Sur le pont de Bonn

Ich wohne in Schwarzrheindorf, also auf der Beueler Seite von Bonn, und unser Büro ist am Bertha-von-Suttner-Platz – daher fahre ich im Moment jeden Tag entweder mit dem Fahrrad oder ÖPNV über die Kennedybrücke – oder ich gehe mit der #Pollykowskaja zu Fuß.

Jeden Tag sehe ich, dass man in der Mitte der Brücke folgende Blicke frei hat:

  • aufs Siebengebirge
  • aufs ehemalige Regierungsviertel mit Posttower und Langem Eugen.
  • auf das südliche Bonner Rheinufer mit Oper und Altem Zoll
  • auf das nördliche Bonner Rheinufer mit Stadthaus und Beethovenhalle
  • auf das nördliche Beueler Rheinufer mit seinem vielen Grün in der Sonne und der Doppelkirche von Schwarzrheindorf
  • auf das südliche Beueler Rheinufer mit Rheinlust und dem Siebengebirge im Hintergrund

Unten tuckern die Schiffe durch. Oben aber ist entweder PKW-Stau oder die Autos plästern wie angestochen an mir vorbei. Bei schönem Wetter sind Rad- und Fußwege auf der Brücke brechend voll und ein*e jede*r bleibt mindestens einmal stehen, um mindestens einen der o. g. Blicke zu riskieren.

Und da hat es mich neulich mal angesprungen: Wenn diese ganzen Shice-Autos nicht wären, sondern nur Füßgänger*innen, Radfahrer*innen und der ÖPNV – was hätten wir für Hochqualitätsplatz auf der Brücke für Gastronomie, fliegende Händler*innen, Flaneur*innen, Familien mit Kindern, Leute mit Bierflasche in der Hand nach Feierabend in der Sonne. Wer von Euch schon mal in Rom war und die Brücke vor der Engelsburg gesehen hat, ist vielleicht in der Lage, dieses Gefühl und diese Stimmung, die dort herrscht, auf über dem Rhein zu projizieren.

Darum hab ich heute folgendes getwittert:

Und irgendwie hab ich darauf drei vier positive Reaktionen erhalten. Und deswegen hab ich heute mal das Foto oben geschossen und beim Überqueren mal folgende Überlegungen angestrengt:

  • wie sehr würde der Beueler Konrad-Adenauer-Platz aufgewertet?
  • wie sehr würde der Bonner Bertha-von-Suttner-Platz aufgewertet?
  • wie sehr würde die Hundepipiwiese vor der Oper aufgewertet?
  • man müsste beide Rheinuferpromenaden für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen besser an die Brücke anbinden, da gibt es bestimmt coole Architekt*innen oder Städteplaner*innen, die diese zehn Meter Höhenunterschied irgendwie nice überbrückt bekommen.
  • Und was den Autoverkehr angeht:
    • Ist die Bedeutung der Kennedybrücke für den Autoverkehr jenseits derer, die in die Innenstadt fahren, von überregionaler Relevanz?
    • Ich selbst zumindest fahre, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, jetzt schon über die Autobahnen auf der Nord- und Südbrücke.
    • Welche Rolle würde die bereits diskutierte neue Rheinquerung bei Wesseling spielen?
    • Welche Rolle würde eine Seilbahn von Ramersdorf auf den Venusberg spielen?
    • Welche Rolle würde ein konsequenter Ausbau des ÖPNV in Bonn spielen (inkl. P+R)?
    • Gerade haben die SWB diese Leihfahrradgeschichte gestartet – wie wunderbar sich das in eine privatPKWbefreite Kennedybrücke fügen würde!

Also mal ernsthaft: Eine Ausweitung der Fußgängerzone über die Kennedybrücke bis inkl. Konrad-Adenauer-Platz in Beuel habe ich mir in jenem kurzen Moment heute morgen als einen Sehnsuchtsort vorgestellt – und ich kriege das gerade nicht wieder weg aus meinem Kopf. Begrünung auf der Brücke! Japanische Tourist*innen müssten nicht vor dem Beethovenhaus zwei Bildchen knipsen und dann wieder gehen, sie könnten einen Schoppen Ahrwein mit Blick auf den romantischen Rhein trinken, vielleicht gibt es dabei sogar kleine Ensembles des Collegium Musicum, die Werke des berühmten Meisters aus Bonn zum Besten geben. Ich glaube, das wäre magnetisch.

Als wir vor ein paar Tagen in Beuel im Restaurant oben am KAP in Beuel saßen, hatten wir einen fabelhaften Blick auf den Stau auf der Brücke. Stellt Euch mal vor, wir würden auf Menschen im Feierabendmodus gucken statt auf Feierabendstau.

