Kinder in die Natur jagen

Ich bin ja Fan von Pokémon Go, weil ich damit die Kinder immer wieder rausgescheucht kriege und weil es schön ist, ihnen dabei zuzusehen, wie sie immer noch Spaß daran haben.

Neulich wollte ich mit den Kindern zu meiner Mutter aufs Land (nach #Rhade) fahren, viel Natur wenig Spielekonsole (nur der öde Fernseher und DVDs, was das elektronische Unterhaltungsprogramm angeht) – sie wollten nicht mit oder zumindest ihre Wii-U mitnehmen.

Ich habe ihnen mein altes Taschenmesser gegeben und ihnen gesagt: „In Rhade könnt Ihr Zelda in Echt nachspielen. Schneidet Euch ein paar Zweige und Stecken aus dem Gebüsch und erkundet die Wildnis am Bach!“ – Erstaunlicherweise hat das ohne Umschweife sofort gewirkt. In Rhade angekommen, sind sie wirklich gleich mit dem Taschenmesser verschwunden.

Und hier ist der Grund für diesen Blogpost: Mit Calliope bin ich gerade dabei eine Art Selfmade-Pokémon Go basierend auf Zelda für Rhade zu schnitzen, und das soll so gehen:

  • wir nehmen eine Calliope als Shiekah-Stein, die die Kinder in der Hand halten
  • wir nehmen mehrere andere Calliopes als verschiedene Charaktere aus Zelda und verteilen sie in der Botanik im Rhade, zum Beispiel einen Bogblin oder einen Schrein oder sonstwas (hier ist dann die Expertise der Kinder nochmal gefragt).
  • Die Charakter-Calliopes werden mit einer für jeden Charakter individuellen Konfiguration bestückt, bestehend aus
    • Name (String)
    • Gesinnung („b“ für „böse“ oder alles andere für „nicht böse“)
    • Interaktionspunkte 1 (zufälliger Wert zwischen 0 und 99)
    • Interaktionspunkte 2 (zufälliger Wert zwischen 0 und 99)
    • Interaktionspunkte 3 (zufälliger Wert zwischen 0 und 99)
    • Text
  • Die Charakter Calliopes senden ihre Konfoguration permanent via Bluetooth in die Welt.
  • Wenn die Kinder mit der Shiekah-Calliope in die Reichweite einer Charakter-Calliope kommen, empfängt die Shiekah die Konfiguration und reagiert darauf.
    • Es wird immer der Name auf der Shiekah angezeigt
    • Es wird angezeigt, ob die Charakter-Calliope böse oder nicht böse ist
      • wenn sie böse ist, müssen die Kinder die Shiekah schütteln und damit einen Wert erschütteln, der höher ist als die Interaktionspunkte 1 der bösen Calliope. Das ganze drei mal. Die Auswertung soll „Best-of-Three“ erfolgen, aber da bin ich noch nicht…
      • wenn die Charakter-Calliope nicht böse ist, kann sie ihre Interaktionspunkte an die Shiekah-Calliope übertragen, so dass die Kinder mit der Shiekah dardurch stärker werden (aber da bin ich auch noch nicht).
    • Ziel ist, dass wir schnell und ohne große Aufwände viele Charakter-Calliopes programmieren können (z. B. auch interessant für Schulklassen, die gerade einen unserer Klassensätze erhalten haben).
    • Diese zahlreichen Charakter-Calliopes kann man an lauen Sommertagen in Parks, in der Wildnis oder in der Stadt verstecken und die Kinder dann mit der Shiekah-Calliope ins Abenteuer schicken.

