(parserStops[0] + 1, parserStops[1] - (parserStops[0] + 1))
 bw01 = parseInt(receivedString.substr(parserStops[1] + 1, parserStops[2] - (parserStops[1] + 1)))
 bw02 = parseInt(receivedString.substr(parserStops[2] + 1, parserStops[3] - (parserStops[2] + 1)))
 bw03 = parseInt(receivedString.substr(parserStops[3] + 1, parserStops[4] - (parserStops[3] + 1)))
 text = receivedString.substr(parserStops[4] + 1, length - (parserStops[4] + 1))
 basic.showString(text)
 basic.showString("!")
 basic.showString("In der Nähe ist ein ")
 basic.showString(nameFound)
 if (gesFound.compare("b") == 0) {
 basic.showString("Er ist mies drauf!")
 } else {
 basic.showString("Er ist ganz freundlich.")
 }
})
let parserStops: number[] =[]
radio.setGroup(1)

Und hier der Bogblin-Code:

let trenner = ""
let auffindbarkeit = 0
let Text = ""
let Wert03 = 0
let Wert02 = 0
let Wert01 = 0
let sendString = ""
let Gesinnung = ""
let Name = ""
basic.forever(() => {
 radio.sendString(sendString)
 basic.showNumber(sendString.length)
 basic.showString(Name)
})
Name = "Bogblin"
Gesinnung = "b"
Wert01 = Math.random(100)
Wert02 = Math.random(100)
Wert03 = Math.random(100)
Text = "UAH!"
auffindbarkeit = 4
radio.setGroup(1)
radio.setTransmitPower(auffindbarkeit)
trenner = ","
sendString = "" + Name + trenner + Gesinnung + trenner + Wert01 + trenner + Wert02 + trenner + Wert03 + trenner + Text

Das ist alles noch ganz rudimentär und aus Entwickler*innen-Sicht sicher sehr stümperhaft, wer Bock hat, möge die Codes nehmen, verbessern und vor allem gemäß dessen, was ich nach obiger Beschreibung noch zu erreichen gedenke, zu erweitern!

Ich dachte, ich schreib’s schonmal eben auf, wenn’s irgendwann mal cool genug ist, mach ich ein Hackster-Projekt daraus.

Rrrakalioon!

Gerade ergab sich auf meiner Lieblingsplattform, dem Kurznachrichendienst Twitter, diese kleine Unterhaltung:

Diese*r jemand steht mir sehr nahe, hat ungefähr sieben Mal mithilfe von Allen Carr immer wieder sehr erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört, zuletzt mit mir eine Firma zum Zyklustracking gegründet und gerade von New York aus gefragt, ob die Kinder schlafen.

Und „Rrrakalioon!“ stammt aus einem Buch von Turgenjew, in dem irgendein Blender immer sehr geheimnisvoll tut und das Kunstwort „Rakalion“ verwendet (das niemand je gehört hat und daher niemand kennen kann), um sich interessant zu geben. Der Sinn dieses Wortes ist, sich damit wichtiger zu machen als man ist.

Ich beginne, @Nico zu verstehen

Komisch fand ich immer, wenn @Nico Bilder seiner Socken aus der Bahn oder so gepostet hat. Ich dachte: „Komische Selbstinszenierung, personal branding über Ringelstrümpfe, wie albern.“

Errungenschaft des Tages: ich hab jetzt Happy Socks! <3 (schön rot, wählt die SPD!)

Ein Beitrag geteilt von Maxim Loick (@pausanias09) am

Gestern habe ich mir vier Paar Happy Socks gekauft und gleich mal eins davon angezogen. Und wie überwältigend war der Effekt: Immer, wenn mein Blick zufällig auf meine Füße fiel, habe ich mich sehr gefreut, denn meine im nackten Zustand zugegebenermaßen eher verhalten fröhlichen Füße sehen mit einem Mal atemberaubend aus! Und jeder Blick darauf ist herzergreifend! Ich möchte Euch mit Fotos von meinen mit bunten Socken bekleideten Füßen vollposten, um diese Freude mit Euch zu teilen. Und ich beginne zu verstehen, dass es bei @Nico vielleicht nicht um personal branding geht, sondern um das jede*r Sozialdemokrat*in innewohnende Bedürfnis, Freude immer gleich mit der ganzen Welt teilen zu wollen.

Disclaimer: Mir hat keiner was dafür bezahlt, ich finde sowohl meine neuen Socken als auch @Nico auch ohne Bezahlung cool.