Aber ich höre meine eigene Partei schon bedenkentragen: Das geht nicht. Statistiken, wie viele Autos da täglich drüber fahren (ohne zu hinterfragen, ob die das auch wirklich müssen, aber meh!) Von CDU und den ganzen anderen gar nicht zu reden. Liebe Genoss*innen: HIER! WERFT MAL WAS COOLES IN DEN RING! Wer darüber will gehen, muss im Tanze sich drehen! <3 <3 <3

Update – 28.11.2018: Was mir noch eingefallen ist:

  • Wer sich vor der Verödung der Innenstädte wegen der Digitalisierung fürchtet, sollte die Innenstadt halt attraktiv gestalten – und schöne Autos tun das mit Sicherheit nicht.
  • Und die Frage: Wohin mit all den Autos, die heute schon die Brücke verstopfen? Wäre die Brücke heute schon eine Fußgänger- und Fahrradbrücke, würde sich umgekehrt die Frage stellen: Wohin mit all den Fahrrädern? Zugegeben, das geht in Richtung Derailing, daher P+R-Konzepte her! Vollausbau von ÖPNV und Fahrradinfratrukturen! Konzept für den Lieferverkehr her, das müssen auch nicht alles Sprinter-Diesel sein, wir haben mit DHL doch den Weltmarktführer in der Stadt, haben die in ihrem Innovationscenter dazu noch nichts auf der Pfanne?

Automatisierte Korrekturen an der Realität durch menschliches Gehirn

Ständig nimmt mein Gehirn Korrekturen an der Realität vor und ich bin nicht immer sicher, ob zum Besseren. Ein Phänomen, von dem ich annehme, dass es auch andere Menschen betreffen könnte*).

Offensichtlich wird das an Songtexten. Ich meine mich zu erinnern, dass ich schon mal was darüber gebloggt habe (hab aber jetzt keine Lust, das rauszusuchen), wie ich als Kind Abba und die Beatles gehört habe, ohne ein Wort von den Texten zu verstehen – und wie die Musik und die geheimnisvolle Sprache, die ich irgendwie nur auf der emotionalen Basis verstanden habe, etwas ganz besonderes in mir ausgelöst haben. Und wie das zunehmende Verstehen der Texte diesem Gefühl die Magie genommen hat. Am Ende ging’s um Liebe zwischen zwei Menschen oder sowas, was mir, verglichen mit dem damals magischen Empfinden, enttäuschend banal vorkam.

Vor diesem Hintergrund ist es quasi gut, dass ich Französisch nicht so gut verstehe, so dass bei einigen Songs von Zaz zumindest eine ferne Erinnerung an das alte Abba- und Beatles-Gefühl auflebt. Oder bei dieser (ich glaube) arabischen Version von „Aisha“.

Aber auch bei Songs, deren Texte ich inzwischen kenne, gibt es ein paar hartnäckige Ecken, in denen sich mein Gehirn weigert, die Realität gelten zu lassen, nämlich an all den Stellen, an denen ich weiter falsch höre. Axel Hacke hat ja mehrere Bestseller über falsch gehörte Songtexte geschrieben.

Marius Müller-Westernhagen singt in „Giselher“: „Deinen Ring, den hab ich vergraben.“ Was für eine Enttäuschung gegenüber dem von meinem Gehirn hartnäckig weiter gehörten „Deinen Ring, den hab ich verkauft“! Der ganze Song ist ja eigentlich ein für die damalige Zeit bemerkenswerter Regelbruch, dass Marius Müller-Westernhagen als MANN ein Liebeslied singt und am Ende ist der Besungene PETER! Inzwischen lockt das natürlich niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, aber als Jugendlicher fand ich das saucool. Und der perfekt da rein passende Regelbruch war für mich, dass er den Ring gegen alle Romantik verkauft hatte. Aber in Wirklichkeit hat er ihn – romantische Vollenttäuschung – vergraben. Meh.

Und Mudhoney singen „Jesus take me to a higher place“ in „In and out of grace“. Und hartnäckig, wenn mich der Song während Müdigkeit anspringt, muss ich „Jesus take me to a Heia place“ verstehen. Ein blödes, bewusst von mir hergestelltes Wortspiel, geht aber nie mehr weg. Das ist übrigens ja ein Kniff, den man mutwillig ausweiten kann, wenn man will. „Parrot Ice City“ oder wahlweise „Para Dice City“ statt „Paradise City“ (You’re doomed! Geht nie mehr weg! Harrharr!).

Oder „Marcel“ (hatte ich auch schon mal verbloggt, glaub ich). Wenn Ihr in allen Songstellen, die Euch einfallen, statt „myself“ immer „Marcel“ einsetzt: „All by Marcel“, „Me, Marcel and I“, „Dancing with Marcel“ – und vor allem „I don’t know anybody else and when I think about you I touch Marcel“. Ich finde das sehr sehr witzig (aber vielleicht lässt sich das nun wieder nicht auf Euch übertragen).