Ich habe heute Abend mal damit angefangen, wie so ein Bogblin wohl aussehen könnte und eine erste rudimentäre Shiekah programmiert, hier ist der Zwischenstand meiner Codes:

Shiekah-Code:

let text = ""
let bw03 = 0
let bw02 = 0
let bw01 = 0
let parserCount = 0
let gesFound = ""
let nameFound = ""
let length = 0
radio.onDataPacketReceived(({receivedString}) => {
 music.playTone(Note.C, music.beat(BeatFraction.Whole))
 length = receivedString.length
 for (let index = 0; index <= length; index++) {
 if (receivedString.charAt(index).compare(",") == 0) {
 parserStops[parserCount] = index
 parserCount += 1
 }
 }
 nameFound = receivedString.substr(0, parserStops[0])
 gesFound = receivedString.substr(parserStops[0] + 1, parserStops[1] - (parserStops[0] + 1))
 bw01 = parseInt(receivedString.substr(parserStops[1] + 1, parserStops[2] - (parserStops[1] + 1)))
 bw02 = parseInt(receivedString.substr(parserStops[2] + 1, parserStops[3] - (parserStops[2] + 1)))
 bw03 = parseInt(receivedString.substr(parserStops[3] + 1, parserStops[4] - (parserStops[3] + 1)))
 text = receivedString.substr(parserStops[4] + 1, length - (parserStops[4] + 1))
 basic.showString(text)
 basic.showString("!")
 basic.showString("In der Nähe ist ein ")
 basic.showString(nameFound)
 if (gesFound.compare("b") == 0) {
 basic.showString("Er ist mies drauf!")
 } else {
 basic.showString("Er ist ganz freundlich.")
 }
})
let parserStops: number[] =[]
radio.setGroup(1)

Und hier der Bogblin-Code:

let trenner = ""
let auffindbarkeit = 0
let Text = ""
let Wert03 = 0
let Wert02 = 0
let Wert01 = 0
let sendString = ""
let Gesinnung = ""
let Name = ""
basic.forever(() => {
 radio.sendString(sendString)
 basic.showNumber(sendString.length)
 basic.showString(Name)
})
Name = "Bogblin"
Gesinnung = "b"
Wert01 = Math.random(100)
Wert02 = Math.random(100)
Wert03 = Math.random(100)
Text = "UAH!"
auffindbarkeit = 4
radio.setGroup(1)
radio.setTransmitPower(auffindbarkeit)
trenner = ","
sendString = "" + Name + trenner + Gesinnung + trenner + Wert01 + trenner + Wert02 + trenner + Wert03 + trenner + Text

Das ist alles noch ganz rudimentär und aus Entwickler*innen-Sicht sicher sehr stümperhaft, wer Bock hat, möge die Codes nehmen, verbessern und vor allem gemäß dessen, was ich nach obiger Beschreibung noch zu erreichen gedenke, zu erweitern!

Ich dachte, ich schreib’s schonmal eben auf, wenn’s irgendwann mal cool genug ist, mach ich ein Hackster-Projekt daraus.

Rrrakalioon!

Gerade ergab sich auf meiner Lieblingsplattform, dem Kurznachrichendienst Twitter, diese kleine Unterhaltung:

Diese*r jemand steht mir sehr nahe, hat ungefähr sieben Mal mithilfe von Allen Carr immer wieder sehr erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört, zuletzt mit mir eine Firma zum Zyklustracking gegründet und gerade von New York aus gefragt, ob die Kinder schlafen.

Und „Rrrakalioon!“ stammt aus einem Buch von Turgenjew, in dem irgendein Blender immer sehr geheimnisvoll tut und das Kunstwort „Rakalion“ verwendet (das niemand je gehört hat und daher niemand kennen kann), um sich interessant zu geben. Der Sinn dieses Wortes ist, sich damit wichtiger zu machen als man ist.

Ich beginne, @Nico zu verstehen

Komisch fand ich immer, wenn @Nico Bilder seiner Socken aus der Bahn oder so gepostet hat. Ich dachte: „Komische Selbstinszenierung, personal branding über Ringelstrümpfe, wie albern.“

Errungenschaft des Tages: ich hab jetzt Happy Socks! <3 (schön rot, wählt die SPD!)

