Tupperdosenabbitte

Wie ich bei Twitter las, scheinen Plastikbehältnisse mit Deckel bei vielen einen Kreditkartenreflex auszulösen. Kaum in irgendeinem Supermarkt gesehen, wird die Karte gezückt und zombiegleich trägt man wieder fünfzehn weitere Tupperdosen (bzw. die billige Kopie davon) nach Hause.

Im Küchenschrank sammeln diese sich dann, aber weil sie aus Plastik sind und alle unterschiedlicher Form, können sie nicht gestapelt werden. Das hat zur Folge, dass man nach dem Öffnen des Schranks vor einem labilen Gebilde fein austarierter Kunstftofftürme steht, die über einem zusammenbrechen, sobald man es aufgibt, die Hände hinter dem Rücken verschränkt zu halten. Und das schlimmste: Die Scheißdinger werden im Spüler nie richtig trocken und man muss immer mit einem Lappen nachtrocknen.

Nun habe ich ja  für mich vor einiger Zeit die Biofleisch-Challenge ausgerufen und mich tatsächlich dazu durchgerungen, mein Essen für’s Büro selbst zuzubereiten und mitzunehmen. Das funktioniert ganz prächtig, hier eine Liste der Vorteile:

  • schmeckt gut – und wenn nicht, dann bringt einen das zumindest wieder einen Schritt weiter, wie man’s beim nächsten Mal nicht machen sollte (man kann zum Beispiel sehr wohl zu viel Rotwein an Rind geben, aber das ist jetzt nicht das Thema).
  • man bestimmt die Portionsgröße selbst
  • die Mittagspause verkürzt sich um mindestens eine halbe Stunde – was für Freelancer 30 Minuten mehr fakturierbare Zeit bedeutet – oder 30 Minuten früher gehen, was auch nicht zu verachten ist

Allein, ich musste nun leider feststellen, dass wir in Wirklichkeit gar nicht genug Plastikdosen mit Deckel haben. Leiste also Abbitte.

Veröffentlicht von

Maxim Loick

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2 Gedanken zu „Tupperdosenabbitte“

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