Ich bin nicht sicher, ob diese Korrekturen der Realität etwas Gutes sind. Aber nach dem ersten Schmerz, der durch die Erkenntnis hervorgerufen wird, dass die Realität eine andere, viel banalere ist, stellt sich eine weitere, wieder versöhnende Erkenntnis ein: Das Bewusstsein darüber, dass es zwei, oder vielmehr unendlich viele, Realtitäten gibt. Und das ist wieder ganz schön, weil man je nach Bedürfnis und Situation, eine Wahl hat.

Am Montag geh ich auf das Mudhoney Konzert in Frankfurt (Köln war schon ausverkauft). Ich mach da mal einen neuen Abgleich.

 

*) Ab jetzt ohne, dass ich Bock darauf hätte, den Gedanken sozialpolitisch voll auszuweiten, das kann ja vielleicht eine*r von Euch bei Gelegenheit mal weiterspinnen.

MLO hört Mudhoney und denkt: Mal gucken.

Gestern oder vorgestern oder so hat meine Schwester mich angewhatsappt, dass am 15.11. Mudhoney in Köln ein Konzert geben, ob ich da nicht hinwolle. Und ich dachte: Wie gile, die praktizieren also irgendwie wieder oder immer noch oder so. Wahrscheinlich ziemlich peinlich, wenn da nur so Junggebliebene wie ich dann auflaufen, die alte Jeansjacke nochmal rauskramen und mit leeren Augen den guten alten Zeiten hinterher hängen. Aber andererseits: Ist doch egal, mal gucken.

Ich, MLO, the brother of JLO (meine andere Schwester heißt Julia Loick, chrchrchr…), als die krumme Rappel mit den Klingeldrähten im Jahr 1993 mit Jeansjacke an. Mudhoney hören. Ist eigentlich egal, ob die überhaupt Gitarre spielen können oder Schlagzeug oder sowas. Ich glaube, Dan Peters hat auf einer Platte angegeben, er spiele die „Traps“ statt Schlagzeug. Der ganze Sound war so egal, also genauso egal wie meine Jeansjacke und ich, die krumme Rappel darunter. Be easy und scher dich nicht so drum, also nicht so stark. So’n bisschen. Mach mal’n Spruch, die Welt verändert sich auch von alleine. Diese shice egal Musik hat nie ein Erweckungserlebnis in mir hervorgerufen, es gab nie ein „Wow!“ dabei. Aber Mudhoney haben irgendwie immer gespielt wie ich am Schlagzeug: Mach so gut es ohne Anstrengung irgend geht. Soll bisschen Spaß machen. Erst wir, dann die Musik. Falsch spielen gibt’s nicht, war dann halt so richtig in der Situation, ist so passiert. Und vor allem: Be easy. Botschaften: Joa, so halb. Sex? Wenn’s ok ist, ja. Sonst später, ist noch Zeit in meinem Leben von 1993.

Heute: trackle hier, D64 da, SPD allenthalben, FEMINISMUS!, Calliope mini bitte als DIE Calliope bezeichnen! Überall Nazis und rechte Schweine, sogar im Bundestag und den meisten Landtagen! Angeln der Welt, knirschet! Ich hebe! Nnngnnn! Hhh!

„15.11. im Gebäude 9 in Köln“, sagt Antonia.
„Wird das nicht etwas peinlich“, frage ich.
„Die sehen heute so aus, als wäre denen nichts peinlich“, sagt Antonia und postet ein aktuelles Foto.
Ist doch auch egal, denke ich.
„Bestell mal Karten“, sage ich.

Egal hat mir eigentlich immer ganz gut getan. Kann man ja mal machen. Es hat keine Bedeutung*). Das macht es easy. Mal gucken. Bier dazu wäre ganz nice. Wer fährt?

 

*) es hat natürlich voll die Bedeutung, aber die ganze Sache gleitet derart ins Meta ab, das wird mir zu anstrengend.

Über die gute alte Zeit abgeschweift

Sitze in der Küche, lasse „Nirvana – MTV Unplugged In New York“ laufen und meine Gedanken laufen mit. 1994 erschien das Album, in dem Jahr hab ich Abitur gemacht. Als Kind hab ich immer gedacht, dass alles aus der Zeit meiner Eltern und Großeltern in schwarzweiß stattgefunden haben muss, weil es nur Filme und Fotos in schwarzweiß gab. Wahrscheinlich denken meine Kinder, dass zu meiner Zeit alles in diesen übersteuerten Farben von VHS-Videocassetten stattgefunden hat.

„Was treibt Dich an?“ sollte ich vor ein paar Tagen beantworten für ein Video, das die gute Sarah vom Digitalhub Bonn gedreht hat. Ich weiß nicht mehr, was ich da gesagt habe, aber wie ich vorhin mit der Pollykowskaja über den Radweg gehe, denke ich: Ein guter Mensch sein zu wollen, das treibt mich an.