Ein Beitrag geteilt von Maxim Loick (@pausanias09) am

Gestern habe ich mir vier Paar Happy Socks gekauft und gleich mal eins davon angezogen. Und wie überwältigend war der Effekt: Immer, wenn mein Blick zufällig auf meine Füße fiel, habe ich mich sehr gefreut, denn meine im nackten Zustand zugegebenermaßen eher verhalten fröhlichen Füße sehen mit einem Mal atemberaubend aus! Und jeder Blick darauf ist herzergreifend! Ich möchte Euch mit Fotos von meinen mit bunten Socken bekleideten Füßen vollposten, um diese Freude mit Euch zu teilen. Und ich beginne zu verstehen, dass es bei @Nico vielleicht nicht um personal branding geht, sondern um das jede*r Sozialdemokrat*in innewohnende Bedürfnis, Freude immer gleich mit der ganzen Welt teilen zu wollen.

Disclaimer: Mir hat keiner was dafür bezahlt, ich finde sowohl meine neuen Socken als auch @Nico auch ohne Bezahlung cool.

Dieses Weinen

Im Teenageralter fing das an bei mir, zunächst noch eher selten, so selten, dass ich Schwierigkeiten hatte, damit umzugehen, denn ich war überrascht. Ich wurde bei Olympia davon überwältigt, wenn Sportler*innen, die jahrelang trainiert hatten, dann Gold gewonnen haben und auf dem Podest emotional nicht mehr anders konnten als in Tränen auszubrechen. Da bin ich in die gleichen Tränen mit ausgebrochen. Zur damaligen Zeit nicht gerade das, was man als besonders männlich empfunden hätte. Ich hatte ein zartes Gesicht und lange Haare und wahrscheinlich trage ich bis heute Koteletten, um immer noch und ein für alle mal unter Beweis zu stellen, dass da ein Fitzelchen Testosteron in mir ist.

Später wurde es noch etwas schlimmer. Falscher Song im Radio, Tempo verringern müssen auf der Autobahn wegen schlechter Sicht bei Sonnenschein. Oder nein, eigentlich müsste ich sagen: Richtiger Song. Zum Beispiel „Cats in the cradle“ in der Version von Johnny Cash, zu einer Zeit abgespielt, zu der der Große Sohn bereits geboren war und ich mit dem Unsinn anfing, auf die Texte zu hören.

Später kam ich etwas besser damit klar. Ich verlese unserem Zertifizierungshelfer Immanuel die Qualitätspolitik von trackle, in der ich an unbedingtem Willen, die Welt verbessern zu wollen, nicht gespart habe. Ich bin inzwischen geübt darin, ergriffen zu sein und habe immer noch die Koteletten. Immanuel guckt etwas ungläubig, aber ich sage: „Das ist, was wir vorhaben. Katrin und ich.“ Und ich ziehe die Nase hoch, als wäre es gesellschaftlich völlig etabliert, von sich selbst ergriffen zu sein.

Doch schließlich kam die trackle Crowdfunding Kampagne, we went all in. Für sechs Wochen wich alles von mir, was mich vormals hat heulen gemacht. Es war ein Ritt. Nächte in der TL, wie ferngesteuert, immer noch einmal und noch einmal und again und dann wieder: „Kauft trackle, Leute! Helft uns! Verändert mit uns die Welt!“ Am Ende mechanisch, mit festem Blick, Haare sprossen auf meinen Unterarmen. Kein Weinen für sechs Wochen. „Wir sind so bescheuert“, hat Katrin gerufen, „at High Noon dieser haarsträubenden Kampagne sind wir in Holland!“

Donnerstag, der 20. April. Wir sitzen in der Sonne an der Mühle „De Jonge Johannes“ in Oostkapelle. Ich gehe festen Blicks mit dem Großen Sohn und dem Kleinen Sohn Minigolf spielen. Festen Blicks erkläre ich irgendwas, also den Kindern. Wir kommen zurück zum Tisch und Katrin sagt: „Die Fünfzigtausend sind geknackt.“ Festen Blicks bestellen wir zwei große Bier. An dem Abend bin ich um 19:45 im Bett.

