Gefahren auf dem Land

Am Wochenende waren wir zu Hause bei meiner Mutter auf dem Land, also da, wo ich herkomme. Weil drei meiner Schwestern da waren und wir, also @frau_ratte und ich und die Kinder, sollte es Forellen vom Grill geben. Das bedeutet, dass Freiwillige gefunden werden mussten, die zum örtlichen Forellenzüchter fahren müssen.

Die örtliche Forellenzucht ist ein Original, weit draußen zwischen Feldern und Gebüsch, die Straße schon nur noch eine Sandpiste. Vorne ein Haus, um das man herum gehen muss, hinten dran der Anbau, in dem sich das Anglerheim befindet. Noch weiter hinten die Forellenteiche.

Das Anglerheim eine finstere Spelunke mit Holzvertäfelung und schmiedeeisernen Beschlägen, darin ebenso finstere angetrunkene Angler und die Dame des Hauses hinter der Theke, also eine Atmo, in der Du Deine zehn Fische bestellst und allem zustimmst, damit Du keinen auf’s Maul kriegst.

Das gefürchtete westfälische Raubpferd
Das gefürchtete westfälische Raubpferd (Zeichnung)

Du stehst und wartest auf Deine zehn Fische. Das dauert und die Dame des Hauses erzählt. Sie habe mal ein Meerschweinchen gekauft, das sei wohl schwanger gewesen, jedenfalls habe es sich innerhalb kürzester Zeit in fünfzig Meerschweinchen verwandelt. Was willste machen? Klar, aussetzen, auf der Pferdekoppel. Du stimmst zu, weil Du keinen auf die Fresse willst. Und es kam, also bei den Meerschweinchen, was kommen musste, die Pferde hätten alle Meerschweinchen aufgefressen! Dein Erstaunen ist nicht einmal gespielt, aber Du bist froh, dass jetzt die Tüte mit den zehn Fischen endlich da ist.

Und zu Hause erzählst Du das und kannst da schon nicht mehr glauben, dass die Dame des Anglerheims das tatsächlich behauptet hat.

Veröffentlicht von

Maxim Loick

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