1994, Abitur gemacht, das bedeutet, dass wir in Deutsch in der Schule also noch vor 1994 „Der gute Mensch von Sezuan“ gelesen haben müssen. Ein Stück, das mich zumindest meiner Erinnerung nach nicht überzeugt. Kann natürlich sein, dass ich das alles immer falsch gelesen und falsch interpretiert habe, HEY!, ich war, als wir das gelesen haben, ein Teenager, also nur teilweise bei Sinnen (zumindest meiner Erinnerung nach – vielleicht trügt sie mich und ich war ein reflektierter und besonnener Junge? Mal meine Mutter fragen, bei Gelegenheit…). Seit wir „Der gute Mensch von Sezuan“ gelesen und sogar einmal in einer Aufführung in irgendeinem Theater (ich glaube Bochum?!) gesehen haben, bin ich mit dem Stück nicht einverstanden, denn Shen-Te scheitert (immer musste in allem, was wir in Deutsch gelesen haben, am Ende jemand mit was auch immer er/sie vorhatte, scheitern. Und „letztlich daran zerbrechen“, oh Mann!) in ihrem Versuch, ein guter Mensch sein zu wollen. Sie wird durch die Realität und die Menschen um sie herum korrumpiert und kann ihr Gutsein nicht aufrecht erhalten (Stimmt das überhaupt? Ich schreib hier mal voll aus meinem Gedächtnis, vielleicht stimmt das alles gar nicht?) Und wie ich gerade mit der Pollykowskaja über den Radweg gegangen bin, denke ich: Was für ein Quatsch, Shen-Te scheitern zu lassen. Ihr nicht die Fähigkeit verliehen zu haben, die Menschen in ihrem Menschsein erkennen zu lassen und ihr keine Mechanismen gegeben zu haben, sich darauf einstellen zu können. Das ist doch holzschnittartiger Quatsch, nur damit sie am Ende scheitert und letztlich daran zerbricht (zerbricht sie überhaupt am Ende? Keine Ahnung, ich lese den Wikipedia-Artikel vielleicht später nochmal nach).

Jedenfalls denke ich: Ich will weiter ein guter Mensch sein, das treibt mich an. Und manchmal sind meine Kinder so fröhlich und lustig und mir so lieb, dass ich, wenn ich mir zugestehen kann, dass sie vielleicht etwas von mir mitbekommen haben, annehmen kann, an einzelnen Stellen etwas richtig gemacht zu haben und deswegen zumindest ein teilweise guter Mensch zu sein (ächtz, was für ein Satz!), dann macht mich das tiefglücklich. Und dann fühle ich mich so stark, dass ich glaube, dass ich an Shen-Tes Stelle nicht scheitern und am Ende daran zerbrechen müsste.

Und so jammert Kurt Cobain nun gerade weiter und macht mich etwas melancholisch. Das ist ein schönes Gefühl. So ein wohliges die gute alte Zeit Gefühl. Und schon gerate ich in Harnisch! Die gute alte Zeit! Früher war alles besser, Wählscheibentelefone und Mixed-Cassetten, was für eine Shice! „Damals wusste man sich noch zu verabreden, da hatten wir keine Handys“, so eine Shice, Mann! Ich hab ständig nachmittags um 15:00 Uhr in Borken auf dem Marktplatz gestanden, gebacken in der Sonne und mein Freund, mit dem ich verabredet war, kam nicht, weil der verkackte Bus von Raesfeld nach Borken ausgefallen war. Ich wusste nicht: Kommt der nicht, weil der vielleicht doch keinen Bock hatte, zusammen mit mir die CDs bei Musik Senft durchzublättern oder weil was passiert ist? Muss ich mich über ihn ärgern oder muss ich ihm eher noch den Rücken stärken, weil ihm vom löchrigen ÖPNV im Westmünsterland übel mitgespielt wurde? Das war kacke und bestimmt keine gute alte Zeit. Heute sage ich Spotify: Spiel Nirvana unplugged, spielt Spotify das. Ich muss nicht erst die Cassette zurückspulen UND DAS WAR KEINE ZEIT IN DER ICH ZU MIR SELBST GEFUNDEN HABE, das Zurückspulen war nichts als VERTANE ZEIT, FUCK!

Es gibt ja ein Kinderbuch von Paul Maar, „Die Opodeldoks“, das eigentlich gar nicht weiter der Rede wert wäre, wenn da nicht der Opadeldok wäre, der immer „Früher war alles schlechter!“ sagt. Als Kind war mir klar, dass das nur eine sprachliche Spielerei sein konnte, eben eine einfache Umkehrung des allgegenwärtigen „Früher war alles besser“. Erst in letzter Zeit, und ich bin ja nun weit über vierzig, ist mir aufgefallen, was für ein saucooler Hippie so ein Opa wäre, der ernsthaft „Früher war alles schlechter!“ zu seinem Mantra gemacht hat. Was für ein starker Charakter das wohl wäre.