Das Weinen ist seltener geworden seitdem, meine Haarfarbe heller. Ich bin mir nicht sicher, ob das gut ist. Letzten Mittwoch mussten Katrin und ich sehr früh nach Berlin fliegen und die Kinder mussten zum ersten Mal alleine aufstehen, sich anziehen, frühstücken, zu den Kommunard*innen rüber gehen und dann zur Schule. Sie haben das perfekt gemacht und ich habe nicht geweint, ich habe gelächelt. Ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht hat ein neuer Abschnitt begonnen.

Me, Feminist

Gemessen an dem, was ich eigentlich alles noch sagen will, muss ich mich selbst als wortkarg bezeichnen. Der einzige Ausweg ist, dass ich 120 Jahre alt werden muss. Heute: Warum ich Feminist sein will.

„Warum, oh @Pausanias, bist Du ein Feminist? Du bist doch ein Mann?“ Weil ich meinen Söhnen schuldig bin, dass Männer, wie sie es dereinst sein werden, keine archaischen Dummblödel sein müssen. Weil ich solche Geschichten hier nie wieder hören will. Weil ich etwas ändern muss in dieser Welt.

Warum baust Du trackle? Um unermesslich reich zu werden zum einen, aber vor allem, um die Welt zu verbessern. Wo immer diversifizierte Gesellschaften unterwegs sind, ist die Welt besser. Eine Studie belegt sogar: Ohne Frauenrechte schaffen Gesellschaften es nicht, sich in Demokratien zu verwandeln. Wo Frauen sind, wo sie stark sind, wo Männer nicht allein sind, da ist das Leben besser.

Wie viel interessanter sind Gespräche in Runden, in denen Frauen sprechen! Wie dumpf kommen mir die Parolen der reinen Boys-Clubs vor! Wie diskriminierend diese Boys-Clubs mir gegenüber sind, ich will nicht zu denen gehören (und gehöre wahrscheinlich viel öfter doch zu ihnen als mir lieb ist!)

Warum baust Du trackle? Weil Frauen und Männer viel zu wenig wissen über den Zyklus. Weil beide Geschlechter, hormon- und pille-eingenordet, dieses Thema ausblenden, weil wortlos hingenommen wird, von Frauen und von Männern, dass es Frauen sind, die Hormone schlucken, dass es Frauen sind, die tief in die Biologie ihrer Körper eingreifen, weil die sexuelle Befreiung durch die Pille seit fünfzig Jahren zulasten der Frauen geht, weil ich glaube, dass ich als Mann mit nur einem kleinen bisschen Willen zur Verantwortung meiner Partnerin diese Shice ersparen kann, weil ich glaube, dass ich davon profitiere, wenn wir uns partnerschaftlich auf Augenhöhe begegnen. Ich will keiner von denen sein, die Sex mit der eigenen Partnerin als einen Konsum wahrnehmen, als eine selbstverständliche Annehmlichkeit wie ein kaltes Bier im Kühlschrank.

Ja, Feminist nenne ich mich. Seit ein zwei Jahren, sehr bewusst habe ich mich dafür entschieden, mich Feminist zu nennen. Ich glaube, ich darf mir das erlauben, und ich glaube, dass es hilft. Mir ist bewusst, dass viele Frauen, Frauen of Colour, oder Transfrauen, möglicherweise wenig Wert darauf legen, dass ein cisheterowhite wie ich sich mit den Federn „Feminist“ zu schmücken sucht. Das muss ich in Kauf nehmen. Ganz viel weiß ich nicht, ganz viel mache ich sicher just in diesem Moment verkehrt, aber meine Absicht ist: Ihr Boys, die Ihr seid wie ich, weiß, männlich, unverfolgt, unbedroht, privilegiert, Ihr habt eine Pflicht, Ihr müsst mit der vielen Kraft, die Euch wie selbstverständlich erscheint, weil Ihr sie nicht aufwenden müsst, mit dieser vielen Kraft müsst Ihr helfen, die Welt zu verbessern. Das ist das mindeste, was zu tun ist. Ich versuche, damit anzufangen. Privat, indem ich meinen Söhnen versuche etwas vorzuleben. Wirtschaftlich, indem ich mit meiner allerbesten Frau trackle hochziehe. Politisch, indem ich mich in der Partei engagiere, die das Frauenwahlrecht erkämpft hat. Netzpolitisch, indem ich seit Jahren Fäden spinne, damit D64 der Verein mit der besten Frauenquote unter den netzpolitischen Vereinen wird. Bildungspolitisch, indem ich versuche, mit Calliope Technikbegeisterung hervorzurufen, bevor der verkackte Gendergap einsetzt.