Da fallen mir auch gerade die Vorwürfe ein, die uns als aktueller Elterngeneration gerade gemacht werden: Wir fahren unsere Kinder überall mit dem Auto hin, wir lassen sie an Zockgeräten zocken und Smartphones bereits im Alter von zwei Jahren benutzen, wir singen sie in den Schlaf, während wir gleichzeitig Twitter lesen. Mache ich übrigens tatsächlich. Ihr glaubt gar nicht, wie gut man ein Lied kennen muss, um es fehlerfrei singen zu können, während man andere Texte konsumiert, das kann ich nur mit „Heja BVB“, „Annes Schlaflied“ und „Der Mond ist aufgegangen“. Das alles machen wir™mit unseren Kindern. Als ich anfing, in Bonn zu studieren, das muss so 1995 oder 1996 gewesen sein, hingen hier überall Plakate in der Stadt, auf denen stand: „Mehr Zeit für Kinder!“. Heute müssen wir uns permanent den Vorwurf gefallen lassen, wir seien Helikoptereltern. Unsere Kinder hätten nicht mehr den Aktionsradius von 95km, wie Kinder ihn noch um 1899 herum hatten. Wir müssen uns gefallen lassen, dass wir unsere Kinder nicht einfach von Autos überfahren lassen. Wir müssen uns gefallen lassen, dass unsere Kinder mit Sachen spielen, die entstehen konnten, weil unsere Eltern nicht alle drei Jahre die Welt in Schutt und Asche gebombt haben, sondern eine ununterbrochene Entwicklung über 70 Jahre ermöglicht haben, wirtschaftlich wie sozial wie technologisch. Meine Söhne müssen nicht mit Patronenhülsen in Kratern spielen, wir können ihnen Zelda kaufen. Das finde ich gut.

Und doch: Meine Gefühle sind echt, wenn ich Nirvana unplugged höre. Es macht ein gutes Gefühl, weil die Erinnerung daran, wie ich mich gefühlt habe, als ich Nirvana unplugged zum ersten Mal gehört habe, sehr präsent ist. Es fühlte sich damals gut an, es fühlt sich heute gut an. Enno Park hat neulich auch was dazu gebloggt: Wie die alten Idole so langsam wegbrechen, weil man einsehen muss, dass früher irgendwie doch alles schlechter war. Aber unsere Gefühle waren echt. Meine Gefühle sind echt, wenn ich das Stroh und den Sommer auf dem Hof meiner Eltern rieche – und schlagartig wird mir klar: Es waren nicht das Stroh, nicht die Sonne, das Wetter oder das Gras unter meinen Füßen, es waren nicht die Dieselabgase des Treckers meines Vaters oder das Geräusch der Mähdrescher oder Maishäcksler. Es waren meine Eltern, diese guten Menschen, die mich bestaunt haben.

Wie viele Geschichten muss man lesen, wo im vermeintlichen Idyll bukolischer Sommer die verstümmelten Seelen misshandelter Kinder große Schriftsteller hervorgebracht haben! Ich habe zwischendurch immer mal wieder überlegt, ob ich meinen Eltern den Vorwurf machen könne, wegen meiner fabelhaften Kindheit nie das Rüstzeug zu einem ernsten Schriftsteller erhalten zu haben. Was natürlich Quatsch ist. Wegen meiner fabelhaften Kindheit habe ich Fähigkeiten, die viel besser sind, zum Beispiel einen nahezu unzerstörbaren Willen, ein guter Mensch sein zu wollen. Einen an Stumpfsinn und Blödheit grenzenden Optimismus, einen Emotionshaushalt, der so viele Überschüsse produziert, dass ich reichlich davon abgeben kann, sogar dann, wenn das Geld knapp wird. Meine Eltern haben einen aus mir gemacht, der glaubt, es besser als Shen-Te zu können.

Klingt jetzt nicht gerade bescheiden. Mist. Aber vielleicht bin ich ja einer der Hoschis, die dem einen oder der anderen von Euch was abgeben können? Was ich übrig habe, das könnt Ihr haben! Wäre doch schade, wenn ich diese zwanzig Meter langen Arme nur um mich selbst schlänge! (Wo sind Deine Selbstzweifel?) Heute habe ich von einer Studie gehört, dass Teilen glücklich macht. Ich glaube, das stimmt. Und wenn vielleicht in dreißig Jahren eines meiner Kinder sowas ähnliches bloggt, dann führe ich einen Besenrührtanz um meinen Rollator auf.

Schlagzeugnotiz

Wie ich neulich mit der #Pollykowskaja über den Rheindeich gehe und dabei die Schnauze voll habe von der Jammerplaylist und deswegen Primus – Frizzle Fry mal wieder einlege, fällt mir auf, dass ich Tim „Herb“ Alexander für einen der besten Drummer halten muss. Und natürlich John Bonham, klaro. Die Drahtseiligkeit meiner Nerven pflege ich ja dadurch zu belegen, dass ich „Stairway to Heaven“ ausmachen kann, obwohl Mr. Bonham gerade auf seine knusprige Snare gewechselt ist. Das schafft nicht jede*r.

Aber zurück zu Mr. Alexander: Wie präzise, powervoll und verspielt! Daneben kommt mir alles andere entweder plump und lahm oder verhampelt und zisselig vor. Immer wenn ich denke, dass einem Song bei einem Livekonzert etwas fehlt, so ist mir bei meinem Gang mit der #Pollykowskaja aufgefallen, dann diese Tightness, Geschwindigkeit und Kreativität. Ganz geil. Aber wahrscheinlich nur für mich selbst interessant, ist ja aber auch mein Blog hier.

Quia Chayenne – Tim’s Party

Quia Chayenne - Tim's Party
Quia Chayenne – Tim’s Party aufgenommen am 19. und 20. September 1995 in Dr. Hirschs Rockbüro in Borken (Westf).

Die liebe Kommunardin @katharinchen hat, nachdem wir neulich in der Kommune Zwo Null alte Demotapes meiner früheren Schülerband gehört haben, eines dieser Bänder zu wir-digitalisieren-alles.de getragen und mir gestern eine CD und die digitalen Tracks mitgebracht. Hurra! Da will ich doch gleich mal das originale Booklet aus der schwarzen Kiste holen und hier alles verbloggen!

Alle Lieder sind von Quia Chayenne höchstselbst komponiert + betextet. Aufgenommen + abgemischt von Daniel Reekers im Dr. Hirsch-Studio in Borken am 19.+20. Sept. 1995.

Line-up

Mäx - Drums Felix - Lead Vocal, Guitar + Casoo Tobi - Lead Guitar + Vocal Josh - Bass + Vocal Guestmusician: Leo, the Dog; Background Vocal on Jazz-Standard No. 17
Mäx – Drums
Felix – Lead Vocal, Guitar + Casoo
Tobi – Lead Guitar + Vocal
Josh – Bass + Vocal
Guestmusician: Leo, the Dog; Background Vocal on Jazz-Standard No. 17

Unsere Band hieß Quia Chayenne, hier seht Ihr detailgenaue Wiedergaben unserer Antlitze anno 1995. Ich hatte da noch lange Haare und hab noch geraucht.

Die Songs

Lustig, diesen alten Shice wieder zu hören und heute mit Euch teilen zu können. Ich hab mal alles auf Soundcloud hochgeladen. Ich muss sagen, ich schäme mich nicht (auch wenn ich im Jazz-Standard No. 17 an der einen Stelle den Stock statt der Hi-Hats treffe, ein kleiner Fehler, den ich seit 1995 immer genau im Ohr habe, hehehe…)

Fool

Dieser Song handelt von einem Kopf, in dem zwei wohnen und sich gegenseitig als Trottel bezeichnen, wenn ich mich recht erinnere. Wir waren damals sehr stolz auf den zweistimmigen Gesang.

An Erection

Sehr funky, geht heute immer noch direkt ins Blut, dieses Kleinod. Jung wie wir waren sind wir immer rot geworden, wenn wir gesagt haben, dass der Song „An Erection“ heißt. Schöne Einlage von @botnautzki als „everyday I’ve got!“ und von Felix am Kazoo.

Hier sind „Fool“ und „An Erection“ hintereinander weg:

Jazz-Standard No. 17 (Winter Comes)

Mit diesem Song waren wir sogar auf dem regionalen Sampler „Das Borkener Landleben“ vertreten. Mit Special Appearance unseres damaligen Hundes Leo in der Mitte. Der Zusatz „Winter Comes“ ist ein kleiner Witz in Bezug auf den Chanson „Autumn Leaves„. Eine Version davon von Nat King Cole gibt’s bei YouTube.

Axl

Der Songtitel bezieht sich völlig unverfrohren auf Axl Rose. Der Text wurde bei jeder Aufführung des Stücks neu erfunden und nie aufgeschrieben. Einzige Anforderung, die wir an Felix hatten: Lass es wie Englisch klingen.