Ich habe keine Töchter, ich habe zwei Söhne. Ich glaube, meine Verantwortung ist damit riesengroß. Ich habe vier Schwestern und einen Bruder. Ich glaube, ich habe lange viel zu wenig verstanden. Aber gut ist es, sich mit seinen Schwestern und seinem Bruder zu unterhalten.

Frauen around me

Gerade meldet die New York Times: „Uber’s work force is overwhelmingly male. That’s not that different from other major tech companies.

Und ich denke: HA! Ich kenne ein Tech-Unternehmen, das overwhelmingly female ist: @trackle_de mit @frau_ratte als CEO, @sandlicht1 ‏und @ExPhilosophin als Schubraketen auf allen Ebenen. Und mit mir. Und wenn nur eine Frau eine Verbesserung um 67% bringt, dann sind das bei uns ja… äh… ganz viele Prozent mehr! Und ich teile die Erfahrung „Ich arbeite zu 99% mit Frauen und ich kenne wirklich kein Ellbogen-Verhalten„.

Und jetzt bestellt bitte trackle: https://www.startnext.com/trackle/

Hohe Energie

Wenn ich an mein Studentenzeit-Ich zurückdenke, dann wäre das von meinem trackle/Calliope/Erwerbstätigkeits/Vater/SPD/Blogger-Ich im Jahr 2017 allein von der bloßen Betrachtung derart gestresst, dass ich wahrscheinlich kein Wort mit mir wechseln würde. Rush-Hour des Lebens, halt, wa?

Im Moment dreht es sich derart schnell, dass ich manchmal die Tageszeit googeln muss. Aber das ist gut! Ich habe die Energie, also raus damit! Ich mache das zusammen mit @frau_ratte, gegen die ist der #Schulzzug ’ne Rangierlok. Morgen startet unsere Crowdfunding-Kampagne für trackle und wir sind ganz offen völlig hibbelig – was wenn keine*r kommt? Wenn keine*r trackle bestellt? Was, wenn Ihr das Video kacke findet? Wenn mein Haar plötzlich stumpf werden sollte?

Es gibt zum Glück ein paar Rückversicherungen: @horax wird morgen dabei sein. @frau_elise wird morgen dabei sein. Ganz alte Freund*innen und meine Schwester @antonialoick werden dabei sein. Wir gehen All In, voller Zuversicht! Mit wehenden Fahnen zwischen die Weinflaschen aus Jacques Weindepot oder mit wehenden Fahnen ins nächste Kapitel im Buche Reuter-Loick, das da heißt „Markteintritt als zertifizierte Medizinprodukteherstellerin“!

Morgen wird ein Tag sein, den @frau_ratte damit beginnt, den Kindern aus Harry Potter vorzulesen. Kretschnaku patavi!

Was übrig bleibt von einem Wahlprogramm

Nach der einen oder anderen kleineren Diskussion auf Twitter und anderswo ist mir dieser Tage der Gedanke gekommen: Vielleicht wissen einige Menschen nicht, was von dem, was so eine Partei vor der Wahl in ihr Programm schreibt nach der Wahl übrigzubleiben pflegt.

Ich habe deswegen mal ein unwissenschaftliches Schema gemalt:

Was ich damit sagen will: Je mehr Stimmen Ihr einer Partei gebt, desto mehr wird auch von ihrem Programm umgesetzt. Dabei wird niemals zu 100% alles umgesetzt, nicht mal dann, wenn diese Partei alleine regieren würde. Aber klar ist auch: Je schwächer die Position einer Partei für eine Legislaturperiode ist, desto weniger werden ihre Inhalte Realität. Eigentlich ja ganz einfach.