Hier kommen „Jazz-Standard No. 17 (Winter Comes)“ und „Axl“ hintereinander weg:

Booklet + Artwork

Aber auch das Artwork aus der Feder von Joscha kann sich sehen lassen, ein niedlicher kleiner Comic im Inneren unseres selbstgemalten Booklets:

Comic aus "Tim's Party"
Comic aus „Tim’s Party“

Der Name Quia Chayenne ist übrigens so entstanden:

In der Schule saßen Felix und ich in Deutsch nebeneinander und waren auf der Suche nach einem Namen für unsere Band. Wir fingen an, abwechselnd einzelene Buchstaben aneinander zu reihen. Weil ich es Felix besonders schwer machen wollte, fing ich mit einem Q an und er musste, ob er wollte oder nicht, mit u weitermachen. Ich setzte ein i und Felix ein a. Quia stand da und wir wussten nicht weiter. Uns wurde klar, dass wir ein zweites Wort brauchen würden. Ich wollte ja eigentlich „Düsenjäger“, also im ganzen dann „Quia Düsenjäger“, aber das wollten die anderen nicht. Felix schlug Chayenne vor. Später haben wir das mit @botnautzki und Joscha abgestimmt und dann ist es dabei geblieben.

Später durften wir auf dem Borkener Musik-Festival „Borken intim“ auftreten und plötzlich stand dieser seltsame Name auf allen Wänden in der Stadt. Das hat sich sehr gut angefühlt.

Da fällt mir ein, wir hatten ja noch ein Demotape, das hießt „Leonard Sun Driver“ (was abgekürzt LSD ergibt, knickknack! Mann, wir waren auch echt ziemlich jung noch damals!). Zum Jazz-Standard No. 17 (Winter Comes) haben wir auch mal ein Video in Rostock gedreht, das war auch lustig. Ich spiele darin einen Busfahrer, der mit einem Schaf flirtet. Ich muss mal nachforschen, ob das nicht noch einer irgendwo liegen hat, damit wir das auch zu wir-digitalisieren-alles.de bringen können.

 

Sich selber toll finden

Ich versuche das zu tun, was ich toll finde. Manchmal endet das in Situationen, in denen mir das irgendwie gelingt und ich mich selbst toll finde, was dann im Allgemeinen wieder nicht sehr populär ist: Sich selbst toll finden.

Heute wird Udo Lindenberg 70 und im WDR lief ein Song von ihm, in dem er irgendwas über sich selbst singt, irgendwas mit „ich ändere mich nicht“ und Dingsbums hat einen Namen und der fängt mit U an. Das mit dem Dingsbums hat einen Namen und der fängt mit U an finde ich saucool, das mit dem „ich ändere mich nicht“ nicht.

Ich versuche, mich kontinuierlich zu ändern. 2012 hatte ich eine Höllenangst davor, mein Gesicht im Internet zu zeigen. Heute nicht mehr. Als Teenager hatte ich Ansichten, für die ich heute ein PAV beantragen würde (mal davon abgesehen, dass ich damals keiner Partei angehört habe). Ich habe in den letzten Jahren, Monaten, Wochen und sogar Tagen wieder so viel gelernt, ich wäre ja völlig borniert, wenn ich mich da nicht ständig ändern würde. Veränderung ist toll und notwendig. Ich habe sogar meine Einstellung zu Musik verändert, seit der Kleine Sohn Songs mitsingt, die eigentlich inakzeptabel sind. Veränderung hat immer mit Erkenntnisgewinn zu tun und damit, Erkenntnisgewinn zuzulassen.

Und manchmal, da merke ich, wie ich eine alte Verstocktheit über Bord werfe, und da finde ich mich selber etwas toll. Sich selber toll finden ist ja – völlig zurecht! – nichts, womit man Sympathien erwirbt. Aber in kleinen Dosen hilft es mir, die Welt weiter umarmen zu wollen. Und zu küssen (was die Welt dann vielleicht wieder eher neutral findet).

Wenn der Kleine Sohn hinten im Auto singt

Morgens bringe ich den Kleinen Sohn mit dem Auto zum Kindergarten. Wir hören dann immer seine Lieblingslieder auf Spotify, eine Auswahl die, unter meinem Namen öffentlich einsehbar, meiner Street-Credibility wohl eher abträglich ist. Aber schon immer habe ich gespürt: Diese Musik, so wenig sie meinem eigenen Geschmack entsprechen mag, bewegt Welten in meinem Kind. Wie er plötzlich aufhören muss zu reden, weil er ganz mit zuhören beschäftigt ist.

In letzter Zeit hat er angefangen, leise hinten im Auto mitzusingen, englische Texte, die er nicht versteht, sondern nur lautmalerisch nachbildet – aber in einer Genauigkeit, die mir, der ich die Texte verstehen kann, das Herz zerreißt. Dann sehe ich mich plötzlich selbst, wie ich ABBA und die Beatles in genau dieser Art und Weise mitgesungen habe – und erinnere mich, wie enttäuscht ich war, als ich die Texte plötzlich verstand – diese allzu banalen Frau-Mann-Dinge, Liebe, Beziehungskram. Galaktisches wurde mir ungefragt irdisch und ich habe mir gewünscht, ich hätte nie Englisch gelernt, damals.

Heute, wenn der Kleine Sohn diese banalen Texte mitsingt, werden sie wieder galaktisch, wie er sich darin verliert und sogar dem Großen Sohn contra bietet, wenn der darüber lästert (wie seine Eltern und eigentlich alle um ihn herum auch).

Was für ein außergewöhnlicher Kleiner Sohn, der, entgegen aller Zweifel, immer wieder dafür einsteht, dass er das liebt, was er da hört. Ich versuche, ihm zu vermitteln, dass er das richtige tut. Ich hoffe, das gelingt mir.

Beweglich

Im Moment ist ja dieser weinerliche Song so populär, wo einer rumjammert, dass er lieber auf Wolke vier mit wem anderen sitzt als wieder von Wolke sieben abzustürzen. Von den Tunes her, der Melodie und so, finde ich den Song eigentlich völlig gut, aber der Text geht ja mal gar nicht. Darin spiegelt sich imho ein anscheinend weit verbreitetes falsches Verständnis von Beziehung wider. Also das, das die Pärchen dazu treibt, sich auf der Hohenzollernbrücke in Köln symbolisch aneinanderzuketten und den Schlüssel in den Rhein zu werfen, das Verständnis von Beziehung, das beide unbeweglich macht. Das Verständnis, nach dem man, wenn man sich für einander entschieden hat, davon ausgeht, dass sich dieses Beziehungsding irgendwie in einem Zustand von „ist fertig jetzt“ befindet und man „glücklich bis an sein Lebensende“ nichts mehr macht. Da bleibt ja nur zu hoffen, dass man bis zum Lebensende nicht mehr so lange zu warten braucht.

Ich geh nochmal zu diesem Song zurück. Also. Auf Wolke sieben aufgestiegen, runtergefallen (sich also in der Person geirrt), hat volle wehgetan, deswegen jetzt nur noch Durchschnitt auf Wolke vier, nicht zu viel bewegen. Komische Kategorien irgendwie. In dieser Denke ist das hoch und runtergehen zwischen den diversen Wolkenebenen fest mit „zusammensein“ XOR „trennen“ verbunden. Schlüssel in den Rhein geworfen, also bleibt nur noch der Bolzenschneider. Ist das kacke.

Ich stelle mir eine romantische Beziehung anders vor. „Unten“ zum Beispiel bin ich manchmal auch ganz allein, dann sagt @frau_ratte vielleicht was nettes über ein Blogpost von mir. Zack. Gleich besser. Zusammen auf Wolke sieben sind wir ganz oft, zum Beispiel wenn die Kinder in Gummistiefeln vor uns her zum Auto rennen und dabei untereinander Kinderkonversationen betreiben. Manchmal bin ich auch ganz alleine auf einer Wolke sieben (zum Beispiel, wenn die Rouladensoße gut geworden ist), dann ruf ich der Frau was runter auf Wolke vier oder so, manchmal hilft es ihr, manchmal nicht. Auf Wolke vier sind wir auch oft, da räume ich meistens den Spüler aus und @frau_ratte macht die Wäsche.

Ich finde, dieser Sänger*) sollte seinen Song nochmal mit einem anderen Text versehen. Dann fänd ich den gut.

 

*) Der heißt Philipp Dittberner, wie ich jetzt ergoogelt habe.

Timeout

Heute brennen in Deutschland Flüchtlingsunterkünfte und ich kann es nicht mehr hören, es ist ekelhaft. Ich sitze in der Küche und höre die Jammerplaylist und dabei stolpere ich über Freundeskreis, „Esperanto“. Da singen sie:

Esperanto, eloquente definition
Ein schnellerlernter Lingo zur Verständigung der Nation’n
Basiert auf romanisch, deutsch, jiddisch, slawisch,
Kein Sprachimperialismus oder Privileg des Bildungsadels

Das war, wie ich einige Zeilen weiter oben lese, im Jahr 1999. Wann fing das an, dass die jungen Leute™ plötzlich ohne schlechtes Gewissen so’n Shice wie Böhse Onkelz oder Frei Wild gehört haben? Ging das echt mit der WM 2006 los? Waren wir™ wirklich die bessere Generation out of control als die heute? Wann ging das schief, dass Rebellion plötzlich rechts wurde? Bin ich mit Schuld daran?

Jetzt sitze ich hier und höre alte Musik, weil ich den Hass für einen Moment nicht mehr ertrage. Die Kinder schlafen. Heute hat der Große Sohn gesagt: „Papa, Du wolltest uns doch noch das Bild im Internet zeigen, wie die Flüchtlingskinder mit unseren Spielsachen spielen.“ Ich zeigte es ihnen. „Oh, wie schön! Guck mal, s, da ist unser altes Flugzeug! Gut, dass wir das gemacht haben, Papa!“