Was folgt daraus? Wenn ich ein Programm gut finde, dann muss ich das auch wählen.

 

 

 

Nobody loves Donald Trump

You are such a loser, @realDonaldTrump. Look at the pictures of your inauguration ceremony, nobody wanted to come around and cheer for you. Although your pressefritzen lied for you, you know yourself it was a lie and that hurts you.

Kehllappen-elect seine Inauguration. Ausser ein paar toten Zweigen guck niemand zu.

Everybody in the world knows that the heap of money you own would have piled up to mountains if you hadn’t touched it with your tiny fingers at all. But you touched it and you f**** it like everything you touch.

You have no idea that nothing but the wealth you were born into is the only thing that brought you where you are today (Feb 13th, 2017). All the businesses you failed with! All the women that left you! Not even this short period of power is you, it’s that fascist Steve Bannon, who is stirring all your pies with his long fascist fingers. Those who voted for you feel embarrassed for what they have done, only two weeks after you have taken power. How you hurt them! How you hurt your country! How you hurt what once has made America great! How you turn la tête of the free world into its biggest threat! It’s a shame, all that just because you are nothing but a loser.

I won’t pity you until you have resigned – but after that, I will, because there will be nobody pitying you except people like me. Then I will feel sorry for you, but not today. I will feel sorry for you, and still nobody will love you, not even me. You messed up your life already, you’re messing up the lifes of hundreds and thousands around you right now and I’m quite confident there will be millions of messed up lifes in the end, you loser! Versager is the german word.

Keine Fragen, keine Vorbehalte

Gerade hat @TantePolly bei Twitter diese Frage gestellt:

Und da erinnere ich mich an eine ca. 8 Tage zurückliegende Episode… Ich fuhr den Großen Sohn zu seinem Freund L in Oberkassel, auf dem Rückweg wollte ich auf die B42 auffahren, als da am Rand der Auffahrt ein Typ fuchtelnd neben seinem ziemlich alten Mercedes stand und mich rechts ranwinkte. Ich ließ das Fenster der Beifahrerseite runter und in hektischem gebrochenem Englisch bedeutete mir der Mann, dass er kein Benzin mehr habe und irgendwas mit seinem Baby und seiner Frau sei, Klinik! Durchs Fenster hatte ich gesehen, dass er einen etwa neun oder zehn Jahre alten Jungen hinten im Auto hatte. Der Mann fragte mich nach Geld und bot mir seine vergoldete Uhr an, seine Stimme überschlug sich und nur wenige Worte ergaben einen Sinn in meinem Kopf. Jedenfalls habe ich ihm einfach die 30 Euro gegeben, die ich noch im Portemonnaie hatte. Er hat mir die Hand mehrfach geküsst, schien mir aufrichtig dankbar und emotional immer noch sehr aufgewühlt. Die vergoldete Uhr, die er mir durchs Fenster schon auf den Beifahrersitz gelegt hatte, habe ich ihm selbstverständlich zurückgegeben und ihm gesagt, dass ich ihm das Geld schenke, weil er in Not sei und ich ihm dafür seine kostbare Uhr nicht abnehmen wolle.

Er hat sich so bedankt!

Als ich weiterfuhr dachte ich: Der steht ohne Benzin in der Auffahrt… nützen ihm da 30 Euro in bar überhaupt was? Kommt er noch bis zur nächsten Tanke? Oder hat der mir was vorgespielt? Vielleicht hatte er gar keine Frau in der Klinik? Aber kann man so eine Aufgewühltheit eigentlich spielen, für 30 Euro?

Ich habe beschlossen, dass ich ihm glaube. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass vielleicht eine ganze Familie sich auf ewig daran erinnern wird, dass ihnen mal ein ganz fremder Mensch in höchster Not 30 Euro geschenkt hat, ohne Fragen, ohne Gegenleistung, in Sekunden. Das macht mir ein gutes Gefühl, allein dafür sind 30 Euro eigentlich ein ziemlich fairer Preis.